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Berufs­unfähigkeits­versicherung, die im Ernstfall trägt

Fällt Deine Arbeitskraft aus, ersetzt die BU-Rente Dein Einkommen. Wir zeigen Dir, welche Klauseln darüber entscheiden, ob am Ende gezahlt wird.

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BERUFSUNFÄHIGKEIT

Wovon lebst Du, wenn Arbeiten nicht mehr geht?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt Dir eine monatliche Rente, sobald Du Deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst und dieser Zustand ärztlich für mindestens sechs Monate prognostiziert wird. Maßgeblich ist der Beruf, wie Du ihn zuletzt in gesunden Tagen ausgeübt hast, mit Deiner konkreten Tätigkeit und Deiner Stellung im Betrieb.

Der Staat springt nur schwach ein. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente fragt nicht nach Deinem Beruf, sondern nach jeder denkbaren Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Volle Erwerbsminderung gibt es erst, wenn Du weniger als drei Stunden täglich irgendetwas arbeiten kannst. Wer zwischen drei und sechs Stunden schafft, bekommt die halbe Rente.

Wer nach 2018 in das Berufsleben gestartet ist, hat oft gar keinen Anspruch mehr, weil die Vorversicherungszeit von fünf Jahren fehlt. Genau diese Lücke schließt die private Absicherung.

  • 39,32 % aller Berufsunfähigkeiten gehen im Jahr 2026 auf Nerven- und psychische Erkrankungen zurück (MORGEN & MORGEN)
  • 1.099 € brutto beträgt die durchschnittliche volle Erwerbsminderungsrente im Zugang, davon gehen Kranken- und Pflegeversicherung noch ab
  • 50 % Berufsunfähigkeitsgrad genügen, dann zahlt die BU die volle vereinbarte Rente
LEISTUNGEN

Was leistet eine gute Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Der Leistungsumfang steht in den Bedingungen, im Beitrag ist er kaum sichtbar. Diese Bausteine machen den Unterschied zwischen einem Vertrag, der zahlt, und einem, der Dich vertröstet.

Monatliche Rente ab 50 Prozent

Sinkt Deine Leistungsfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf um mindestens die Hälfte, zahlt der Versicherer die volle vereinbarte Rente. Eine Staffelung nach Grad gibt es in guten Tarifen nicht.

Verzicht auf abstrakte Verweisung

Der Versicherer darf Dich nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den Du theoretisch noch ausüben könntest. Dieser Verzicht gehört zum Pflichtprogramm und steht in jedem empfehlenswerten Tarif.

Prognosezeitraum sechs Monate

Es genügt, wenn der Arzt eine Berufsunfähigkeit von voraussichtlich sechs Monaten bescheinigt. Schwächere Bedingungen verlangen drei Jahre und verschieben die Leistung damit weit nach hinten.

Rückwirkende Leistung

Erkennt der Versicherer erst nach Monaten an, zahlt er ab dem Eintritt der Berufsunfähigkeit nach. Gute Tarife leisten rückwirkend über den gesamten Zeitraum, auch wenn die Sechs-Monats-Frist bereits abgelaufen war.

Nachversicherungs­garantie

Heirat, Geburt, Hauskauf oder ein deutlicher Gehaltssprung erlauben Dir, die Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung anzuheben. Prüfe die Ereignisliste und bis zu welchem Alter sie gilt.

Beitragsdynamik und Leistungsdynamik

Die Beitragsdynamik hebt Deine Rente jedes Jahr an, damit die Inflation sie nicht auffrisst. Die Leistungsdynamik erhöht die Rente auch dann noch weiter, wenn der Leistungsfall bereits läuft.

Weltweiter Schutz

Der Vertrag leistet unabhängig davon, wo Du lebst oder arbeitest. Achte darauf, dass der Versicherer im Leistungsfall auch ärztliche Gutachten aus dem Ausland akzeptiert.

Arbeits­unfähigkeits­klausel

Sie zahlt schon bei einer ärztlich bescheinigten Arbeitsunfähigkeit von meist sechs Monaten, während die Prüfung der Berufsunfähigkeit noch läuft. Damit überbrückst Du die Zeit ohne Krankengeld.

GRENZEN

Wo greift die BU nicht?

Kein Tarif deckt alles ab. Diese Punkte solltest Du kennen, bevor Du unterschreibst.

Vorerkrankungen im Ausschluss

Wer bereits Rücken-, Gelenk- oder psychische Diagnosen in der Akte hat, bekommt den Schutz oft nur mit Zuschlag oder mit einem Leistungsausschluss für genau diesen Bereich. Eine anonyme Risikovoranfrage klärt das vorab, ohne Spuren zu hinterlassen.

Falsche Angaben im Antrag

Die vorvertragliche Anzeigepflicht ist der häufigste Streitpunkt im Leistungsfall. Wer eine Behandlung vergisst, riskiert Rücktritt oder Anfechtung. Frag Deine Krankenkasse vorher nach der Patientenquittung und arbeite die Jahre sauber durch.

Weniger als 50 Prozent Einschränkung

Wer seinen Beruf noch zur Hälfte ausüben kann, erhält keine Leistung. Für diese Fälle gibt es Tarife mit gestaffelter Leistung ab 25 Prozent, sie kosten allerdings spürbar mehr.

Vorsatz und bestimmte Risiken

Vorsätzlich herbeigeführte Gesundheitsschäden sind ausgeschlossen. Einzelne Tarife nehmen zusätzlich Kriegsereignisse, Kernenergie oder das Führen von Luftfahrzeugen aus, hier lohnt der Blick in die Bedingungen.

Ende der Vertragslaufzeit

Endet der Vertrag mit 60, zahlt er auch nur bis dahin. Danach klafft eine Lücke bis zur Altersrente. Sinnvoll ist eine Laufzeit bis zum tatsächlichen Renteneintritt, in der Regel bis 67.

KOSTEN

Was kostet eine Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Beruf, Eintrittsalter und Gesundheitszustand bestimmen den Beitrag. Körperlich arbeitende Berufe zahlen ein Vielfaches dessen, was im Büro fällig wird. Die folgenden Werte sind Marktspannen für eine Rente bis zum 67. Lebensjahr, Stand August 2026.

Monatsbeiträge nach Beruf und Alter
Beruf und Alter
BU-Rente
Monatsbeitrag
Hinweis
Bürokauffrau, 25 Jahre
1.500 €
40 bis 70 €
Günstigste Berufsgruppe, früher Abschluss zahlt sich aus
Bürokaufmann, 31 Jahre
2.000 €
rund 86 €
Sechs Jahre später kostet derselbe Schutz spürbar mehr
Handwerker, 25 Jahre
1.500 €
120 bis 280 €
Drei- bis vierfacher Beitrag gegenüber dem Büro
Selbstständiger Handwerker, 31 Jahre
2.000 €
über 200 €
Selbstständigkeit erhöht die Einstufung zusätzlich
Studentin, 22 Jahre
1.000 €
25 bis 45 €
Studium gilt bei vielen Versicherern als Bürotätigkeit
FALLBEISPIEL

Was passiert, wenn der Rücken nach zwölf Jahren aufgibt?

Ein 38-jähriger Elektroniker mit 3.400 Euro netto bekommt nach einem Bandscheibenvorfall ein dauerhaftes Hebeverbot. Sein Betrieb hat keine Stelle im Innendienst. So läuft der Fall mit einer BU-Rente über 2.000 Euro.

  • Monat 1Krankengeld der Kasse deckt rund 70 Prozent des Bruttoeinkommens, längstens 78 Wochen
  • Monat 4Ärztliches Gutachten bescheinigt eine dauerhafte Einschränkung von mehr als 50 Prozent im ausgeübten Beruf
  • Monat 7Versicherer erkennt an und zahlt rückwirkend ab dem Eintritt, 2.000 Euro monatlich, dazu entfällt der Beitrag
  • Bis 67Rente läuft weiter, die vereinbarte Leistungsdynamik hebt sie jedes Jahr um zwei Prozent an
WORAUF ES ANKOMMT

Woran erkennst Du einen belastbaren Vertrag?

Beim Vergleich zählt der Bedingungstext, der Beitrag steht erst an zweiter Stelle. Diese acht Punkte prüfen wir in jeder Beratung.

  • Höhe der Rente Als Richtwert gelten 70 bis 80 Prozent Deines Nettoeinkommens. Rechne Miete, Kredite und laufende Sparbeiträge zusammen, dann siehst Du die tatsächliche Untergrenze.
  • Laufzeit bis zur Altersrente Endalter 67 ist der Normalfall. Jedes Jahr früher spart Beitrag und reißt genau in der riskantesten Phase eine Lücke.
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung Ohne diesen Verzicht kann der Versicherer Dich auf jede vergleichbare Tätigkeit verweisen, die Du theoretisch noch ausüben könntest.
  • Umgang mit Arztanordnungen Manche Bedingungen verlangen, dass Du zumutbare Behandlungen mitmachst. Sauber formulierte Tarife grenzen ein, was zumutbar ist, und schließen Operationen aus.
  • Nachversicherung ohne Gesundheitsfragen Prüfe, welche Ereignisse zählen und bis zu welchem Alter. Ein Tarif mit breiter Liste ist später viel wert, wenn sich Dein Einkommen verdoppelt.
  • Regelung bei Umorganisation Selbstständige müssen ihren Betrieb oft erst umorganisieren, bevor geleistet wird. Gute Tarife begrenzen diese Pflicht auf zumutbare Fälle und nehmen kleine Betriebe aus.
  • Leistung bei Pflege und Infektionsklausel Wer beruflich mit einem Tätigkeitsverbot rechnen muss, etwa im Gesundheitswesen, braucht eine Infektionsklausel, die das behördliche Verbot als Berufsunfähigkeit anerkennt.
  • Stabilität des Versicherers Der Unterschied zwischen Brutto- und Nettobeitrag zeigt, wie viel Spielraum der Versicherer für spätere Erhöhungen hat. Eine dauerhaft niedrige Überschussbeteiligung ist ein Warnsignal.
DEINE ANSPRECHPARTNER

Du willst wissen, ob Dein Vertrag im Ernstfall wirklich zahlt.

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FAQ

Die Fragen, die uns in der Beratung zur Berufsunfähigkeit am häufigsten gestellt werden.

Abschluss
Leistungsfall
Beitrag und Steuer
Ab wann lohnt sich der Abschluss?

So früh wie möglich, weil der Beitrag mit dem Eintrittsalter steigt und die Gesundheitsprüfung mit jedem Jahr schwieriger wird. Schüler ab 15 Jahren, Auszubildende und Studierende bekommen den Schutz zu den besten Konditionen und sichern sich die Bedingungen für Jahrzehnte.

Wie hoch sollte die BU-Rente sein?

Rechne mit 70 bis 80 Prozent Deines aktuellen Nettoeinkommens. Wichtig ist die Untergrenze aus Miete, Krediten, Versicherungsbeiträgen und Lebenshaltung. Wer die Rente zu knapp wählt, muss im Leistungsfall trotzdem den Lebensstandard aufgeben.

Was passiert bei Vorerkrankungen?

Wir stellen eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern. Dabei erfährt kein Unternehmen Deinen Namen, es gibt keinen Eintrag in das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft und Du siehst vorab, wer zu welchen Bedingungen annimmt.

Brauche ich eine ärztliche Untersuchung?

In den meisten Fällen genügen die Gesundheitsfragen im Antrag. Ab bestimmten Rentenhöhen, häufig ab 2.500 Euro monatlich, oder ab einem höheren Eintrittsalter verlangen Versicherer einen Arztbericht oder eine ärztliche Untersuchung.

Wann gilt man als berufsunfähig?

Wenn Du Deinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich für mindestens sechs Monate zu wenigstens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Bewertet wird die Tätigkeit, wie sie zuletzt in gesunden Tagen ausgesehen hat, mit Arbeitszeit, körperlicher Belastung und Verantwortung.

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Von der Meldung bis zur Entscheidung vergehen im Marktdurchschnitt rund fünf bis sechs Monate, bei psychischen Diagnosen häufig länger. Erkennt der Versicherer an, zahlt er rückwirkend ab dem Eintritt der Berufsunfähigkeit.

Wie oft wird abgelehnt?

Über alle Diagnosen hinweg werden rund drei Viertel bis vier Fünftel der Anträge anerkannt. Bei psychischen Erkrankungen liegt die Anerkennungsquote mit etwa 75 Prozent am unteren Rand, weil sich Grad und Prognose dort schwerer bestimmen lassen.

Muss ich meinen Arbeitgeber informieren?

Gegenüber dem Versicherer nicht. Für die Leistungsprüfung brauchst Du allerdings eine Tätigkeitsbeschreibung, die Dein Arbeitgeber bestätigt. Der Versicherungsvertrag selbst geht Deinen Arbeitgeber nichts an.

Warum unterscheiden sich Brutto- und Nettobeitrag?

Der Bruttobeitrag ist der vertraglich vereinbarte Höchstbeitrag, den Nettobeitrag zahlst Du tatsächlich, weil Überschüsse ihn senken. Fallen die Überschüsse, darf der Versicherer bis zum Bruttobeitrag anheben. Ein geringer Abstand zwischen beiden Werten bedeutet mehr Planungssicherheit.

Kann ich die Beiträge absetzen?

Beiträge zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Der Höchstbetrag von 1.900 Euro bei Angestellten ist durch die Krankenversicherung meist schon ausgeschöpft, deshalb wirkt sich der Abzug in der Praxis selten aus.

Wird die BU-Rente besteuert?

Ja, allerdings nur mit dem Ertragsanteil. Er richtet sich nach der voraussichtlichen Laufzeit der Rente und liegt bei langen Laufzeiten im niedrigen zweistelligen Bereich. Auf eine BU-Rente von 2.000 Euro fällt deshalb in der Regel wenig oder keine Steuer an.

Was kostet eine Erhöhung später?

Bei einer Nachversicherung ohne Gesundheitsprüfung zahlst Du den Beitrag, der Deinem dann erreichten Alter entspricht. Deshalb lohnt es sich, die Rente früh hoch genug anzusetzen.

Unser COVAGO Service­versprechen

Unsere Werte machen den Unterschied. Für jede Generation. Transparent. Persönlich. Verlässlich.

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