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Beitragserhöhung bei der HanseMerkur: Wie sind die PKV-Beiträge in 2026?

Beitragserhöhung bei der HanseMerkur: Wie sind die PKV-Beiträge in 2026?

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Die HanseMerkur zeigt 2026 ein zweigeteiltes Bild: Während das Neugeschäft mit durchschnittlich 8,94 Prozent moderat steigt, trifft es Bestandskunden mit durchschnittlich 16,5 Prozent deutlich härter. Besonders alarmierend sind die Ausbildungstarife, bei denen Jugendliche in Einzelfällen bis zu 62 Prozent mehr zahlen müssen.

Die gute Nachricht: Nicht alle Tarife sind gleichermaßen betroffen. Die Advanced Fit-Tarife bleiben komplett stabil, und auch Best Fit steigt nur um moderate 3,1 Prozent. Einige Beamtentarife zeigen sogar Beitragssenkungen von bis zu 23,7 Prozent. Wir zeigen dir, wie hoch die Erhöhungen konkret ausfallen, welche Tarife betroffen sind und welche Handlungsmöglichkeiten du jetzt hast.

Wie hoch steigen die PKV-Beiträge bei der HanseMerkur in 2026?

Die durchschnittliche Erhöhung bei der HanseMerkur unterscheidet sich stark zwischen Neugeschäft und Bestand. Im Neugeschäft liegt die Erhöhung bei etwa 8,94 Prozent und damit unter dem Branchendurchschnitt von 13 Prozent.

Bestandskunden mit älteren Tarifen müssen dagegen mit durchschnittlich 16,5 Prozent rechnen, wobei einzelne Tarifgruppen sogar 18,21 Prozent erreichen. Das entspricht Mehrkosten von etwa 85,62 Euro pro Monat.

Die konkreten Erhöhungen nach Versichertengruppen im Überblick:

  • Kinder: Erhöhungen von 13 bis 20 Prozent, in einzelnen Tarifen bis zu 40 Prozent. Der Kids Fit-Tarif steigt um 18,6 Prozent.
  • Jugendliche: Stark betroffen mit Erhöhungen von 13 bis 40 Prozent, in Ausbildungstarifen sogar bis zu 62 Prozent.
  • Erwachsene 26-55 Jahre: Erhöhungen von 10 bis 17 Prozent, in einzelnen Tarifen bis zu 26 Prozent. Viele Premium-Tarife bleiben stabil.
  • Erwachsene 55+ Jahre: Moderate Erhöhungen von 10 bis 13 Prozent, maximal bis 17 Prozent.
  • Beamte mit Beihilfe: Etwa 7 bis 9 Prozent Erhöhung, einzelne Tarife mit Senkungen bis minus 23,7 Prozent.
  • Beamtenanwärter: Erhöhungen von 9 bis 11 Prozent, in Einzelfällen bis 25 Prozent.

Die Gründe für diese Anpassungen sind branchentypisch. Die ambulanten Arztbehandlungskosten stiegen um 8 Prozent, die stationären Behandlungskosten um 10 Prozent. Hinzu kommen signifikante Kostensteigerungen bei Zahnbehandlungen, Implantaten und modernen Operationstechniken.

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Ein weiterer Faktor ist die schwächere Eigenkapitalausstattung der HanseMerkur. Mit 16,5 Prozent Eigenkapitalquote liegt sie unter dem Branchendurchschnitt von 21 Prozent. Auch die RfB-Quote von 25,9 Prozent ist deutlich niedriger als der Branchendurchschnitt von 38,4 Prozent, was weniger Reserven für zukünftige Beitragsentlastungen bedeutet.

Welche Tarife sind von der Beitragserhöhung betroffen?

Die Beitragsanpassungen bei der HanseMerkur verteilen sich extrem unterschiedlich auf die verschiedenen Tarifgruppen. Besonders auffällig ist die Spanne: Während Advanced Fit komplett stabil bleibt, explodieren die PS3-Ausbildungstarife mit bis zu 62 Prozent.

Advanced Fit und Best Fit: Die stabilen Tarife

Die Premium-Tarife der HanseMerkur zeigen erfreuliche Stabilität:

TarifErhöhungBewertung
Advanced Fit (KVP, EKV2)0 %Komplett stabil
Best Fit (AZP / AZP.garant)+3,1 %Sehr moderat

Wer in einem Advanced Fit-Tarif versichert ist, muss 2026 keine Erhöhung befürchten. Best Fit bleibt mit nur 3,1 Prozent eine der stabilsten Optionen bei der HanseMerkur.

KVP-Tarife: Stabil für Erwachsene

Die KVP-Tarife (Basis Restkostenersatz) zeigen 0 Prozent Erhöhung für Erwachsene, während Kinder und Jugendliche mit 13 Prozent moderat steigen:

TarifKinderJugendlicheErwachsene
KVP (BRE 1.000 €)+13 %+13 %0 %
KVP (Stundung 1.000 €)+13 %+13 %0 %

Smart Fit und Start Fit: Moderate bis hohe Erhöhungen

Die Smart Fit-Serie (KVS) zeigt durchschnittliche Erhöhungen von 12,9 Prozent, während Start Fit mit 9,6 Prozent etwas moderater ausfällt. Allerdings sind Jugendliche in den Start Fit-Tarifen besonders betroffen:

TarifSelbstbehaltKinderJugendlicheErwachsene
KVS 1 (Smart Fit)500 €+13 %+13 %+16–17 %
KVS 3 (Smart Fit)500 €+13 %+13 %+12–13 %
KVT 500 (Start Fit)500 €+20 %+40 %+10 %
KVT 1000 (Start Fit)1.000 €+20 %+40 %+11–15 %

Jugendliche im Start Fit zahlen 40 Prozent mehr, was bei hohen Ausgangsbeiträgen über 100 Euro monatlich bedeuten kann.

Kids Fit: Hohe Erhöhung für Kindertarife

Der spezielle Kindertarif Kids Fit zeigt mit 18,6 Prozent die höchste Steigerungsrate bei den regulären Tarifen der HanseMerkur. Für Familien mit mehreren Kindern summieren sich die Mehrkosten schnell auf mehrere hundert Euro monatlich.

Ausbildungstarife: Extreme Schwankungen

Die Ausbildungstarife der HanseMerkur zeigen die extremsten Schwankungen im gesamten Portfolio:

TarifJugendlicheErwachseneDurchschnitt
Ausbildung Tarif 1+16 %+16 %+16 %
Ausbildung Tarif 2+13–14 %+13 %+13 %
Ausbildung Tarif 3+6 %+6 %+6 %
Ausbildung Tarif 4+9 %+8 %+9 %
PS3 (A) – Ausbildung+39–62 %+47 %+49 %
PSV (A) – Ausbildung–7 %–7 %–7 %

Der PS3-Ausbildungstarif zeigt mit bis zu 62 Prozent für Jugendliche die höchste Erhöhung bei der HanseMerkur. Gleichzeitig profitieren PSV-Versicherte von einer Senkung um 7 Prozent.

Beamtentarife: Sehr heterogene Entwicklung

Die Beamtentarife zeigen ein extrem heterogenes Bild mit Erhöhungen bis 25 Prozent und Senkungen bis minus 23,7 Prozent:

TarifErhöhungBewertung
A/30 (Klassik)+25,46 %Sehr hoch
A20Z (mit Zahn)+25,46 %Sehr hoch
P3B/30 (Premium)+12,65 %Moderat
P3Z (Premium mit Zahn)+12,65 %Moderat
P2EB/30–23,70 %SENKUNG
P2EZ (mit Zahn)–23,70 %SENKUNG
PVB/50 (Pflegezusatz)+13,90 %Moderat

Die Tarife P2EB und P2EZ zeigen Beitragssenkungen von 23,7 Prozent, eine echte Rarität in der PKV 2026. Beamte in diesen Tarifen profitieren also von der Anpassung.

Pflegepflichtversicherung

Bei der Pflegepflichtversicherung zeigt sich ein geteiltes Bild:

TarifKinderJugendlicheErwachsene
PVB+2 %+2 %+2–3 %
PVN–8 %–8 %–2 % bis +11 %
PVN (A)+23 %+23 %

Der PVN-Tarif zeigt für Kinder und Jugendliche sogar Senkungen von 8 Prozent, während Erwachsene um bis zu 11 Prozent steigen.

Geschlossene Bisex-Tarife

Für HanseMerkur-Versicherte mit älteren, geschlossenen Bisex-Tarifen aus der Zeit vor 2013 werden die exakten Prozentsätze erst Mitte Dezember 2025 mitgeteilt. Die durchschnittliche Erhöhung im Bestand liegt bei 16,5 Prozent, wobei die Tarifgruppe KVS3 sogar 18,21 Prozent erreicht.

Basierend auf den Mustern der vergangenen Jahre werden folgende Erhöhungen erwartet:

  • KV2, KV3-Serie: etwa 10 bis 15 Prozent
  • A-Serie (Klassik): etwa 15 bis 20 Prozent
  • Alte A10/50-Tarife: etwa 18 bis 25 Prozent möglich
  • PS3-Serie: etwa 20 bis 30 Prozent möglich

Was können Versicherte jetzt tun?

Bei einer Beitragserhöhung hast du mehrere konkrete Handlungsmöglichkeiten. Die wichtigste Erkenntnis vorab: Gerade bei der HanseMerkur mit ihren extremen Unterschieden zwischen den Tarifen lohnt sich ein aktives Handeln besonders.

Interner Tarifwechsel nach § 204 VVG

Der Tarifwechsel innerhalb der HanseMerkur ist für die meisten Versicherten die effektivste Maßnahme mit folgenden Vorteilen:

  • 100 Prozent der Altersrückstellungen bleiben erhalten
  • Keine erneute Gesundheitsprüfung bei gleichwertigen oder geringeren Leistungen
  • Durchschnittliche Ersparnis von bis zu 43 Prozent möglich
  • Zugang zu geschlossenen Alt-Tarifen mit bis zu 180 Tarifkombinationen möglich
  • Wechsel jederzeit zum nächsten Monatsbeginn möglich

Mögliche Tarifwechsel-Alternativen innerhalb der HanseMerkur:

  • A2, P2E, P3, ZA100 → KVE2, PS2, KKEH
  • A3, P2E, P3, ZA100 → KVE3, PS2, KKEH
  • AS3, P2E, P3, ZA100 → KV2, PS2 oder KVE3, PS2, KKEH
  • KV2, HP, S2 → KVG3, PS2

Ein konkretes Beispiel zeigt das Sparpotenzial: Ein Versicherter mit den Tarifen A10-50, AZP, EGO2 und PS3 zahlt nach der Erhöhung 657,01 Euro monatlich. Durch einen gezielten Tarifwechsel in Alt-Tarife kann der Beitrag auf unter 400 Euro monatlich gesenkt werden.

Selbstbehalt anpassen

Eine höhere Selbstbeteiligung senkt den monatlichen Beitrag spürbar. Bei der HanseMerkur ist eine Erhöhung auf bis zu 5.000 Euro möglich, was Beitragssenkungen von 15 bis 30 Prozent ermöglicht.

Beachte jedoch folgende Punkte:

  • Eine Erhöhung des Selbstbehalts senkt auch den Arbeitgeberzuschuss bei Angestellten
  • Eine spätere Senkung ist nur mit erneuter Gesundheitsprüfung möglich
  • Die Ersparnis sollte den Selbstbehalt nach 3 bis 4 Jahren ausgleichen

Leistungen gezielt reduzieren

Durch Verzicht auf bestimmte Leistungen kannst du Beiträge sparen:

  • Verzicht auf Wahlleistungen wie Chefarzt oder Einbettzimmer
  • Reduzierung von Heilpraktikerleistungen
  • Zahnersatz-Quote senken

Wichtig: Kürze keine essenziellen Basisleistungen wie Zahnimplantate, Hospiz, Reha/AHB oder Psychotherapie. Diese lassen sich später kaum nachversichern.

Beitragsentlastungstarif abschließen

Mit einem Beitragsentlastungstarif zahlst du während der Erwerbszeit zusätzliche Beiträge, die später deine PKV-Kosten im Alter senken. Die Zusatzbeiträge werden verzinslich angelegt, und ab einem festgelegten Alter erfolgt eine garantierte monatliche Beitragsreduzierung. Der Beitrag ist arbeitgeberzuschussfähig bei Angestellten und steuerlich absetzbar.

Rechtmäßigkeit der Erhöhung prüfen lassen

Beitragserhöhungen können unwirksam sein, wenn formale oder inhaltliche Fehler vorliegen. Die Kosten liegen bei etwa 100 bis 150 Euro bei der Verbraucherzentrale oder 600 bis 800 Euro beim Fachanwalt. Bei Erfolg erhältst du alle zu viel gezahlten Beiträge bis zu 3 Jahre rückwirkend plus Zinsen zurück.

Sonderkündigungsrecht nutzen

Bei einer Beitragserhöhung hast du ein Sonderkündigungsrecht. Die Kündigung muss innerhalb von 2 Monaten nach Erhalt der Änderungsmitteilung erfolgen und wird zum Zeitpunkt der Erhöhung wirksam.

Bedenke jedoch die erheblichen Nachteile eines Versichererwechsels:

  • Neue Gesundheitsprüfung erforderlich, bei Vorerkrankungen drohen Risikozuschläge oder Ablehnung
  • Verlust von 50 bis 70 Prozent der Altersrückstellungen
  • Neue Abschlusskosten von etwa 3.000 Euro

Ein Wechsel ist daher nur sinnvoll, wenn du unter 35 Jahre alt bist und kerngesund ohne Vorerkrankungen.

Handlungsempfehlungen nach Tarifart

TarifartErhöhungDringlichkeitEmpfehlung
Advanced Fit (KVP)0 %IdealKeine Maßnahme nötig
Best Fit+3,1 %GünstigEvtl. halten, Tarifvergleich
Smart Fit (KVS)+12–17 %Moderat bis hochTarifwechsel prüfen
Start Fit (KVT)+40 % (Jugendliche)KritischDRINGEND Tarifwechsel!
Kids Fit+18,6 %Sehr kritischSOFORT handeln
PS3 Ausbildung+62 % (Jugendliche)EXTREMDringend Alternativen prüfen!
Beamten A-Serie+25,46 %KritischTarifwechsel zu P3B/P3Z
Beamten P2E-Serie–23,70 %SENKUNGKeine Maßnahme – profitieren
Bisex KV2/KV3~+15–20 %HochInterner Wechsel
Bisex A10/50~+18–25 %Sehr hochInterner Wechsel zu jüngerem Tarif

Hanse Merkur-Beitragserhöhung 2026: Bestand deutlich stärker betroffen als Neugeschäft

„Die HanseMerkur zeigt 2026 zwei Gesichter: Während das Neugeschäft mit 8,94 Prozent moderat steigt, trifft es Bestandskunden mit 16,5 Prozent deutlich härter. Besonders alarmierend sind die Ausbildungstarife mit bis zu 62 Prozent Erhöhung. Wer in einem Alt-Tarif versichert ist, sollte jetzt dringend einen internen Wechsel zu Advanced Fit oder Best Fit prüfen – diese Tarife bleiben komplett stabil.“

Die HanseMerkur zeigt mit ihrer Beitragsanpassung 2026 erhebliche Unterschiede zwischen den Tarifgruppen. Während Advanced Fit komplett stabil bleibt und Best Fit nur um 3,1 Prozent steigt, explodieren die PS3-Ausbildungstarife mit bis zu 62 Prozent. Bestandskunden mit älteren Bisex-Tarifen müssen mit durchschnittlich 16,5 Prozent rechnen.

Besonders bemerkenswert sind die Beamtentarife: Während die A-Serie um 25,46 Prozent steigt, profitieren Versicherte in den P2EB-Tarifen von einer Senkung um 23,7 Prozent. Diese extreme Spreizung macht einen genauen Tarifvergleich unerlässlich.

Falls du von einer Erhöhung betroffen bist, prüfe unbedingt einen internen Tarifwechsel nach § 204 VVG. Die HanseMerkur bietet bis zu 180 verschiedene Tarifkombinationen, darunter auch geschlossene Alt-Tarife, die oft günstiger sind als die aktuellen Neugeschäftstarife. Mit einem Wechsel von einem teuren Alt-Tarif zu Advanced Fit oder Best Fit kannst du nicht nur die aktuelle Erhöhung umgehen, sondern auch langfristig von der Beitragsstabilität profitieren.

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