Mit einer betrieblichen Krankenversicherung zahlt Dein Team beim Zahnarzt und beim Optiker nicht mehr selbst. Wir zeigen Dir, was das kostet und wie es steuerfrei bleibt.
Jetzt bKV-Beratung anfragenBei einer betrieblichen Krankenversicherung schließt Du als Unternehmen einen Rahmenvertrag ab, Deine Mitarbeiter sind darin versicherte Personen. Rechtlich bleiben sie in der gesetzlichen Kasse. Was sich ändert, ist die Rechnung: Sie bekommen ein Budget für alles, was die Kasse nicht zahlt, und in fast allen Tarifen einen Facharzt-Terminservice obendrauf. Beim Zahnersatz, bei der Brille, beim Heilpraktiker und bei der Vorsorge zahlen sie damit wie ein Privatpatient nicht mehr aus eigener Tasche.
Der Bedarf wächst gerade schnell. Ein Facharzttermin dauerte im Jahr 2024 im Schnitt 36 Tage, bei Patienten mit Wartezeit 42 Tage, im Jahr 2019 waren es noch 33. Der Bundesrechnungshof hat im Februar 2026 festgestellt, dass das Terminservicegesetz daran nichts geändert hat. Und ab Januar 2027 steigen sämtliche Zuzahlungen der gesetzlichen Kasse um fünfzig Prozent, beschlossen mit dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom Juli 2026.
Entsprechend zieht der Markt an. Ende 2025 hatten 60.800 Arbeitgeber eine bKV abgeschlossen, versichert waren 2,72 Millionen Menschen. In vier Jahren hat sich die Zahl der Arbeitgeber damit mehr als verzweieinhalbfacht. Gemessen an allen Unternehmen ab zehn Beschäftigten liegt die Verbreitung trotzdem erst bei gut elf Prozent, der Vorsprung ist also noch zu holen.
Der Tarif ist nur die halbe Arbeit. Diese Bausteine entscheiden darüber, ob die bKV im Betrieb ankommt und ob sie steuerlich hält.
Beim Budgettarif legst Du eine Jahressumme fest, marktüblich zwischen 300 und 1.500 Euro, und Dein Mitarbeiter entscheidet, wofür er sie verwendet. In gemischten Belegschaften trifft das mehr Menschen als ein fester Katalog, den die Hälfte nie braucht.
Im Kollektivvertrag entfällt ab einer Mindestzahl von Mitarbeitern die Gesundheitsprüfung. Einzelne Anbieter nehmen sogar laufende und bereits angeratene Behandlungen mit auf. Genau das bekommt niemand privat.
Das Versicherungsvertragsgesetz erlaubt drei Monate allgemeine und acht Monate besondere Wartezeit, etwa beim Zahnersatz. Gute Kollektivverträge verzichten darauf vollständig, die Leistung steht also ab dem ersten Tag.
Facharzt-Terminservice, Telemedizin, Gesundheitstelefon, Zweitmeinung und psychologische Beratung sind marktweit beitragsfrei eingeschlossen und werden nicht auf das Budget angerechnet. Für Deine Leute ist das der spürbarste Teil.
Bis fünfzig Euro Sachbezug im Monat bleibt die bKV frei von Lohnsteuer und Sozialabgaben, damit ist ein Budget bis 1.500 Euro im Jahr abgedeckt. Darüber gibt es zwei Pauschalierungswege mit sehr unterschiedlicher Wirkung auf die Sozialabgaben. Wir rechnen beide durch, bevor Du unterschreibst.
Sie hält fest, wer teilnimmt, was gilt und dass Dein Mitarbeiter ausschließlich Versicherungsschutz und keine Geldzahlung verlangen kann. Genau daran hängt laut Bundesfinanzhof die Steuerfreiheit.
Partner und Kinder lassen sich bei vielen Anbietern gegen eigenen Beitrag mitversichern. Die Service- und Assistanceleistungen dürfen sie bei einigen Häusern sogar ohne Zusatzbeitrag nutzen.
Ein Budget, von dem niemand weiß, wird nicht genutzt. Wir halten die Termine im Betrieb, erklären die Abrechnung und liefern Dir Material, das Deine Leute auch wirklich lesen.
Die bKV ist unkompliziert, solange fünf Punkte stimmen. Diese fünf übersehen Unternehmen am häufigsten.
Bei 50,01 Euro im Monat wird nicht der überschießende Cent steuerpflichtig, sondern der gesamte Betrag. Und alle Sachbezüge zählen zusammen: Wer schon einen Tankgutschein über zwanzig Euro ausgibt, hat für die bKV nur noch dreißig Euro Luft.
Steigt der Beitrag über die Freigrenze, wird der volle Betrag steuer- und beitragspflichtig. Zum Jahr 2026 hat ein größerer Anbieter einzelne Tarife um bis zu fünfzig Prozent angehoben. Wer knapp unter fünfzig Euro kalkuliert, sollte den Puffer einplanen.
Die Pauschalversteuerung nach § 37b EStG mit dreißig Prozent ist bekannt, bleibt aber sozialversicherungspflichtig. Die Pauschalierung nach § 40 Absatz 1 EStG ist beitragsfrei, verlangt dafür einen Antrag beim Finanzamt und eine Jahresprämie. Bis tausend Euro im Jahr ist sie fast immer die günstigere Wahl.
Das Teilzeit- und Befristungsgesetz erlaubt eine anteilige Gewährung nur bei teilbaren Leistungen. Versicherungsschutz ist nicht teilbar. Teilzeitkräfte und Minijobber gehören deshalb in aller Regel voll aufgenommen, ein halbes Budget ist angreifbar.
Wer die bKV dreimal vorbehaltlos gewährt, schafft eine betriebliche Übung und damit einen Rechtsanspruch. Ein Freiwilligkeits- und Widerrufsvorbehalt in der Versorgungsordnung hält Dir die Tür offen, falls sich die Lage ändert.
Du zahlst einen Monatsbeitrag, Dein Mitarbeiter bekommt dafür ein Budget, aus dem er Rechnungen erstattet bekommt. Solange der Beitrag unter fünfzig Euro bleibt, fallen weder Lohnsteuer noch Sozialabgaben an. Die Beiträge stammen aus den veröffentlichten Kollektivtarifen mehrerer Anbieter, Stand August 2026.
Marc ist 34, arbeitet im Lager und schleppt seit Wochen Rückenschmerzen mit sich herum. Sein Arzt verordnet sechs Einheiten Physiotherapie. Der erste freie Termin in der Praxis wäre in fünf Wochen. Sein Arbeitgeber hat ein bKV-Budget über 900 Euro abgeschlossen, Beitrag rund 30 Euro im Monat. Damit läuft es anders.
Der Beitrag je Mitarbeiter sagt wenig darüber aus, was am Ende ankommt. Diese acht Punkte prüfen wir in jeder bKV-Beratung.
Die Fragen, die uns Geschäftsführer in der bKV-Beratung am häufigsten stellen.
Wir starten mit einem Gespräch über Belegschaft, Budget und Ziel. Danach holen wir Angebote am Markt ein und legen sie Dir mit einem Vergleich der Leistungen vor, nicht nur der Beiträge. Steht die Entscheidung, schreiben wir die Versorgungsordnung, zeichnen den Rahmenvertrag und halten den Informationstermin im Betrieb. Von der ersten Anfrage bis zur laufenden Versicherung vergehen in der Regel vier bis sechs Wochen.
Für Dich nichts. Wir sind ungebundener Makler und werden über die Courtage des Versicherers vergütet, ein Honorar stellen wir Dir nicht. Das gilt auch dann, wenn wir Dir nach der Prüfung von einem Abschluss abraten.
Die ersten Anbieter verzichten schon ab drei Mitarbeitern auf die Gesundheitsprüfung, andere ab fünf oder zehn. Darunter gibt es kaum Kollektivkonditionen, dort ist eine private Zusatzversicherung meist der bessere Weg. Nach oben gibt es keine Grenze. Ab rund fünfzig Mitarbeitern kommen Staffelungen nach Gruppen und ein eigenes Verwaltungsportal dazu.
Für eine belastbare Rechnung genügen Mitarbeiterzahl, Altersstruktur und Deine Budgetvorstellung je Kopf. Namen und Geburtsdaten brauchen wir erst, wenn der Vertrag gezeichnet wird. Gesundheitsdaten sehen wir nie, die laufen ausschließlich zwischen Versicherer und Mitarbeiter.
Ja, das ist einer der häufigsten Anlässe für eine bKV-Beratung. Wir schauen auf versteckte Sublimits, auf die Beitragshistorie des Anbieters und darauf, ob Dein Beitrag noch unter der Sachbezugsgrenze liegt. Wenn der Bestand trägt, sagen wir Dir das, und Du behältst ihn.
Ein Budget über 600 Euro im Jahr liegt marktüblich bei 20 bis 26 Euro je Mitarbeiter und Monat, ein Budget über 900 Euro bei 28 bis 34 Euro. Solange Du unter fünfzig Euro bleibst, fallen weder Lohnsteuer noch Sozialabgaben an, und der Beitrag ist in voller Höhe Betriebsausgabe.
Weil bei einer Gehaltserhöhung zweimal abgezogen wird. Fünfzig Euro mehr Brutto kosten Dich mit Arbeitgeberanteilen rund 61 Euro, beim Mitarbeiter kommen nach Steuern und Beiträgen rund 25 Euro an. Fünfzig Euro bKV kosten Dich fünfzig Euro und liefern fünfzig Euro Leistungswert. Du gibst also rund ein Fünftel weniger aus und lieferst doppelt so viel.
Dann wird der gesamte Betrag steuer- und beitragspflichtig, nicht nur der übersteigende Teil. Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag. Für diesen Fall gibt es zwei Pauschalierungswege: § 37b EStG mit dreißig Prozent, allerdings weiter sozialversicherungspflichtig, oder § 40 Absatz 1 EStG mit einem betriebsindividuellen Satz, dafür beitragsfrei und bis tausend Euro im Jahr je Mitarbeiter.
Ja, die beiden Töpfe belasten sich nicht gegenseitig. Für zertifizierte Präventionskurse stehen zusätzlich 600 Euro im Jahr steuerfrei zur Verfügung. Die bKV fällt allerdings nicht darunter, weil sie Versicherungsschutz ist und keine Präventionsmaßnahme. Sie läuft immer über die Sachbezugsgrenze oder die Pauschalierung.
Ja. Im arbeitgeberfinanzierten Kollektivvertrag verzichten die Anbieter ab einer Mindestzahl von Mitarbeitern auf die Gesundheitsprüfung. Die Schwelle liegt je nach Haus bei drei, fünf oder zehn Personen. Einzelne Anbieter nehmen sogar laufende und bereits angeratene Behandlungen mit auf, was privat niemand bekommt.
Das Versicherungsvertragsgesetz erlaubt drei Monate allgemeine und acht Monate besondere Wartezeit, letztere etwa für Zahnersatz, Psychotherapie und Kieferorthopädie. Gute Kollektivverträge verzichten vollständig darauf, die Leistung steht dann ab dem ersten Tag zur Verfügung. Das gehört ausdrücklich in den Vertrag.
Aus dem Budget lassen sich Zahnbehandlung und Zahnersatz, professionelle Zahnreinigung, Sehhilfen, Hörgeräte, Heilpraktiker und Naturheilverfahren, Arznei- und Hilfsmittel sowie Vorsorge über den Kassenkatalog hinaus bezahlen. Terminservice, Telemedizin, Zweitmeinung und psychologische Beratung kommen beitragsfrei dazu und gehen nicht vom Budget ab.
Nach einer Auswertung von 170 Unternehmen mit knapp 70.000 Versicherten nutzt mehr als die Hälfte der Beschäftigten das Budget, unabhängig von der Unternehmensgröße. Am häufigsten für Arznei- und Verbandmittel, Sehhilfen und Zahnprophylaxe. Höhere Budgets werden dabei besser genutzt als niedrige.
Nein, Du darfst nach objektiven Kriterien differenzieren, etwa nach Betriebszugehörigkeit oder Funktionsgruppe. Die Gruppe muss abstrakt abgegrenzt sein, eine Auswahl im Einzelfall trägt nicht. Vorsicht bei Teilzeit: Versicherungsschutz ist keine teilbare Leistung, ein anteilig gekürztes Budget ist deshalb angreifbar.
Ob Du überhaupt eine bKV einführst und wie viel Geld Du dafür bereitstellst, entscheidest Du allein. Mitbestimmungspflichtig ist die Verteilung innerhalb dieses Rahmens, also die Frage, welche Gruppen nach welchen Kriterien teilnehmen. Kommt keine Einigung zustande, entscheidet die Einigungsstelle.
Du bist Versicherungsnehmer, zahlst einen Sammelbeitrag und meldest Zu- und Abgänge. Bis fünfzig Euro Sachbezug entfällt jede lohnsteuerliche Behandlung in der Entgeltabrechnung. Die Leistungsabrechnung läuft direkt zwischen Mitarbeiter und Versicherer, Diagnosen erfährst Du nie.
Der Firmenvertrag endet für ihn mit dem Ausscheiden. Nach § 207 Absatz 2 des Versicherungsvertragsgesetzes kann er den Schutz als Einzelversicherung fortführen, unter Anrechnung der bereits gebildeten Alterungsrückstellung und ohne neue Gesundheitsprüfung. Die Frist beträgt zwei Monate. Den Beitrag zahlt er dann selbst, er liegt regelmäßig über dem Kollektivbeitrag.
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