Finanzielle Freiheit erfordert in Deutschland je nach Lebensstil zwischen 300.000 und 1,5 Millionen €. Wir rechnen mit Dir aus, wann Du nur noch von Deinem Vermögen leben kannst.
Meine finanzielle Freiheit berechnenFinanzielle Freiheit bedeutet, dass Dein Vermögen genug Erträge abwirft, durch Dividenden, Zinsen oder Mieteinnahmen, um Deine monatlichen Lebenshaltungskosten dauerhaft zu decken. Du könntest aufhören zu arbeiten und Dein Lebensstandard bliebe gleich.
Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet, dass Du nicht mehr auf ein Gehalt angewiesen bist. Finanzielle Freiheit geht einen Schritt weiter: Du hast genug Spielraum, um Dir auch Extras leisten zu können, ohne Dein Kapital anzugreifen.
Wähle Deinen Baustein, wir zeigen Dir, was er für Deine Freiheit bedeutet.
Sofort verfügbar, aber kaum Rendite
Langfristig die renditestärkste Anlageklasse
Marktwert abzüglich Restschuld
Hochvolatil, deshalb konservativ bewerten
Riester, Rürup, bAV und Lebensversicherungen
Sammlungen, Edelmetalle, Unternehmensanteile
Die Antwort auf die Frage, wie viel Geld Du brauchst, hängt von drei Faktoren ab: Deinem monatlichen Bedarf, Deiner erwarteten Rendite und der Frage, ob Du Dein Kapital aufbrauchen willst oder nicht. Willst Du Dein Vermögen erhalten und nur von den Erträgen leben, gilt: Zielkapital = monatlicher Bedarf × 12 ÷ Nettorendite. Bei 1.200 € monatlichem Bedarf und 5 % Bruttorendite, also etwa 3,68 % nach Steuern, ergibt das rund 391.000 €.
Die wichtigsten Stellschrauben sind Zeit, Sparrate und Rendite. Je früher Du anfängst, desto weniger musst Du monatlich zurücklegen. Und je realistischer Du planst, inklusive Inflation und Steuern, desto weniger böse Überraschungen erwarten Dich später.
Angebote vergleichenIm ersten Schritt legst Du fest, wie viel Geld Du monatlich brauchst und wann Du finanziell frei sein willst. Der monatliche Wunschbetrag sollte Deine Lebenshaltungskosten decken, also Miete, Versicherungen, Lebensmittel und Freizeit.
Dein aktuelles Alter bildet den Startpunkt für die Ansparphase. Aus dem gewünschten Alter für die finanzielle Freiheit ergibt sich automatisch die Anzahl der Jahre, die Du zum Sparen hast.
Im zweiten Schritt trägst Du ein, was Du bereits angespart hast. Unterschieden werden sechs Kategorien: Bargeld und Tagesgeld, Aktien und ETFs, Immobilien mit dem Eigenkapital, Kryptowährungen, Altersvorsorge und sonstige Vermögenswerte.
Bei Immobilien zählt der aktuelle Marktwert abzüglich der Restschuld. Kryptowährungen sind hochvolatil und sollten konservativ bewertet werden. Altersvorsorgeprodukte wie Riester, Rürup oder die betriebliche Altersvorsorge sind oft erst ab einem bestimmten Alter verfügbar.
Die erwartete Rendite liegt bei einem breit gestreuten ETF-Portfolio langfristig realistisch bei 5 bis 7 %, der Standardwert beträgt 5 %. Die Kapitalertragssteuer setzt sich aus Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag zusammen und liegt bei 26,38 %, mit Kirchensteuer bei 27,82 % oder 27,99 %.
Bei der Steuerfälligkeit bedeutet Ende der Laufzeit, dass die Steuer erst bei Entnahme anfällt, wie bei thesaurierenden ETFs. Jährlich bedeutet laufenden Abzug, wie bei ausschüttenden Fonds. Die Inflationsrate liegt standardmäßig bei 2,5 %, und beim Kapitalverzehr planst Du zusätzlich mit Deiner Lebenserwartung.
Du erhältst alle relevanten Kennzahlen auf einen Blick: die monatliche Sparrate, das Zielkapital, Dein Vermögen heute, den hochgerechneten Wert bei Rentenbeginn, den noch zu sparenden Betrag und Deine Nettorendite nach Steuern.
Ein Beispiel: Eine 25-jährige Person, die mit 55 finanziell frei sein will und 1.500 € netto monatlich entnehmen möchte, braucht bei 2,5 % Inflation und 5 % Rendite ein Zielkapital von rund 1.120.000 €. Aus 10.000 € Startkapital werden in 30 Jahren etwa 43.000 €, es fehlen also rund 1.077.000 €. Das entspricht einer monatlichen Sparrate von etwa 1.290 €.
Wir beantworten Dir die häufigsten Fragen rund um finanzielle Freiheit, Zielkapital und Sparrate.
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, aber es gibt einen Unterschied. Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet, dass Du nicht mehr auf ein Gehalt angewiesen bist. Finanzielle Freiheit geht einen Schritt weiter: Du hast genug Spielraum, um Dir auch Extras leisten zu können, ohne Dein Kapital anzugreifen.
Die 4-Prozent-Regel stammt aus der Trinity-Studie von 1998 und besagt: Wenn Du jährlich maximal 4 % Deines Vermögens entnimmst, reicht Dein Kapital mit hoher Wahrscheinlichkeit für mindestens 30 Jahre. Bei einer Entnahme von 1.200 € monatlich, also 14.400 € jährlich, brauchst Du demnach ein Vermögen von 360.000 €. Die Formel lautet: jährlicher Bedarf ÷ 0,04 = Zielkapital.
Ja. Sie basiert auf historischen US-Daten, berücksichtigt keine deutschen Steuern und geht von einem festen Entnahmeplan aus. In der Praxis solltest Du konservativer rechnen und mit anpassbaren Parametern arbeiten.
Wenn Du Dein Vermögen erhalten willst und nur von den Erträgen lebst, brauchst Du mehr Kapital. Die Formel lautet: Zielkapital = monatlicher Bedarf × 12 ÷ Nettorendite. Bei 1.200 € monatlichem Bedarf und 5 % Bruttorendite, nach Steuern etwa 3,68 %, ergibt das 14.400 € ÷ 0,0368 = 391.304 €.
Planst Du, Dein Vermögen im Alter aufzubrauchen, brauchst Du weniger Startkapital. Dann wird die Berechnung komplexer, weil Deine Lebenserwartung eine Rolle spielt. Bei 30 Jahren Entnahmephase und gleichen Annahmen sinkt das Zielkapital auf etwa 280.000 €.
Inflation frisst Deine Kaufkraft. 1.200 € heute sind in 20 Jahren bei 2,5 % Inflation nur noch etwa 730 € wert. Umgekehrt brauchst Du in 20 Jahren etwa 1.970 €, um dieselbe Kaufkraft zu haben. Dein Zielkapital steigt entsprechend.
Im Beispiel einer 25-jährigen Person mit Ziel-Alter 55 wachsen 10.000 € Startkapital in 30 Jahren bei 5 % Rendite auf etwa 43.219 €. Es fehlen also noch rund 1.077.216 €. Um diesen Betrag in 30 Jahren anzusparen, ist eine monatliche Sparrate von etwa 1.290 € nötig.
Die Stellschrauben machen einen enormen Unterschied. Wer sein Kapital im Alter aufbrauchen will, braucht deutlich weniger. Wer die Inflation ignoriert, unterschätzt seinen Bedarf massiv. Deshalb lohnt es sich, mehrere Szenarien zu rechnen.
Bei einem breit gestreuten ETF-Portfolio sind langfristig 5 bis 7 % pro Jahr realistisch. Als Standardwert für eine vorsichtige Planung eignen sich 5 %. Wer höher rechnet, plant sich sein Ergebnis schön.
Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag ergeben zusammen 26,38 %. Mit Kirchensteuer sind es 27,82 % bei 8 % oder 27,99 % bei 9 %. Aus 5 % Bruttorendite werden damit etwa 3,68 % netto.
Ende der Laufzeit bedeutet, dass die Steuer erst bei der Entnahme anfällt, typisch für thesaurierende ETFs. Jährlich bedeutet laufenden Abzug, typisch für ausschüttende Fonds. Der Zinseszinseffekt fällt bei später Besteuerung spürbar höher aus.
















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