Die Hundekrankenversicherung übernimmt auch die Behandlung ohne Operation: Diagnostik, Medikamente, Physiotherapie und die Kontrolle nach dem Infekt. Wir zeigen Dir, für welche Hunde sich der Vollschutz rechnet.
Jetzt Vollschutz prüfen lassenDie Hundekrankenversicherung schließt die Operation mit ein und deckt zusätzlich alles ab, was ohne Skalpell passiert: die Untersuchung beim Verdacht auf eine Allergie, das Röntgen nach dem Humpeln, Medikamente über Monate, Physiotherapie nach dem Bandscheibenvorfall. Genau diese Posten summieren sich über ein Hundeleben stärker als die eine große Operation.
Die Rechnung ist einfach: Zwei Sprechstundenbesuche im Jahr, ein Blutbild und eine Zahnbehandlung liegen zusammen schnell bei fünfhundert Euro. Bei einem chronisch kranken Hund vervielfacht sich das. Wer diese Beträge nicht spontan aufbringen will, ist mit dem Vollschutz besser bedient als mit dem reinen Operationsschutz.
Der Preis dafür ist der Beitrag. Die Vollversicherung kostet je nach Rasse, Alter und Erstattungssatz zwei- bis dreimal so viel wie der reine OP-Schutz. Ob sich das rechnet, hängt an drei Dingen: Rasse, Alter beim Abschluss und daran, wie oft Du ohnehin beim Tierarzt sitzt.
Der Unterschied zum Operationsschutz steckt in den ersten vier Punkten.
Jeder Besuch beim Tierarzt, dazu Blutbild, Röntgen, Ultraschall und Laborwerte, auch wenn am Ende keine Operation steht.
Vom Antibiotikum bis zur Dauermedikation bei einer chronischen Erkrankung. Gerade das trägt über die Jahre.
Nach Bandscheibenvorfall, Gelenkoperation oder Unfall. Gute Tarife nehmen Osteopathie und Hydrotherapie mit auf.
Zahnstein mit Narkose, Zahnextraktion und Wurzelbehandlung. Sehr unterschiedlich geregelt, meist mit eigener Jahresgrenze.
Alles, was auch die reine OP-Versicherung leistet, ist im Vollschutz enthalten.
Behandlung außerhalb der Sprechzeiten samt Notdienstgebühr und Tagessätzen für die Unterbringung.
Impfungen, Wurmkur und Zahnreinigung laufen in einigen Tarifen über ein eigenes Vorsorgebudget, marktüblich 60 bis 150 Euro im Jahr.
Auch die Spezialklinik zwei Städte weiter, ohne Zuweisung und ohne Netz.
Der Vollschutz ist teurer, deshalb lohnt der genaue Blick auf diese fünf Punkte.
Viele Tarife deckeln die Erstattung im Jahr, oft gestaffelt über die ersten Vertragsjahre. Im ersten Jahr sind es dann 500 Euro, erst ab dem vierten Jahr die volle Summe.
Ein fester Selbstbehalt von 60 Euro je Fall ist bei kleinen Rechnungen härter als zwanzig Prozent, bei großen Rechnungen genau andersherum.
Alles, was bei Vertragsbeginn bekannt ist, bleibt draußen. Bei chronischen Erkrankungen ist der Vollschutz danach nur noch begrenzt sinnvoll.
Zahn ist der häufigste Streitpunkt. Manche Tarife zahlen nur nach Unfall, andere begrenzen auf 200 Euro im Jahr, wieder andere setzen eine jährliche Prophylaxe voraus.
Fast alle Tarife rechnen mit Altersgruppen. Beim alten Hund liegt der Beitrag deutlich über dem beim Welpen, das gehört in die Rechnung.
Typische Rechnungen ohne Operation, wie sie in jeder Praxis anfallen. Erstattet wird, was Dein Tarif an Satz und Jahresgrenze hergibt.
Emil ist ein dreijähriger Französischer Bulldogge und kratzt sich seit dem Frühjahr blutig. Die Praxis vermutet eine Futtermittelallergie und beginnt mit der Ausschlussdiät.
Sechs Punkte, an denen sich Tarife mit ähnlichem Beitrag deutlich unterscheiden.
Die Fragen, die uns Halter zur Hundekrankenversicherung am häufigsten stellen.
Die OP-Versicherung zahlt ausschließlich rund um chirurgische Eingriffe. Die Hundekrankenversicherung schließt das mit ein und übernimmt zusätzlich Sprechstunde, Diagnostik, Medikamente, Physiotherapie und je nach Tarif auch Vorsorge. Sie kostet dafür etwa das Doppelte bis Dreifache.
Ja, solange sie bei Vertragsbeginn nicht bekannt waren. Tritt eine Allergie oder eine Gelenkerkrankung nach Ablauf der Wartezeit erstmals auf, wird sie dauerhaft erstattet, im Rahmen der Jahresgrenze. Bekannte Vorerkrankungen bleiben ausgeschlossen.
Das unterscheidet sich stark. Verbreitet ist eine eigene Jahresgrenze zwischen 200 und 500 Euro, oft verbunden mit der Auflage, einmal jährlich eine Prophylaxe machen zu lassen. Einzelne Tarife zahlen Zahnbehandlungen nur nach einem Unfall. Wir gleichen das vorab ab.
Für einen jungen, mittelgroßen Hund liegen die Beiträge marktüblich zwischen 40 und 80 Euro im Monat. Große Rassen, kurznasige Rassen und ein höheres Eintrittsalter liegen darüber. Ein höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag deutlich.
Er lohnt sich vor allem dann, wenn Du eine unerwartete Rechnung über tausend Euro nicht spontan zahlen willst. Bei einem gesunden Hund und ausreichender Rücklage ist die reine OP-Versicherung oft die wirtschaftlichere Wahl. Wir rechnen beide Wege für Deine Situation durch.
Der Wechsel ist möglich, allerdings gelten dann erneut Gesundheitsfragen und Wartezeit. Alles, was zwischenzeitlich aufgetreten ist, bleibt im neuen Vertrag ausgeschlossen. Wer den Vollschutz will, sollte ihn früh nehmen.
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