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Geldanlage für Kinder: Wie gehe ich vor?

Du möchtest für dein Kind Geld anlegen und fragst dich, wie du das am besten anstellst?

Das ist eine der klügsten Entscheidungen, die du als Elternteil treffen kannst. Wer frühzeitig für Kinder Geld anlegt, nutzt den stärksten Hebel überhaupt: die Zeit. Der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass selbst kleine monatliche Beträge über 18 Jahre zu beachtlichen Summen heranwachsen können.

Ein Beispiel macht das deutlich: Wer das Kindergeld von 255 Euro monatlich vollständig in einen ETF-Sparplan mit 6 Prozent Rendite investiert, hat nach 18 Jahren rund 95.700 Euro angespart – bei nur 55.080 Euro tatsächlicher Einzahlung. Die restlichen 40.620 Euro sind reine Rendite durch den Zinseszinseffekt.

Warum sollte ich überhaupt Geld für mein Kind anlegen?

Die Zeiten, in denen Eltern das Geld ihrer Kinder auf ein Sparbuch gelegt haben und sich keine weiteren Gedanken machen mussten, sind definitiv vorbei.

Bei den aktuellen Sparbuchzinsen von 0,001 bis 0,5 Prozent verlierst du durch die Inflation real an Kaufkraft, und das über einen Zeitraum von 18 Jahren ist ein dramatischer Verlust.

Welche Kosten kommen auf mein Kind zu?

Dein Kind wird in den nächsten zwei Jahrzehnten vor enormen finanziellen Herausforderungen stehen, die du heute vielleicht noch nicht im vollen Umfang siehst.

Der Führerschein kostet mittlerweile zwischen 2.500 und 4.000 Euro, eine Ausbildung oder ein Studium erfordert oft finanzielle Unterstützung für Lebenshaltungskosten, Studienmaterialien oder teure Auslandsaufenthalte. Die erste eigene Wohnung braucht eine Grundausstattung, und später kommen möglicherweise eine Hochzeit, Immobilienerwerb oder die eigene Familiengründung dazu.

Gleichzeitig wird die gesetzliche Rente für die heutige Kindergeneration voraussichtlich noch weniger ausreichen als für uns, weshalb private Altersvorsorge unverzichtbar wird. Wenn du heute schon den Grundstein für die Altersvorsorge deines Kindes legst, kann es später entspannter ins Berufsleben starten und muss nicht unter Zeitdruck hohe Sparraten aufbringen.

Wie mächtig ist der Zinseszinseffekt wirklich?

Der Zinseszinseffekt ist bei der Geldanlage für Kinder besonders kraftvoll, weil du einen Anlagehorizont von 18 Jahren oder mehr hast. Das bedeutet, dass nicht nur dein eingezahltes Geld Rendite erwirtschaftet, sondern auch die bereits erzielten Gewinne wieder Rendite abwerfen. Dieser Effekt verstärkt sich exponentiell mit der Zeit und macht den entscheidenden Unterschied zwischen frühem und spätem Sparbeginn.

Welche Anlageformen gibt es für Kinder?

Bei der Geldanlage für Kinder stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die sich in Rendite, Risiko, Kosten und Flexibilität deutlich unterscheiden. Die Wahl der richtigen Anlageform hängt von deinen Zielen, deiner Risikobereitschaft und dem geplanten Verwendungszweck ab.

Warum ist der ETF-Sparplan die erste Wahl für Kinder?

Ein ETF-Sparplan auf einen breit gestreuten Welt-ETF ist die renditesstärkste und kosteneffizienteste Anlageform für Kinder und sollte das Herzstück deiner Anlagestrategie bilden. Historisch haben weltweite Aktien-ETFs durchschnittlich 6 bis 8 Prozent Rendite pro Jahr erzielt, während die laufenden Kosten bei nur 0,05 bis 0,22 Prozent pro Jahr liegen. Sparpläne starten bei den meisten Anbietern bereits ab 1 Euro monatlich, was den Einstieg auch mit kleinen Beträgen ermöglicht.

Die Vorteile sind überzeugend und machen ETF-Sparpläne zur idealen Lösung für den langfristigen Vermögensaufbau:

  • Höchste Rendite unter allen verfügbaren Anlageformen für den Langzeithorizont
  • Sehr niedrige laufende Kosten, die die Rendite nicht auffressen
  • Maximale Diversifikation über tausende Unternehmen weltweit
  • Flexible Sparraten ab 1 Euro monatlich mit jederzeit möglichen Anpassungen
  • Automatischer Cost-Average-Effekt durch regelmäßige Käufe zu verschiedenen Kursen
  • Perfekte Eignung für den langen Anlagehorizont von 18 oder mehr Jahren

Die wenigen Nachteile solltest du kennen, aber sie sprechen nicht gegen ETF-Sparpläne:

  • Kursschwankungen sind zwischenzeitlich möglich, aber bei 18 Jahren Laufzeit historisch irrelevant
  • Das Kapital sollte nicht kurzfristig benötigt werden, was bei Kinderanlagen aber der Normalfall ist
  • Es gibt keinen garantierten Zinssatz, aber die historische Entwicklung ist eindeutig positiv

Wann macht Tagesgeld für Kinder Sinn?

Tagesgeldkonten bieten maximale Flexibilität und Sicherheit durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro, aber sie sind als alleinige Anlageform für den langfristigen Vermögensaufbau völlig ungeeignet. Aktuell sind Zinsen bis etwa 3,2 Prozent möglich, diese schwanken jedoch stark und können jederzeit sinken.

Bei dauerhaft 2 Prozent Zinsen über 18 Jahre und einer monatlichen Sparrate von 150 Euro ergibt sich ein Endkapital von etwa 39.000 Euro, was rund 18.000 Euro weniger ist als bei einem ETF-Sparplan mit 6 Prozent Rendite. Tagesgeld solltest du daher nur als Ergänzung zum ETF-Sparplan nutzen oder für kurzfristige Sparziele, bei denen du das Geld innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre brauchst.

Ist Festgeld eine Option für Kinderersparnisse?

Beim Festgeld wird ein Geldbetrag für einen festen Zeitraum zu einem garantierten Zinssatz angelegt, wobei das Kapital während der Laufzeit komplett gebunden ist. Aktuell sind bis zu 2,8 bis 3,2 Prozent für Laufzeiten zwischen 1 und 3 Jahren möglich. Festgeld eignet sich hauptsächlich für größere Einmalbeträge, die du zu besonderen Anlässen wie Taufe, Kommunion oder Konfirmation erhalten hast und die in absehbarer Zeit für konkrete Ausgaben gebraucht werden.

Für den langfristigen Vermögensaufbau über 18 Jahre ist Festgeld aber keine gute Lösung, weil die Rendite zu niedrig ist und du kontinuierlich neue Festgeldverträge abschließen müsstest, ohne zu wissen, wie sich die Zinsen entwickeln.

Warum sollte ich Finger weg von Bausparverträgen lassen?

Bausparverträge für Kinder werden oft beworben, weil sie bereits ab dem ersten Lebenstag abgeschlossen werden können und unter 25-Jährigen nach 7 Jahren die freie Verwendung des Guthabens ermöglichen. Die Realität sieht ernüchternd aus: Die Guthabenzinsen liegen bei nur 0,1 bis 0,45 Prozent, die Abschlusskosten sind hoch, und die Verträge sind unflexibel.

Für den reinen Vermögensaufbau sind Bausparverträge nicht empfehlenswert, weil du mit einem ETF-Sparplan über 18 Jahre ein Vielfaches an Rendite erzielst. Nur wenn dein Kind später tatsächlich eine Immobilie kaufen will und das Bauspardarlehen zu günstigen Konditionen nutzen kann, könnte ein Bausparvertrag sinnvoll sein.

Was ist von Ausbildungsversicherungen zu halten?

Ausbildungsversicherungen werden von Banken und Versicherungen oft als „optimale Lösung zum Sparen für Kinder“ vermarktet, aber sie sind in der Regel teuer, unflexibel und renditeschwach. Die Verbraucherzentrale rät explizit von Ausbildungsversicherungen ab, weil die hohen Kosten und die schlechten Renditen sie zu einer der schlechtesten Anlageformen für Kinder machen.

Du zahlst oft jahrelang mehr in Verwaltungskosten und Provisionen, als du an Rendite erhältst, und bist durch lange Vertragslaufzeiten gebunden. Ein simpler ETF-Sparplan ist transparenter, flexibler und renditestarker.

Sind Robo-Advisor eine Alternative für Kinderanlagen?

Für Eltern, die sich nicht selbst um die ETF-Auswahl kümmern möchten, bieten Robo-Advisor eine automatische Portfolioverwaltung mit professioneller Zusammenstellung und automatischem Rebalancing. Die wichtigsten Anbieter haben auch Kinderdepots im Programm:

AnbieterMindestanlageSparplan abKosten p.a.Kinderdepot
Oskar1.000 Euro25 Euro0,70-1,00% + 0,15% ETF-Kosten✅ Ja
Quirion1 Euro25 Euro0,48%✅ Ja
Growney500 Euro1 Euro0,38-0,68%✅ Ja (auf Elternnamen)

Der Hauptvorteil liegt darin, dass du kein eigenes Finanzwissen brauchst und eine professionelle Portfolio-Zusammenstellung mit automatischem Rebalancing bekommst. Der entscheidende Nachteil sind die höheren Kosten von 0,5 bis 1,0 Prozent jährlich gegenüber 0,1 bis 0,2 Prozent bei einem selbst verwalteten ETF-Sparplan. Über 18 Jahre kann dieser Kostenunterschied mehrere tausend Euro ausmachen.

Wann ist eine ETF-Rentenversicherung für Kinder sinnvoll?

Eine ETF-Rentenversicherung kombiniert die Renditechancen von ETFs mit einem Versicherungsmantel und hat spezielle Vorteile für Kinderanlagen. Interne Umschichtungen sind steuerfrei möglich, das angesparte Vermögen wird bei BAföG nicht als Vermögen angerechnet, die volle Kontrolle über die Auszahlung bleibt bei den Eltern, und es gibt steuerliche Vorteile bei der späteren Auszahlung.

Der Hauptnachteil sind die höheren laufenden Kosten im Vergleich zu einem reinen ETF-Sparplan. Eine ETF-Rentenversicherung macht dann Sinn, wenn du dir die volle Kontrolle über das Geld bis zum Studienabschluss deines Kindes bewahren willst und gleichzeitig sicherstellen möchtest, dass das Vermögen den BAföG-Anspruch nicht gefährdet.

Auf wessen Namen sollte ich das Geld anlegen?

Diese Entscheidung ist eine der wichtigsten bei der Geldanlage für Kinder und hat weitreichende Konsequenzen für Steuern, BAföG, Kontrolle über das Vermögen und viele andere Aspekte. Du hast grundsätzlich drei Optionen mit jeweils unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Wie funktioniert ein Kinderdepot auf den Namen des Kindes?

Bei einem Kinderdepot wird das Wertpapierdepot direkt auf den Namen des minderjährigen Kindes eröffnet, wodurch das Kind rechtlicher Eigentümer des Depots und der darin enthaltenen Wertpapiere wird. Du als gesetzlicher Vertreter verwaltest das Depot treuhänderisch bis zur Volljährigkeit, hast aber bestimmte rechtliche Beschränkungen bei der Verwendung.

Die Vorteile eines Kinderdepots sind steuerlich sehr attraktiv:

  • Eigene Steuerfreibeträge des Kindes werden nutzbar – bis etwa 13.100 Euro jährlich können Kapitalerträge steuerfrei bleiben
  • Das angesparte Geld gehört rechtlich dem Kind und kann nicht von Gläubigern der Eltern gepfändet werden
  • Schenkungsfreibeträge werden sofort genutzt – 400.000 Euro pro Elternteil alle 10 Jahre
  • Die Eltern dürfen das Geld nicht für eigene Zwecke verwenden, was Rechtssicherheit für das Kind schafft

Die Nachteile können aber problematisch werden:

  • Ab dem 18. Geburtstag verfügt das Kind vollständig und allein über das gesamte Vermögen
  • Vermögen über 15.000 Euro wird voll auf den BAföG-Anspruch angerechnet
  • Bei Kapitalerträgen über 505 Euro monatlich kann die kostenlose Familienversicherung entfallen
  • Die Eltern können das Vermögen später nicht zurückholen, auch wenn das Kind es verschwendet
  • Bei Trennung der Eltern kann es zu komplizierten Streitigkeiten um die Verwaltung kommen

Was spricht für ein Depot auf Elternnamen?

Wenn du das Depot auf deinen eigenen Namen eröffnest, behältst du die volle Kontrolle über das angesparte Vermögen und entscheidest selbst, wann und in welcher Höhe du Geld an dein Kind weitergibst. Das kann als Unterdepot oder als separates Depot für das Kind geführt werden.

Die Vorteile dieser Variante sind:

  • Vollständige Kontrolle über das Vermögen bis zur gewünschten Übertragung ans Kind
  • Kein BAföG-Problem, weil das Vermögen der Eltern anders bewertet wird
  • Möglichkeit von Überraschungsgeschenken, weil das Kind nichts von dem angesparten Betrag weiß
  • Kein Risiko, dass das Kind mit 18 Jahren alles auf einmal ausgibt
  • Flexibilität bei der Verwendung für verschiedene Zwecke je nach Lebenssituation

Die Nachteile sind ebenfalls erheblich:

  • Die eigenen Steuerfreibeträge des Kindes können nicht genutzt werden
  • Kapitalerträge belasten den eigenen Sparerpauschbetrag der Eltern
  • Bei späterer Übertragung ans Kind kann Schenkungssteuer anfallen, wenn die Freibeträge überschritten werden
  • Im Insolvenzfall der Eltern ist das Vermögen nicht vor deren Gläubigern geschützt
  • Rechtlich bleibt das Geld Vermögen der Eltern mit allen entsprechenden Risiken

Wann ist die ETF-Rentenversicherung die beste Lösung?

Die ETF-Rentenversicherung ist ein Kompromiss zwischen Kinderdepot und eigenem Depot und kann in bestimmten Situationen die optimale Lösung sein. Besonders interessant wird sie durch ihre BAföG-Neutralität und die vollständige Kontrolle der Eltern.

Die Vorteile der ETF-Rentenversicherung im Überblick:

  • Vollständig BAföG-neutral, weil sie nicht als Vermögen des Kindes angerechnet wird
  • Eltern behalten die volle Kontrolle über Auszahlung und Verwendung
  • Steuerfreie Umschichtungen innerhalb der Versicherung sind möglich
  • Deutliche Steuervorteile bei späterer Auszahlung durch Ertragsanteilsbesteuerung

Die Nachteile beschränken sich hauptsächlich auf:

  • Höhere laufende Kosten von 0,5 bis 1,5 Prozent jährlich
  • Weniger Flexibilität als bei einem reinen Depot
  • Kündigung vor Laufzeitende kann zu Verlusten führen
  • Komplexere Struktur als ein normaler ETF-Sparplan

Die Entscheidungshilfe zeigt dir die wichtigsten Kriterien im direkten Vergleich:

KinderdepotEigenes DepotETF-Rentenversicherung
Steuerfreibeträge Kind✅ Bis ca. 13.100 Euro/Jahr❌ Nein❌ Nein
Kontrolle über das Geld❌ Ab 18 vollständig weg✅ Vollständige Kontrolle✅ Vollständige Kontrolle
BAföG-Auswirkung⚠️ Freibetrag nur 15.000 Euro✅ Kein negativer Einfluss✅ Kein negativer Einfluss
Familienversicherung⚠️ Ab 505 Euro/Monat Einkünfte✅ Kein Einfluss✅ Kein Einfluss
Jährliche KostenSehr gering (0,1-0,2%)Sehr gering (0,1-0,2%)Mittel (0,5-1,5%)
Pfändungsschutz✅ Vor Gläubigern der Eltern❌ Nein✅ Ja

Finanztip empfiehlt für die meisten Familien das Kinderdepot, weil die Steuervorteile in der Regel die Nachteile überwiegen. Wenn du BAföG-Schutz und volle Kontrolle haben willst, ist die ETF-Rentenversicherung die bessere Wahl.

Welche steuerlichen Aspekte muss ich beachten?

Die steuerlichen Regelungen bei Kinderanlagen sind komplex, aber wenn du sie richtig nutzt, kannst du mehrere tausend Euro an Steuern sparen. Jedes Kind hat eigene steuerliche Freibeträge, die du optimal ausschöpfen solltest.

Welche Steuerfreibeträge hat mein Kind?

Jedes Kind verfügt über eigene steuerliche Freibeträge, die bei geschickter Nutzung dazu führen können, dass Kapitalerträge bis zu etwa 13.384 Euro jährlich komplett steuerfrei bleiben:

  • Sparerpauschbetrag: 1.000 Euro pro Jahr für Kapitalerträge
  • Grundfreibetrag: 12.348 Euro für das gesamte Einkommen in 2026
  • Sonderausgabenpauschale: 36 Euro jährlich

Da Kinder in der Regel kein anderes Einkommen haben, können Kapitalerträge bis zu dieser Gesamtsumme vollständig steuerfrei bleiben, was bei einem Kinderdepot einen enormen Vorteil gegenüber einem Depot auf Elternnamen darstellt.

Wie funktioniert der Freistellungsauftrag?

Der Freistellungsauftrag ist das einfachste Steuerinstrument und deckt den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro ab. Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank automatisch 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag ab, selbst bei Erträgen unter 1.000 Euro. Du solltest den Freistellungsauftrag daher direkt bei der Depoteröffnung einrichten und die vollen 1.000 Euro ausschöpfen.

Wann brauche ich eine Nichtveranlagungsbescheinigung?

Die Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) ist das wichtigste Steuerinstrument für Kinderdepots mit höheren Erträgen und wird beim zuständigen Finanzamt beantragt. Sie bewirkt, dass die Bank überhaupt keine Abgeltungssteuer einbehält, auch bei Erträgen über 1.000 Euro, und gilt in der Regel für 3 Jahre.

Die NV-Bescheinigung lohnt sich, sobald die Kapitalerträge deines Kindes dauerhaft über dem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro liegen, was typischerweise ab einem Depotwert von etwa 25.000 bis 30.000 Euro bei thesaurierenden ETFs der Fall ist. Voraussetzung ist, dass die Gesamteinkünfte des Kindes unter dem Grundfreibetrag bleiben.

Wie hoch sind die Schenkungsfreibeträge?

Bei der Geldanlage für Kinder spielen Schenkungsfreibeträge eine wichtige Rolle, weil sie bestimmen, wie viel Geld verschiedene Verwandte steuerfrei übertragen können:

  • Elternteil zu Kind: 400.000 Euro pro Elternteil alle 10 Jahre
  • Großelternteil zu Enkel: 200.000 Euro alle 10 Jahre
  • Pate oder sonstige Personen zu Kind: 20.000 Euro alle 10 Jahre

Da jeder Elternteil einen eigenen Freibetrag hat, können Mutter und Vater zusammen 800.000 Euro pro Kind steuerfrei übertragen. Bei Großeltern sind es 400.000 Euro von beiden Großelternteilen zusammen. Diese Freibeträge erneuern sich alle 10 Jahre vollständig.

Wie wirkt sich das Kinderdepot auf BAföG und Familienversicherung aus?

Diese beiden Aspekte können bei größeren Sparbeträgen problematisch werden und sollten unbedingt in deine Überlegungen einbezogen werden, bevor du dich für ein Kinderdepot entscheidest.

Was passiert beim BAföG-Antrag?

Vermögen auf dem Namen des Kindes wird bei der BAföG-Berechnung vollständig als eigenes Vermögen des Kindes angerechnet, und der Freibetrag für unter 30-jährige ledige Studierende beträgt nur 15.000 Euro. Alles darüber reduziert den BAföG-Anspruch erheblich oder führt zum kompletten Wegfall der Förderung.

Ein praktisches Beispiel verdeutlicht das Problem: Ein Kinderdepot mit 38.000 Euro zum 18. Geburtstag führt zu 23.000 Euro über dem Freibetrag, wodurch der BAföG-Anspruch um etwa 1.900 Euro monatlich gekürzt wird oder komplett entfällt. Das angesparte Geld muss dann zuerst für Lebenshaltungskosten und Studiengebühren verwendet werden.

Mögliche Lösungsansätze für das BAföG-Problem sind:

  • Das Depot von vornherein auf Elternnamen führen, weil Vermögen der Eltern anders bewertet wird
  • Eine ETF-Rentenversicherung wählen, die BAföG-neutral ist
  • Das Vermögen vor dem BAföG-Antrag teilweise für sinnvolle Ausgaben verwenden wie Auto, Auslandsaufenthalt oder Studienausstattung
  • Bewusst in Kauf nehmen, dass kein BAföG gezahlt wird, weil das Kind durch das Depot finanziell bereits gut versorgt ist

Wann ist die Familienversicherung gefährdet?

Kinder sind normalerweise bis zum 25. Lebensjahr kostenlos in der gesetzlichen Familienversicherung mitversichert, aber nur solange ihre Einkünfte unter 505 Euro monatlich oder 6.060 Euro jährlich liegen. Bei thesaurierenden ETFs ist dieses Risiko sehr gering, weil keine laufenden Ausschüttungen anfallen und nur die Vorabpauschale als Einkünfte gilt.

Bei ausschüttenden ETFs oder Dividendenfonds können jedoch hohe Ausschüttungen die Grenze überschreiten und dazu führen, dass das Kind sich selbst krankenversichern muss. Die Empfehlung ist daher eindeutig: Wähle thesaurierende ETFs für Kinderdepots, um die Familienversicherung nicht zu gefährden und gleichzeitig von der optimalen Wiederanlage der Erträge zu profitieren.

Welche ETFs sind für Kinder am besten geeignet?

Für den langfristigen Vermögensaufbau über 18 Jahre empfehlen Experten einen einzigen, breit gestreuten Welt-ETF, der automatisch die Dividenden reinvestiert. Diese thesaurierenden ETFs sind sowohl steuerlich als auch praktisch die beste Wahl für Kinderanlagen.

Welche Welt-ETFs sollte ich für mein Kind wählen?

Die Auswahl an geeigneten Welt-ETFs ist groß, aber die Unterschiede zwischen den Top-Empfehlungen sind gering. Wichtiger als die perfekte ETF-Auswahl ist, überhaupt anzufangen und kontinuierlich zu sparen. Diese ETFs haben sich als besonders geeignet für Kinderanlagen erwiesen:

ETFISINTERFondsgrößeTyp
iShares Core MSCI WorldIE00B4L5Y9830,20%112,6 Mrd. EuroThesaurierend
Xtrackers MSCI WorldIE00BJ0KDQ920,12%16,7 Mrd. EuroThesaurierend
SPDR MSCI WorldIE00BFY0GT140,12%14,4 Mrd. EuroThesaurierend
Vanguard FTSE All-WorldIE00BK5BQT800,22%ca. 13 Mrd. EuroThesaurierend
UBS Core MSCI WorldIE00BD4TXV590,06%7,2 Mrd. EuroThesaurierend
BNP Paribas Easy MSCI WorldIE000A0GH0760,05%69 Mio. EuroThesaurierend

Der iShares Core MSCI World ist der größte und bekannteste ETF und daher besonders sicher, während der BNP Paribas Easy MSCI World die niedrigsten laufenden Kosten hat. Für Kinderanlagen ist jeder dieser ETFs eine ausgezeichnete Wahl.

MSCI World oder FTSE All-World – was ist besser?

Die beiden wichtigsten Weltindizes haben unterschiedliche Schwerpunkte, aber beide sind für Kinderanlagen hervorragend geeignet:

IndexUnternehmenLänderSchwellenländerEmpfehlung
MSCI Worldca. 1.30023 Industrieländer❌ Nein✅ Solides Basisinvestment
FTSE All-Worldca. 3.70049 Länder✅ Ja (ca. 10%)✅✅ Breiteste Streuung
MSCI ACWIca. 2.80047 Länder✅ Ja (ca. 10%)✅✅ Gute Alternative

Die Empfehlung für Kinderanlagen ist klar: Ein einziger thesaurierender Welt-ETF reicht völlig aus, und die Unterschiede zwischen MSCI World und FTSE All-World sind für 18 Jahre Anlagehorizont vernachlässigbar. Wichtiger ist, überhaupt zu starten und kontinuierlich zu sparen.

Was bringt die neue Frühstart-Rente ab 2026?

Die Bundesregierung führt 2026 ein neues staatliches Förderprogramm ein, mit dem Kinder automatisch den Einstieg in die kapitalgedeckte Altersvorsorge erhalten. Diese Frühstart-Rente könnte die Altersvorsorge für die kommende Generation grundlegend verändern.

Wie funktioniert die staatliche Förderung?

Die Frühstart-Rente startet voraussichtlich am 1. Januar 2027, wobei die Zahlungen rückwirkend ab 1. Januar 2026 erfolgen. Der Staat zahlt 10 Euro pro Monat oder 120 Euro jährlich in ein individuelles Altersvorsorgedepot für Kinder vom 6. bis zum 18. Lebensjahr, was eine Gesamtförderung von bis zu 1.440 Euro über 12 Jahre bedeutet.

Aus Budgetgründen wird 2026 zunächst nur der Jahrgang 2020 (6-Jährige) berücksichtigt, weitere Jahrgänge sollen schrittweise ab 2029 folgen. Die wichtigsten Eckpunkte der Frühstart-Rente im Überblick:

  • Startzeitpunkt: Ab dem 6. Lebensjahr des Kindes
  • Staatliche Förderung: 10 Euro monatlich bis zum 18. Lebensjahr
  • Anlageform: ETFs und Fonds sind erlaubt, keine Derivate oder Kryptowährungen
  • Depot: Die Eltern eröffnen bei einem Anbieter ihrer Wahl das entsprechende Depot
  • Nachbesparung: Ab 18 Jahren können freiwillige Eigenbeiträge eingezahlt werden
  • Aufstockung: Eltern und Großeltern können zusätzlich einzahlen
  • Kapitalsperre: Kein Zugriff vor dem gesetzlichen Rentenalter von 67 Jahren
  • Steuern: Erträge sind in der Ansparphase steuerfrei, nachgelagerte Besteuerung in der Rente
  • Vererbung: Bei Tod vor Rentenbeginn geht das Kapital an die Erben

Wie viel Rente bringt die Frühstart-Förderung?

Die langfristigen Auswirkungen der Frühstart-Rente können beeindruckend sein, wenn man die Macht des Zinseszinseffekts über fast 50 Jahre betrachtet.

Szenario 1 – Nur staatliche Förderung (10 Euro monatlich, 12 Jahre): Bei einer Rendite von 6 Prozent jährlich über 49 Jahre von 18 bis 67 führen die 1.440 Euro Staatsförderung zu einem Endvermögen von etwa 36.000 Euro, was einer zusätzlichen Monatsrente von etwa 216 Euro über 20 Jahre entspricht.

Szenario 2 – Staatliche Förderung plus eigene Beiträge: Wenn zusätzlich zu den 1.440 Euro staatlicher Förderung ab dem 18. Lebensjahr monatlich 100 Euro eingezahlt werden, entstehen Gesamtbeiträge von 60.240 Euro, die bei 6 Prozent Rendite zu einem Endvermögen von etwa 240.000 Euro führen. Das entspricht einer monatlichen Zusatzrente von etwa 1.440 Euro über 20 Jahre.

Was ändert sich beim Altersvorsorgedepot ab 2027?

Parallel zur Frühstart-Rente kommt das reformierte Altersvorsorgedepot, das die alte Riester-Rente ersetzen und deutlich attraktiver machen soll. Die wichtigsten Verbesserungen:

  • Grundzulage: Bis zu 480 Euro jährlich bei 1.800 Euro Eigenbeitrag, beitragsproportional gestaffelt
  • Kinderzulage: 25 Prozent Zuschuss pro gespartem Euro pro Kind, maximal 300 Euro pro Kind und Jahr
  • Sonderausgabenabzug: Bis zu 1.800 Euro plus Zulagen können steuerlich geltend gemacht werden
  • Ohne Garantiepflicht: Erstmals sind Produkte ohne 100-Prozent-Beitragsgarantie möglich, was höhere Renditechancen ermöglicht
  • Niedriger Mindestbeitrag: Ab 2027 nur noch 120 Euro jährlich statt wie bisher deutlich mehr
  • Mehr Flexibilität: Maximal 2 förderfähige Verträge pro Person

Für Eltern bedeutet das neue Altersvorsorgedepot, dass die staatlich geförderte Altersvorsorge erstmals mit ETFs möglich wird und deutlich bessere Renditen ermöglichen soll als die bisherige Riester-Rente. Die Kinderzulagen von bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr machen es besonders für Familien sehr attraktiv.

Wie viel Vermögen kann ich mit verschiedenen Sparraten aufbauen?

Der Zinseszinseffekt über 18 Jahre ist beeindruckend, und schon kleine regelmäßige Beträge können zu erheblichen Summen anwachsen. Diese Berechnungen zeigen dir, was mit verschiedenen monatlichen Sparraten bei unterschiedlichen Renditen möglich ist und verdeutlichen, warum ein früher Start so wichtig ist.

Die Kraft des Zinseszinseffekts über 18 Jahre bei verschiedenen monatlichen Sparraten:

Monatliche SparrateEingezahlt (18 Jahre)Bei 2% (Tagesgeld)Bei 6% (ETF)Bei 7% (ETF)
25 Euro5.400 Euroca. 6.500 Euroca. 9.570 Euroca. 10.700 Euro
50 Euro10.800 Euroca. 13.000 Euroca. 19.140 Euroca. 21.400 Euro
100 Euro21.600 Euroca. 26.000 Euroca. 38.280 Euroca. 43.400 Euro
150 Euro32.400 Euroca. 39.000 Euroca. 57.400 Euroca. 65.000 Euro
200 Euro43.200 Euroca. 52.000 Euroca. 76.500 Euroca. 87.000 Euro
255 Euro (Kindergeld)55.080 Euroca. 66.200 Euroca. 95.700 Euroca. 110.500 Euro

Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll den Unterschied zwischen verschiedenen Anlageformen: Während Tagesgeld mit 2 Prozent bei 100 Euro monatlich nach 18 Jahren etwa 26.000 Euro ergibt, sind es bei einem ETF-Sparplan mit 6 Prozent bereits 38.280 Euro – ein Unterschied von über 12.000 Euro oder fast 50 Prozent mehr Endkapital.

Ein zusätzlicher Startbetrag als Einmalanlage kann den Effekt noch verstärken:

EinmalanlagePlus monatlichEndkapital bei 6%
5.000 Euro bei Geburt100 Euro/Monatca. 52.600 Euro
10.000 Euro bei Geburt100 Euro/Monatca. 66.900 Euro
20.000 Euro bei Geburt100 Euro/Monatca. 95.500 Euro

Ein größerer Startbetrag, den du beispielsweise zur Geburt, Taufe oder von Großeltern erhältst, kann also einen erheblichen Unterschied beim Endkapital machen und sollte unbedingt angelegt werden.

Was passiert am 18. Geburtstag mit dem Kinderdepot?

Der 18. Geburtstag deines Kindes markiert einen wichtigen Wendepunkt bei der Geldanlage, weil sich die rechtliche Situation grundlegend ändert. Wenn du ein Depot auf den Namen deines Kindes geführt hast, solltest du dich rechtzeitig auf diesen Übergang vorbereiten.

Wie läuft der automatische Übergang ab?

Mit dem 18. Geburtstag geht das Kinderdepot automatisch in die alleinige Verfügungsgewalt deines Kindes über, ohne dass du oder dein Kind aktiv werden müsstet. Die wichtigsten Änderungen:

  • Du als Elternteil verlierst sämtliche Zugriffsrechte auf das Depot und die Konten
  • Nur dein Kind darf ab diesem Zeitpunkt über das Depot verfügen und Entscheidungen treffen
  • Du erhältst keine Auskünfte mehr über Kontostände, Käufe oder Verkäufe
  • Die Bank überträgt die Kontrolle automatisch und sendet die neuen Zugangsdaten per Post an dein Kind
  • Dein Kind muss sich selbst legitimieren per VideoIdent oder PostIdent

Wie bereite ich mein Kind auf die Verantwortung vor?

Der Übergang der Depot-Kontrolle sollte nicht überraschend kommen, sondern gut vorbereitet werden. Wichtige Schritte zur Vorbereitung:

  • Rechtzeitig das Gespräch suchen: Spätestens ein Jahr vor dem 18. Geburtstag solltest du mit deinem Kind über das angesparte Vermögen, die Anlagestrategie und die Verantwortung sprechen, die damit verbunden ist.
  • Finanzbildung vermitteln: Dein Kind sollte vor dem Zugriff auf das Depot grundlegendes Finanzwissen haben und verstehen, wie ETFs funktionieren, warum langfristiges Sparen sinnvoll ist und welche Risiken bei vorzeitigen Verkäufen bestehen.
  • Gemeinsame Ziele definieren: Besprecht, wofür das Geld verwendet werden soll – Studium, erste Wohnung, Weltreise oder langfristige Altersvorsorge – und entwickelt einen Plan für die Verwendung.
  • Steuerliche Auswirkungen erklären: Wenn dein Kind ab 18 ein eigenes Einkommen hat, können sich die steuerlichen Auswirkungen der Kapitalerträge ändern, was du erklären solltest.

Welche Optionen gibt es für die weitere Zusammenarbeit?

Falls du und dein Kind euch einig seid, dass eine weitere Zusammenarbeit bei der Vermögensverwaltung sinnvoll ist, kann dein Kind dir eine Vollmacht erteilen. Diese Vollmacht ist jederzeit widerrufbar und kann verschiedene Bereiche umfassen – von der reinen Information über Kontostände bis zur aktiven Verwaltung des Depots.

Wenn ihr als Familie auch nach dem 18. Geburtstag gemeinsam darüber entscheidet, ob und wann Geld entnommen wird, kann das eine gute Lösung für den Übergang ins Erwachsenenleben sein.

Welche Schritte sollte ich konkret gehen?

Die Geldanlage für dein Kind erfordert eine durchdachte Herangehensweise, aber wenn du systematisch vorgehst, ist es einfacher als du vielleicht denkst. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung führt dich durch alle wichtigen Entscheidungen.

  • Schritt 1: Sparziel und Verwendungszweck festlegen Überlege dir zunächst, wofür das angesparte Geld später verwendet werden soll. Geht es um die Finanzierung von Ausbildung oder Studium, um den Führerschein und das erste Auto, um die Unterstützung beim Start ins eigene Leben oder um langfristige Altersvorsorge? Das Ziel bestimmt die Anlagestrategie und die Wahl der Anlageform.
  • Schritt 2: Entscheidung über den Namen des Depots treffen Wäge ab, ob du das Depot auf den Namen deines Kindes (Steuervorteile, aber Kontrollverlust ab 18), auf deinen eigenen Namen (volle Kontrolle, aber keine Steuerfreibeträge des Kindes) oder als ETF-Rentenversicherung (BAföG-sicher, aber höhere Kosten) führen möchtest.
  • Schritt 3: Günstigen Online-Broker auswählen Vergleiche die Konditionen verschiedener Anbieter für Kinderdepots. Empfehlenswerte Broker sind Finanzen.net Zero, Scalable Capital, Trade Republic oder ING, die alle kostenlose Depotführung und kostenlose ETF-Sparpläne ab 1 Euro anbieten.
  • Schritt 4: ETF auswählen und Sparplan einrichten Wähle einen einzigen thesaurierenden Welt-ETF wie den iShares Core MSCI World oder Vanguard FTSE All-World und richte einen monatlichen Sparplan mit einer Sparrate ein, die zu deinem Budget passt – auch 25 bis 50 Euro monatlich können über 18 Jahre zu beachtlichen Summen werden.
  • Schritt 5: Steuerliche Optimierung nutzen Richte bei einem Kinderdepot sofort den Freistellungsauftrag über 1.000 Euro ein und prüfe bei größeren Sparbeträgen die Beantragung einer Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt.
  • Schritt 6: Verwandte und Bekannte einbinden Informiere Großeltern, Paten und andere Verwandte über das Kinderdepot und bitte sie, Geldgeschenke zu besonderen Anlässen direkt auf das Verrechnungskonto zu überweisen, statt Bargeld oder Sparbücher zu verschenken.
  • Schritt 7: Frühstart-Rente prüfen und beantragen Ab 2027 solltest du für 6-Jährige (zunächst nur Jahrgang 2020) die staatliche Frühstart-Rente mit 10 Euro monatlicher Förderung beantragen und ein entsprechendes Altersvorsorgedepot eröffnen.
  • Schritt 8: Langfristig durchhalten Lass dich nicht von zwischenzeitlichen Kursschwankungen nervös machen und verkaufe nicht bei Börsencrashs. Bei einem Anlagehorizont von 18 Jahren waren Aktien-ETFs historisch immer positiv, und Geduld wird durch den Zinseszinseffekt belohnt.

Als berufstätige Eltern solltet ihr auch prüfen, ob euer Arbeitgeber eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) für Familien anbietet, denn zusätzliche Gesundheitsleistungen für eure Kinder können eine sinnvolle Ergänzung zur finanziellen Vorsorge sein und zeigen, wie wichtig es ist, alle verfügbaren Möglichkeiten für die optimale Absicherung der Familie zu nutzen.

Die wichtigste Erkenntnis bei der Geldanlage für Kinder ist: Zeit ist der entscheidende Faktor, und je früher du anfängst, desto mehr profitiert dein Kind vom Zinseszinseffekt. Schon kleine Beträge können über 18 Jahre zu beträchtlichen Summen anwachsen und deinem Kind einen optimalen Start ins Erwachsenenleben ermöglichen.

Hast du schon eine konkrete Vorstellung davon, wie viel du monatlich für dein Kind sparen könntest, oder welcher Aspekt der Kindervorsorge dich am meisten beschäftigt?

Schiffgens Thorsten
Thorsten Schiffgens
Experte für Versicherungen
Über den Autor

Als geschäftsführender Gesellschafter von COVAGO berate ich seit über 20 Jahren Unternehmen und Privatkunden in allen Versicherungsfragen – unabhängig, ganzheitlich und immer am echten Bedarf orientiert. Mir geht es nicht um Produktverkauf, sondern um Lösungen, die wirklich passen. Ob im persönlichen Gespräch oder digital: Partnerschaftliche Beratung auf Augenhöhe ist für mich keine Floskel, sondern Arbeitsweise.

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