Als Beamter zahlst Du Deinen PKV-Beitrag vollständig selbst. Wie hoch er ausfällt, hängt von Eintrittsalter, Bundesland, Status und Kinderzahl ab, denn der Beihilfebemessungssatz unterscheidet sich je nach Dienstherr. Der Rechner berücksichtigt diese Unterschiede und schlüsselt den Beitrag nach Tarifbeitrag, gesetzlichem Vorsorgezuschlag und Pflegepflichtversicherung auf.
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Wie funktioniert der PKV-Rechner für Beamte?
Der Rechner orientiert sich an marktüblichen beihilfekonformen Tarifen und leitet den Beihilfebemessungssatz aus Deinem Bundesland, Deinem Status und der Kinderzahl ab. Für jede Kombination aus Alter, Beihilfesatz und Leistungsniveau zeigt er eine realistische Bandbreite für den monatlichen Beitrag, inklusive gesetzlichem Vorsorgezuschlag und Pflegepflichtversicherung. Konkrete Beispielwerte einzelner Anbieter findest Du weiter unten.
Drei Leistungsniveaus stehen zur Auswahl. Solide deckt die beihilfekonformen Kernrestkosten ab. Komfort ergänzt bessere stationäre Wahlleistungen und erweiterte ambulante Erstattungen. Premium bietet den vollständigen Schutz mit Einbettzimmer, erweiterter Zahnversorgung und möglichst lückenloser Beihilfeergänzung.
Beamtenanwärter und Referendare erhalten gesonderte Anwärtertarife. Der Rechner wechselt das Tarifmodell automatisch, wenn du den Status auf Anwärter stellst. Der Vorsorgezuschlag entfällt bei Anwärtertarifen in der Regel vollständig, weil diese Tarife keine Alterungsrückstellungen aufbauen.
Was der Rechner nicht leistet: Er zeigt keine individuellen Risikozuschläge und trifft keine Annahmeentscheidung. Er rechnet nicht mit Beihilfelücken, Beihilfeergänzungstarifen, Krankentagegeld oder Beitragsentlastungsbausteinen. Ein verbindlicher Beitrag entsteht erst nach vollständiger Risikoprüfung durch den Versicherer.
Wie teuer ist die PKV für Beamte?
Die Spanne ist groß und hängt vor allem vom Eintrittsalter ab. Ein 22-jähriger Beamtenanwärter zahlt im Solide-Tarif unter 100 Euro monatlich inklusive Pflege. Ein 50-jähriger Beamter mit 50 Prozent Beihilfe im Premium-Tarif kann auf über 500 Euro kommen.
| Alter | Beihilfe | Solide (SIGNAL IDUNA START-B) | Komfort (KOMFORT-B+) | Premium (EXKLUSIV-B) |
|---|---|---|---|---|
| 25 | 50 % | ca. 277 € | ca. 343 € | ca. 422 € |
| 30 | 50 % | ca. 309 € | ca. 382 € | ca. 468 € |
| 35 | 50 % | ca. 330 € | ca. 406 € | ca. 502 € |
| 40 | 50 % | ca. 357 € | ca. 440 € | ca. 547 € |
| 45 | 50 % | ca. 400 € | ca. 493 € | ca. 618 € |
| 30 | 70 % | ca. 200 € | ca. 247 € | ca. 302 € |
| 40 | 70 % | ca. 231 € | ca. 285 € | ca. 356 € |
Alle Werte enthalten die Pflegepflichtversicherung und den gesetzlichen Vorsorgezuschlag, jedoch keinen individuellen Risikozuschlag. Zum Vergleich: Der GKV-Höchstbeitrag liegt 2026 bei 1.017,18 Euro monatlich für einen 40-jährigen Beamten ohne Kinder.
Ein wichtiger Punkt: Die Beihilfe zahlt nicht 50 Prozent des PKV-Beitrags. Sie erstattet 50 Prozent der beihilfefähigen Arztrechnung im Leistungsfall. Der PKV-Beitrag läuft in voller Höhe und wird vollständig selbst gezahlt.
Wie hoch ist der PKV-Beitrag für Beamte in der Pension?
Im Ruhestand steigt der Beihilfesatz beim Bund auf 70 Prozent. Die PKV muss nur noch die verbleibenden 30 Prozent der beihilfefähigen Kosten absichern. Das bedeutet einen anderen, günstigeren Tarif, aber nicht automatisch einen halbierten Beitrag. Die Prämie hängt weiterhin vom Eintrittsalter ab, das beim ursprünglichen Vertragsabschluss galt, plus dem Alter bei Statuswechsel.
Der Wechsel von 50 auf 30 Prozent Quote muss beim Versicherer beantragt werden und wirkt nicht automatisch. Wer den Antrag vergisst, zahlt weiterhin den teureren 50-Prozent-Tarif, obwohl die Beihilfe bereits 70 Prozent übernimmt. Der Versicherer gibt daraufhin einen Änderungsnachtrag heraus, der den neuen Beitrag ausweist.
| Eintrittsalter | Beihilfe aktiv (50 %) | Beihilfe Pension (70 %) | Ersparnis monatlich |
|---|---|---|---|
| 30 (Eintrittsalter) | ca. 382 € (Komfort, 50 %) | ca. 247 € (Komfort, 70 %) | ca. 135 € |
| 35 (Eintrittsalter) | ca. 406 € (Komfort, 50 %) | ca. 263 € (Komfort, 70 %) | ca. 143 € |
Zusätzlich entfällt der gesetzliche Vorsorgezuschlag nach dem vollendeten 60. Lebensjahr. Das senkt den Beitrag weiter, ohne dass ein Antrag erforderlich ist.
Die Öffnungsaktion gilt für erstmals verbeamtete Personen: Der Antrag muss innerhalb von sechs Monaten nach Beginn des Beamtenverhältnisses gestellt werden. Der Risikozuschlag ist dann auf maximal 30 Prozent begrenzt, Leistungsausschlüsse sind ausgeschlossen.
Die konkreten Beispielwerte stammen vom Anbieter SIGNAL IDUNA (Beitragstabelle 2026, geprüft im September 2026); die Bandbreiten im Rechner orientieren sich daran und an marktüblichen beihilfekonformen Tarifen. Die angezeigten Werte sind unverbindliche Beitragsindikationen und keine Deckungszusage, Tarifempfehlung oder Annahmeentscheidung. Maßgeblich sind ausschließlich das individuelle Angebot und die Annahme durch den Versicherer.

