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Hallesche-Beitragserhöhung: Wie ist der PKV-Beitrag in 2026?

Hallesche-Beitragserhöhung: Wie ist der PKV-Beitrag in 2026?

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Die Hallesche führt zum 1. Januar 2026 eine umfassende Beitragsanpassung durch, wobei die Erhöhungen je nach Tarif zwischen 0 und 43 Prozent liegen. Besonders betroffen sind die beliebten Einsteigertarife der NK.select S-Reihe, die erstmals seit ihrer Einführung angepasst werden.

Die gute Nachricht: Die Hallesche setzt rund 150 Millionen Euro aus den Rückstellungen für Beitragsrückerstattung ein, um die Erhöhungen abzufedern. Dennoch müssen viele Versicherte mit spürbaren Mehrkosten rechnen. Wir zeigen dir, wie hoch die Erhöhungen konkret ausfallen, welche Tarife betroffen sind und welche Handlungsmöglichkeiten du jetzt hast.

Wie hoch steigen die PKV-Beiträge bei der Hallesche in 2026?

Die durchschnittliche Erhöhung bei der Hallesche liegt bei etwa 11 Prozent und damit leicht unter dem Branchendurchschnitt von 13 Prozent. Allerdings verbergen sich hinter diesem Durchschnitt enorme Unterschiede je nach Tarif, Alter und Versichertengruppe. Die Spannbreite reicht von 0 Prozent bis zu 43 Prozent bei einzelnen Tarifen.

Die konkreten Erhöhungen nach Versichertengruppen im Überblick:

  • Erwachsene in NK.select-Tarifen: Durchschnittlich 9 bis 15 Prozent Erhöhung, Spannbreite 2 bis 22 Prozent je nach Tarif und Alter.
  • Kinder: Besonders stark betroffen mit Erhöhungen von 14 bis 43 Prozent, wobei die Einsteigertarife der S-Reihe am stärksten steigen.
  • Jugendliche: Erhöhungen zwischen 15 und 37 Prozent, ebenfalls mit Schwerpunkt bei den S-Tarifen.
  • Ärzte in MAS-Tarifen: Die höchsten Erhöhungen für Erwachsene mit 14 bis 26 Prozent, besonders in den MAS.2 und MAS.3 Tarifen.

Die Gründe für diese Anpassungen sind vielfältig. Die ambulanten Arztbehandlungskosten stiegen um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die stationären Behandlungskosten um 10 Prozent.

Besonders gravierend ist der Anstieg der Pflegekosten um 18 Prozent. Die PKV-Branche insgesamt verzeichnete 2024 einen Leistungsanstieg von 10,5 Prozent auf 39,4 Milliarden Euro.

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Welche Tarife sind von der Beitragserhöhung betroffen?

Die Beitragsanpassungen bei der Hallesche verteilen sich sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Tarifgruppen. Besonders auffällig: Die Einsteigertarife der NK.select S-Reihe werden erstmals seit ihrer Einführung angepasst und verzeichnen die stärksten Steigerungen, während einige Tarife für Erwachsene komplett stabil bleiben.

NK.select S-Tarife: Die höchsten Erhöhungen

Die Einsteigertarife der S-Reihe sind am stärksten betroffen, vor allem für jüngere Versicherte und Kinder:

TarifSelbstbehaltKinderJugendliche26 J.38 J.55 J.
NK.select S 600600 €+41 %+33 %+21 %+15 %+9 %
NK.select S 12001.200 €+40 %+29 %+22 %+16 %+9 %
NK.select S 30003.000 €+43 %+37 %+22 %+12 %+2 %
NK.select S BonusBonus 1.200 €+28 %+22 %+14 %+11 %+7 %

Die S-Tarife wurden bei Einführung sehr günstig kalkuliert, um junge Versicherte anzulocken. Jetzt holt der Nachholbedarf diese Tarife ein, weshalb Kinder mit bis zu 43 Prozent Erhöhung am stärksten betroffen sind.

NK.select L-Tarife: Moderate Anpassungen

Die L-Tarife mit mittlerem Leistungsniveau verzeichnen deutlich geringere Erhöhungen mit konstanten Raten für Erwachsene:

TarifSelbstbehaltKinderJugendlicheErwachsene (26–55 J.)
NK.select L 600600 €+19 %+21 %+9 % (konstant)
NK.select L 12001.200 €+18 %+20 %+9 % (konstant)
NK.select L 30003.000 €+21 %+16 %+9 % (konstant)
NK.select L BonusBonus 1.200 €+15 %+17 %+7–8 % (konstant)

Der Vorteil der L-Tarife zeigt sich in den altersunabhängigen Erhöhungen für Erwachsene. Egal ob 26 oder 55 Jahre alt, die Steigerung liegt konstant bei 7 bis 9 Prozent.

NK.select XL-Tarife: Premium mit moderaten Erhöhungen

Die Premium-Tarife der XL-Reihe zeigen ähnlich moderate Erhöhungen wie die L-Tarife:

TarifSelbstbehaltKinderJugendlicheErwachsene (26–55 J.)
NK.select XL 600600 €+19 %+21 %+9–10 %
NK.select XL 12001.200 €+19 %+20 %+9–10 %
NK.select XL 30003.000 €+21 %+17 %+9 %
NK.select XL BonusBonus 1.200 €+16 %+17 %+8 % (konstant)

KS-Tarife und PRIMO-Tarife: Erwachsene bleiben stabil

Eine gute Nachricht für Versicherte in den KS- und PRIMO-Tarifen: Erwachsene zahlen 2026 keinen Cent mehr. Nur Kinder und Jugendliche sind von Erhöhungen betroffen.

Die KS-Tarife (Kompakt-Schutz) im Überblick:

TarifKinderJugendlicheErwachsene
KS.10%+19 %0 % (stabil)0 % (stabil)
KS.20%+20 %0 % (stabil)0 % (stabil)
KS.30%+20 %0 % (stabil)0 % (stabil)
KS.Bonus0 %+15 %0 % (stabil)

Die PRIMO-Tarife zeigen ein ähnliches Bild mit Erhöhungen von 21 bis 26 Prozent für Kinder und Jugendliche, während Erwachsene komplett stabil bleiben.

MAS-Tarife für Ärzte: Die höchsten Erwachsenen-Erhöhungen

Die Ärztetarife der MAS-Reihe verzeichnen die höchsten Erhöhungen für Erwachsene im gesamten Hallesche-Portfolio:

TarifSelbstbehaltKinderJugendlicheErwachsene (26–55 J.)
MAS.1600 €0 %0 %+15–16 %
MAS.21.200 €0 %0 %+25 % (konstant)
MAS.32.000 €0 %0 %+25–26 %
MAS.BonusBonus 720 €0 %0 %+14 % (konstant)

Für Ärzte mit MAS.2 oder MAS.3 bedeutet das bei hohen Ausgangsbeiträgen mehrere hundert Euro monatliche Mehrkosten. Interessanterweise bleiben Kinder und Jugendliche in den MAS-Tarifen komplett von Erhöhungen verschont.

NK-Tarife und geschlossene Bisex-Tarife

Die klassischen NK-Tarife steigen für alle Altersgruppen um etwa 9 bis 11 Prozent bei Erwachsenen und 19 bis 21 Prozent bei Kindern und Jugendlichen. Die konkreten Mehrkosten liegen bei etwa 50 Euro monatlich.

Die geschlossenen Bisex-Tarife aus der Zeit vor Dezember 2012 sind ebenfalls von der Anpassung betroffen. Betroffen sind unter anderem:

  • AV-Reihe (AV 1, AV 2, AV 3)
  • KS-Reihe (alle Varianten)
  • NK-Reihe (NK 1, NK 2, NK 3, NK 4, NK 100, NK Bonus)
  • PRIMO-Reihe (alle Varianten)
  • BT-Tarife
  • Beihilfetarife für Beamte

Für die Bisex-Tarife werden Erhöhungen von etwa 8,8 bis 10,8 Prozent in der NK-Reihe und 14,2 bis 26 Prozent in der MAS-Reihe erwartet.

Was können Versicherte jetzt tun?

Bei einer Beitragserhöhung hast du mehrere konkrete Handlungsmöglichkeiten. Die wichtigste Erkenntnis vorab: Eine Beitragserhöhung muss nicht einfach hingenommen werden, denn es gibt gesetzlich verankerte Rechte und verschiedene Strategien zur Beitragssenkung.

Interner Tarifwechsel nach § 204 VVG

Der Tarifwechsel innerhalb der Hallesche ist für die meisten Versicherten die effektivste Maßnahme mit folgenden Vorteilen:

  • 100 Prozent der Altersrückstellungen bleiben erhalten
  • Keine erneute Gesundheitsprüfung bei gleichwertigen oder geringeren Leistungen
  • Durchschnittliche Ersparnis von bis zu 43 Prozent möglich
  • Wechsel jederzeit zum nächsten Monatsbeginn möglich
  • Zugang zu allen Tarifserien, auch zu geschlossenen Bisex-Tarifen

Mögliche Tarifwechsel-Alternativen innerhalb der Hallesche:

  • AV1 → KS2
  • AV3, CG2 → NK3
  • AV100, CG2 → NK100
  • KS → PRIMO Bonus
  • NK1 → PRIMO SB3 Z Plus
  • NK3 → PRIMO SB1 Z Plus
  • NK100 → PRIMO Bonus Z Plus

So gehst du vor: Prüfe dein Schreiben zur Beitragsanpassung genau und fordere dann Tarifalternativen bei der Hallesche an. Vergleiche Leistungen und Beiträge sorgfältig, idealerweise mit Experten-Unterstützung. Falls erforderlich, kläre eine Gesundheitsprüfung oder einen Mehrleistungsausschluss. Beantrage den Wechsel schriftlich, die Umstellung erfolgt dann zum Monatsbeginn.

Selbstbehalt anpassen

Eine höhere Selbstbeteiligung senkt den monatlichen Beitrag spürbar. Bei der Hallesche ist eine Erhöhung auf maximal 5.000 Euro möglich, was sofortige Rabatte bringt.

Beachte jedoch folgende Punkte:

  • Eine Erhöhung des Selbstbehalts senkt auch den Arbeitgeberzuschuss bei Angestellten
  • Eine spätere Senkung ist nur mit erneuter Gesundheitsprüfung möglich
  • Die Ersparnis sollte den Selbstbehalt nach 3 bis 4 Jahren ausgleichen

Leistungen gezielt reduzieren

Durch Verzicht auf bestimmte Leistungen kannst du Beiträge sparen:

  • Verzicht auf Chefarztbehandlung
  • Wechsel vom Einbettzimmer zum Zweibettzimmer
  • Reduzierung von Heilpraktikerleistungen
  • Kündigung des Krankentagegelds im Rentenalter

Wichtig: Kürze keine wichtigen Basisleistungen wie Reha, Hospiz oder Implantate. Diese lassen sich später kaum nachversichern.

Beitragsentlastungstarif abschließen

Mit einem Beitragsentlastungstarif zahlst du während der Erwerbszeit zusätzliche Beiträge, die später deine PKV-Kosten im Alter senken. Die Zusatzbeiträge werden verzinslich angelegt, und ab einem festgelegten Alter erfolgt eine garantierte monatliche Beitragsreduzierung. Der Beitrag ist arbeitgeberzuschussfähig bei Angestellten und steuerlich absetzbar.

Sonderkündigungsrecht nutzen

Bei einer Beitragserhöhung hast du ein Sonderkündigungsrecht nach § 40 VVG. Die Kündigung muss innerhalb von 2 Monaten nach Erhalt der Änderungsmitteilung erfolgen.

Bedenke jedoch die erheblichen Nachteile eines Versichererwechsels:

  • Neue Gesundheitsprüfung erforderlich, bei Vorerkrankungen drohen Risikozuschläge oder Ablehnung
  • Verlust von 50 bis 70 Prozent der Altersrückstellungen
  • Neue Abschlusskosten von etwa 3.000 Euro
  • Keine Garantie gegen künftige Erhöhungen beim neuen Versicherer

Ein Wechsel ist daher nur sinnvoll, wenn du unter 30 bis 35 Jahre alt bist, wenig Altersrückstellungen hast und kerngesund ohne Vorerkrankungen bist.

Rechtmäßigkeit der Erhöhung prüfen lassen

Beitragserhöhungen können unwirksam sein, wenn formale oder inhaltliche Fehler vorliegen. Eine Prüfung lohnt sich besonders bei sehr hohen Erhöhungen oder mehrfachen Anpassungen kurz hintereinander. Bei Erfolg erhältst du alle zu viel gezahlten Beiträge bis zu 3 Jahre rückwirkend plus Zinsen zurück.

Hallesche-Beitragserhöhung 2026: Einsteigertarife besonders betroffen

„Die Hallesche trifft ihre Versicherten 2026 unterschiedlich hart: Während KS- und PRIMO-Tarife für Erwachsene komplett stabil bleiben, explodieren die Einsteigertarife der NK.select S-Reihe mit bis zu 43 Prozent. Wer in einem S-Tarif versichert ist, sollte jetzt dringend einen internen Tarifwechsel prüfen – die Ersparnis kann mehrere hundert Euro monatlich betragen.“

Die Hallesche zeigt mit ihrer Beitragsanpassung 2026 ein zweigeteiltes Bild. Die 150 Millionen Euro aus den Rückstellungen federn die Erhöhungen ab, dennoch müssen besonders Versicherte in den Einsteigertarifen und Ärzte in den MAS-Tarifen tief in die Tasche greifen. Die durchschnittliche Erhöhung von 11 Prozent liegt zwar leicht unter dem Branchendurchschnitt, verbirgt aber extreme Spannbreiten von 0 bis 43 Prozent.

Falls du von einer Erhöhung betroffen bist, prüfe unbedingt einen internen Tarifwechsel nach § 204 VVG. Gerade bei der Hallesche mit ihrer breiten Tarifpalette gibt es attraktive Wechselmöglichkeiten: Vom teuren S-Tarif in einen stabileren L-Tarif oder vom NK-Tarif in einen PRIMO-Tarif mit Beitragsstabilität für Erwachsene. Damit behältst du deine vollständigen Altersrückstellungen und kannst trotzdem erheblich sparen.

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