Die betriebliche Altersvorsorge ist für Dich Pflicht und Bindungsinstrument zugleich. Wir zeigen Dir, was sie kostet und wo Du als Arbeitgeber haftest.
Jetzt bAV-Beratung anfragenJeder Deiner Mitarbeiter hat einen Rechtsanspruch darauf, Teile seines Bruttogehalts in eine Betriebsrente umzuwandeln. Das steht in § 1a des Betriebsrentengesetzes und gilt bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, im Jahr 2026 also bis zu 4.056 Euro. Sparst Du dabei Sozialversicherungsbeiträge, musst Du fünfzehn Prozent des umgewandelten Betrags obendrauf legen. Für Neuzusagen gilt das seit 2019, für Altzusagen seit 2022.
Der Druck kommt von zwei Seiten. Das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente liegt im Jahr 2026 bei 48,0 Prozent, die Haltelinie reicht bis zur Anpassung im Juli 2031. Danach sinkt das Niveau nach der Vorausberechnung der Bundesregierung schrittweise ab, während der Beitragssatz von heute 18,6 Prozent ab 2028 in Richtung zwanzig Prozent steigt. Deine Leute rechnen das nach und stellen Dir die Frage.
Auf der anderen Seite steht der Wettbewerb um dieselben Fachkräfte. In Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten hat nur jeder Vierte eine betriebliche Altersvorsorge, in Unternehmen ab tausend Beschäftigten sind es 86 Prozent. Eine saubere bAV-Beratung schließt genau diesen Abstand, ohne dass Du dafür ein eigenes Personalressort brauchst.
Ein Versorgungswerk ist kein Vertrag, den man einmal unterschreibt. Diese Bausteine entscheiden darüber, ob es nach fünf Jahren noch trägt.
Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse und Direktzusage unterscheiden sich in Haftung, Bilanzwirkung und Verwaltungsaufwand erheblich. Im Mittelstand nutzen 87 Prozent der Betriebe die Direktversicherung, weil sie die Bilanz nicht belastet.
Sie legt fest, wer teilnehmen darf, wie hoch Dein Zuschuss ausfällt und was bei Elternzeit, Krankheit oder Austritt passiert. Ohne dieses Dokument entscheidet im Streitfall die betriebliche Übung gegen Dich.
Die fünfzehn Prozent schuldest Du nur, soweit Du tatsächlich Sozialabgaben sparst. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze sparst Du nichts. Wir legen fest, ob Du pauschal oder spitz abrechnest, und halten das schriftlich fest.
Ein- und Austritte, Gehaltssprünge, Elternzeit und die jährlich steigende Bemessungsgrenze müssen in den Vertrag durchschlagen. Wir übernehmen die Meldungen und liefern Deiner Lohnbuchhaltung die Werte, die sie braucht.
Alte Verträge tragen häufig hohe Abschlusskosten, einen überholten Zuschuss oder gar keine Zusage an neue Mitarbeiter. Der Bestandscheck zeigt Dir, was bleiben kann und was neu aufgesetzt gehört.
In vier von zehn Betrieben nutzt weniger als ein Viertel der Belegschaft die Entgeltumwandlung. Wir halten die Termine im Betrieb, beraten jeden Mitarbeiter einzeln und dokumentieren, wer ein Angebot bekommen hat.
Für Mitarbeiter bis 2.575 Euro Monatsbrutto erstattet Dir der Staat nach § 100 EStG dreißig Prozent Deines zusätzlichen Beitrags, im Jahr 2026 bis zu 288 Euro. Zum Jahr 2027 steigt der Förderbetrag auf 360 Euro.
Für Gesellschafter-Geschäftsführer gelten eigene Spielregeln bei Erdienbarkeit, Angemessenheit und Pensionsalter. Wir stimmen die Gestaltung mit Deinem Steuerberater ab, bevor etwas unterschrieben wird.
Die betriebliche Altersvorsorge ist gut kalkulierbar. Diese fünf Punkte kosten Dich Geld, wenn sie niemand im Blick hat.
Was Du zusagst, schuldest Du. Kürzt eine Pensionskasse später ihre Leistung, musst Du die Lücke schließen. Das Bundesarbeitsgericht hat diese Einstandspflicht aus § 1 Absatz 1 Satz 3 des Betriebsrentengesetzes mehrfach bestätigt, zuletzt im März 2023. Steuern lässt sie sich nur über die Wahl des Durchführungswegs.
Wer die fünfzehn Prozent pauschal auf alle Mitarbeiter anwendet, zahlt oberhalb der Bemessungsgrenze zu viel. Wer sie gar nicht zahlt, riskiert Nachforderungen bis in die Vergangenheit. Beides fällt spätestens bei der Betriebsprüfung auf.
Behältst Du umgewandeltes Entgelt ein, ohne es an den Versorgungsträger abzuführen, greift § 266a Absatz 3 des Strafgesetzbuchs. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat daraus bereits eine persönliche Haftung des Geschäftsführers abgeleitet, nicht nur eine Haftung der Gesellschaft.
Von der Betriebsrente gehen später Steuern und Krankenkassenbeiträge ab. Im Jahr 2026 bleiben 197,75 Euro im Monat beitragsfrei, darüber zahlt der Rentner den vollen Beitragssatz allein. In der Pflegeversicherung ist das eine Freigrenze, dort wird bei Überschreitung der gesamte Betrag herangezogen.
Pensionsrückstellungen sind steuerlich weiterhin mit sechs Prozent abzuzinsen, handelsrechtlich dagegen mit dem Zehnjahresdurchschnitt von zuletzt 2,19 Prozent. Das Bundesverfassungsgericht hat über die sechs Prozent nie in der Sache entschieden, und seit der Allgemeinverfügung vom 18. März 2026 weist die Finanzverwaltung Einsprüche dazu zurück.
Die bAV ist einer der wenigen Benefits, die Dich unter dem Strich fast nichts kosten. Der Grund liegt in den Sozialabgaben, die auf umgewandeltes Entgelt nicht anfallen. Die folgenden Werte gelten für Gehälter unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen, Stand August 2026.
Ein Handwerksbetrieb mit 24 Mitarbeitern hat bisher nichts angeboten. Ein Vorarbeiter will 200 Euro im Monat umwandeln, zwei Kollegen fragen kurz darauf ebenfalls. So läuft der Fall mit einer sauber aufgesetzten bAV-Beratung.
Beim Vergleich zählt, was nach Deiner Unterschrift passiert. Diese acht Punkte prüfen wir in jeder bAV-Beratung.
Die Fragen, die uns Geschäftsführer in der bAV-Beratung am häufigsten stellen.
Am Anfang steht die Bestandsaufnahme: Wer ist heute versorgt, was zahlst Du dafür, welche Zusagen liegen schriftlich vor. Danach legen wir Durchführungsweg, Zuschussmodell und Teilnahmekreis fest und holen Angebote am Markt ein. Steht die Entscheidung, schreiben wir die Versorgungsordnung, zeichnen den Rahmenvertrag und halten den Informationstermin im Betrieb. Von der ersten Anfrage bis zum laufenden Versorgungswerk vergehen in der Regel vier bis sechs Wochen.
Für Dich nichts. Wir sind ungebundener Makler und werden über die Courtage des Versicherers vergütet, ein Honorar stellen wir Dir nicht. Das gilt auch dann, wenn wir Dir am Ende raten, den bestehenden Bestand unverändert zu lassen.
Ab dem ersten. Der Anspruch auf Entgeltumwandlung besteht unabhängig von der Betriebsgröße, Du musst ihn also ohnehin erfüllen. Ein geordnetes Versorgungswerk kostet Dich bei reiner Entgeltumwandlung nichts und nimmt Dir gleichzeitig das Haftungsrisiko aus ungeprüften Einzelverträgen. Kollektivkonditionen mit erleichterter Aufnahme greifen je nach Anbieter ab fünf bis zehn Mitarbeitern.
Die bestehenden Verträge samt Nachträgen, die Versorgungsordnung falls es eine gibt, eine Liste der teilnehmenden Mitarbeiter und die Angabe, wie Du den Zuschuss bisher berechnest. Bei mitgebrachten Verträgen brauchen wir zusätzlich die Bescheinigung des Vorarbeitgebers, sonst geht die Pauschalbesteuerung nach altem Recht verloren.
Drei Dinge: eine fehlende oder veraltete Versorgungsordnung, einen Zuschuss, der nach der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze nie nachgerechnet wurde, und Neueintritte, denen nie jemand die Entgeltumwandlung angeboten hat. Alle drei sind schnell behoben, kosten Dich aber Geld oder Nerven, wenn die Betriebsprüfung sie zuerst findet.
Anbieten musst Du keine eigene Versorgung, aber Du musst die Entgeltumwandlung ermöglichen. Jeder Beschäftigte kann nach § 1a des Betriebsrentengesetzes verlangen, bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze umzuwandeln, im Jahr 2026 also bis zu 4.056 Euro. Von Dir aus darauf hinweisen musst Du nicht, das hat das Bundesarbeitsgericht im Januar 2014 entschieden. Sobald ein Mitarbeiter fragt, beginnen allerdings Deine Informationspflichten.
Fünfzehn Prozent des umgewandelten Entgelts, allerdings nur soweit Du dadurch tatsächlich Sozialversicherungsbeiträge einsparst. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze sparst Du nichts und schuldest folglich auch nichts. Du darfst pauschal fünfzehn Prozent zahlen oder spitz abrechnen, entscheidend ist, dass Du es einheitlich handhabst und schriftlich festhältst. Bist Du tarifgebunden, lohnt der Blick in den Tarifvertrag: Das Bundesarbeitsgericht hat im August 2024 bestätigt, dass Tarifverträge vom gesetzlichen Zuschuss abweichen dürfen, auch ältere ohne ausdrücklichen Verzicht.
Ja. Nach § 1 Absatz 1 Satz 3 des Betriebsrentengesetzes stehst Du für die zugesagte Leistung ein, auch wenn ein externer Träger sie erbringt. Kürzt eine Pensionskasse, musst Du auffüllen. Das Bundesarbeitsgericht hat das mehrfach bestätigt. Wie stark Dich das treffen kann, hängt vom Durchführungsweg ab, deshalb ist dessen Wahl die wichtigste Entscheidung am Anfang.
Geprüft werden vor allem drei Punkte: ob der Zuschuss richtig berechnet und abgeführt wurde, ob die Versorgungsordnung zur gelebten Praxis passt und ob alle Mitarbeiter gleich behandelt wurden. Wer umgewandeltes Entgelt einbehält, ohne es weiterzuleiten, riskiert über § 266a Absatz 3 des Strafgesetzbuchs sogar eine persönliche Haftung.
Bei reiner Entgeltumwandlung meist weniger als nichts. Wandelt ein Mitarbeiter 200 Euro um, sparst Du 42,30 Euro Sozialabgaben und gibst 30 Euro als Zuschuss weiter. Unter dem Strich bleiben rund zwölf Euro im Monat bei Dir. Eine arbeitgeberfinanzierte Zusage kostet dagegen echtes Geld, ist aber voll als Betriebsausgabe abziehbar.
Nur die Direktzusage. Sie verlangt eine Pensionsrückstellung, steuerlich abgezinst mit sechs Prozent, handelsrechtlich mit dem Zehnjahresdurchschnitt von zuletzt 2,19 Prozent. Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds und Unterstützungskasse bleiben bilanzneutral. Deshalb nutzen 87 Prozent der Mittelständler die Direktversicherung.
Für Mitarbeiter mit bis zu 2.575 Euro Monatsbrutto erstattet Dir der Staat nach § 100 EStG dreißig Prozent Deines zusätzlichen Beitrags, im Jahr 2026 bis zu 288 Euro. Der Beitrag muss mindestens 240 Euro im Jahr betragen, gefördert werden bis zu 960 Euro. Ab dem Jahr 2027 steigen die Grenzen, der Förderbetrag klettert auf 360 Euro.
Das hängt vom Weg ab. Direktzusage, Unterstützungskasse, Pensionskasse und Pensionsfonds sind über den Pensions-Sicherungs-Verein abgesichert, dafür zahlst Du einen jährlich neu festgesetzten Beitrag, im Jahr 2025 waren es 1,2 Promille. Eine Direktversicherung mit unwiderruflichem und unbelastetem Bezugsrecht ist beitragsfrei.
Der laufende Aufwand liegt bei Meldungen zu Ein- und Austritten, Gehaltsänderungen und entgeltlosen Zeiten. Ein Viertel der Betriebe mit bAV empfindet das als hoch, meist dort, wo alles per Papier läuft. Wir übernehmen die Meldungen und binden den Anbieter an Deine Lohnabrechnung an, damit im Alltag nichts liegen bleibt.
Das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz gilt seit dem 22. Januar 2026. Du kannst Dich jetzt auch ohne Tarifbindung an ein Sozialpartnermodell anschließen, und Du kannst ein Opting-out per Betriebsvereinbarung einführen, bei dem alle Mitarbeiter automatisch dabei sind, solange sie nicht widersprechen. Der Preis dafür ist ein Zuschuss von mindestens zwanzig Prozent.
Ja, solange die Abgrenzung auf objektiven Kriterien beruht, etwa nach Betriebszugehörigkeit oder Funktionsgruppe. Eine Auswahl nach Sympathie trägt nicht. Die Entgeltumwandlung selbst steht allerdings jedem Beschäftigten zu, unabhängig davon, wen Du zusätzlich bezuschusst.
Für Gesellschafter-Geschäftsführer gelten eigene Regeln. Bei beherrschender Stellung müssen zwischen Zusage und Ruhestand mindestens zehn Jahre liegen, das Pensionsalter liegt bei Neuzusagen bei 67 Jahren, und die Gesamtversorgung soll rund 75 Prozent der letzten Aktivbezüge nicht übersteigen. Verstöße führen zur verdeckten Gewinnausschüttung. Wir stimmen das immer mit Deinem Steuerberater ab.
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