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Beitragserhöhung: Welche PKV erhöhen in 2026 die Beiträge?

Die Nachrichten zur privaten Krankenversicherung 2026 sind eindeutig: Rund 60 Prozent aller Privatversicherten müssen mit höheren Beiträgen rechnen. Die durchschnittliche Erhöhung liegt bei etwa 13 Prozent über alle Anbieter hinweg. Für dich als Versicherten bedeutet das konkret: Die Chancen stehen gut, dass auch du von einer Beitragsanpassung betroffen bist.

Doch die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind erheblich. Während einige Versicherer nur moderate Anpassungen im einstelligen Prozentbereich vornehmen, schnellen die Beiträge bei anderen um 20 Prozent oder mehr nach oben. Wir zeigen dir, welche PKV wie stark erhöht und was du bei einer Beitragsanpassung tun kannst.

Warum werden die PKV-Beiträge in 2026 wieder erhöht?

Die Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung sind keine Willkür der Versicherer, sondern gesetzlich geregelt und folgen klaren Kalkulationsregeln. Die Hauptursache liegt in den stark gestiegenen Leistungsausgaben.

Im Krankenhausbereich verzeichnen die Versicherer einen Anstieg von über 10 Prozent, im ambulanten Bereich sind es rund 8 Prozent. Bei Arzneimitteln liegen die Kostensteigerungen bei etwa 10 Prozent, bei Heilmitteln bei rund 9 Prozent.

Diese Kostensteigerungen haben mehrere Gründe. Die medizinische Inflation treibt die Preise für Behandlungen, Medikamente und medizinische Geräte nach oben. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung, wodurch Versicherte länger und häufiger medizinische Leistungen in Anspruch nehmen.

Neue, teure Behandlungsmethoden und Medikamente kommen hinzu, die zwar oft lebensrettend sind, aber die Ausgaben der Versicherer erhöhen. Von 2019 bis 2024 stiegen die Verbraucherpreise um knapp 20 Prozent, was sich indirekt auch im Gesundheitswesen bemerkbar macht durch höhere Löhne und Betriebskosten.

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Gesetzlich müssen Versicherer ihre Beiträge anpassen, sobald die tatsächlichen Kosten eine bestimmte Schwelle überschreiten. Diese liegt meist bei 10 Prozent Abweichung von der ursprünglichen Kalkulation. Ein unabhängiger Treuhänder prüft jede Beitragsanpassung und muss sie genehmigen, bevor sie wirksam wird.

Die Versicherer können also nicht einfach nach Belieben erhöhen, sondern müssen nachweisen, dass die höheren Beiträge durch gestiegene Leistungsausgaben gerechtfertigt sind.

Übersicht: Beitragserhöhung in der PKV nach Anbieter

Die Beitragsanpassungen fallen 2026 sehr unterschiedlich aus. Während einige Versicherer ihre Kunden weitgehend verschonen, müssen andere deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die folgende Tabelle zeigt die konkreten Zahlen aller wichtigen PKV-Anbieter mit belegten Daten.

VersichererDurchschnittliche ErhöhungBesonderheiten
LKH (Landeskrankenhilfe)+3,6 %Niedrigste Erhöhung am Markt
Generali (Central)+5,3 %Sehr moderate Anpassung
Allianz+11 %Moderat, unter Branchenschnitt
Debeka+11 %Angestellte betroffen, Beamte verschont
Barmenia+11,6 %Im Branchendurchschnitt
Gothaer+12,7 %Zweistellige Anpassung
HanseMerkur+13 %Entspricht Branchenschnitt
AXA+15,9 %Deutlich über Durchschnitt
R+V+16,8 %Zweithöchste Erhöhung
Union KV / BBKK+22,8 %Höchste Erhöhung am Markt

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei der LKH für 2026?

Die LKH (Landeskrankenhilfe) verzeichnet 2026 mit nur 3,6 Prozent die niedrigste durchschnittliche Beitragserhöhung aller großen PKV-Anbieter. Viele Tarife bleiben sogar komplett stabil. In einzelnen Tarifen, besonders bei älteren Bisex-Tarifen, können die Anpassungen jedoch bis zu 21 Prozent erreichen.

Der geringere Kostenanstieg und ausreichend große Kollektive ermöglichen es der LKH, dass 2026 nur ein kleiner Mehrbeitrag nötig war. Die LKH gehört damit zu den kundenfreundlichsten Anbietern in punkto Beitragsstabilität.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei der Generali für 2026?

Die Generali erscheint 2026 sehr moderat mit durchschnittlich nur 5,3 Prozent Erhöhung – einer der niedrigsten Werte unter den großen PKVs. Die Generali nutzt offenbar Spielräume in der Kalkulation und Rückstellungen, um die Anpassungen gering zu halten.

Trotz gestiegener Leistungsausgaben und gesetzlicher Vorgaben bleibt die Generali damit deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 13 Prozent. Für Versicherte der Generali bedeutet das 2026 nur geringfügig höhere Beiträge.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei der Allianz für 2026?

Die Allianz erhöht ihre PKV-Beiträge 2026 um durchschnittlich 11 Prozent. Damit gehört die Allianz zu den moderateren Anbietern und liegt unter dem Branchenschnitt von 13 Prozent. Gestiegene Kosten für Krankenhaus, Medikamente, ambulante Behandlungen und Zahnersatz sind die Hauptursachen.

Die Erhöhungen verteilen sich unterschiedlich: Während viele Erwachsene in den Haupttarifen nur moderate Aufschläge im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich verkraften müssen, erleben Kinder und Jugendliche teilweise deutlich zweistellige Steigerungen zwischen 14 und 21 Prozent.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei der Debeka für 2026?

Die Debeka erhöht 2026 ihre Beiträge um durchschnittlich 11 Prozent. Nach der starken Anpassung 2025 mit teilweise bis zu 40 Prozent zeigt sich jetzt eine deutliche Entspannung. Besonders bemerkenswert ist die unterschiedliche Behandlung verschiedener Kundengruppen.

Vollbeamte werden 2026 weitgehend geschont – viele Beihilfetarife bleiben stabil oder steigen nur minimal. Die Mehrkosten tragen dagegen hauptsächlich die Angestellten und Selbstständigen in Debeka-Tarifen. Angestellte zahlen etwa 90 Euro mehr pro Monat, was einer Steigerung von rund 10 Prozent entspricht.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei der Barmenia für 2026?

Die Barmenia führt 2026 Beitragsanpassungen von durchschnittlich 11,6 Prozent durch. Der Großteil der Anpassungen bleibt moderat im Rahmen des Branchendurchschnitts. Die modernen einsA-Tarife für Angestellte und Selbstständige verzeichnen Erhöhungen zwischen 9 und 13 Prozent je nach Alter.

In den Beamten-Unisex-Beihilfetarifen liegen die Anpassungen bei etwa 20 bis 25 Euro monatlich, was rund 8 bis 12 Prozent entspricht. Teilweise gibt es bei 2-Bett-Optionen sogar Beitragssenkungen. Die Barmenia bleibt damit vergleichsweise beitragsstabil.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei der Gothaer für 2026?

Die Gothaer erhöht die PKV-Beiträge 2026 um durchschnittlich 12,7 Prozent. Diese spürbare, aber keine extreme Anpassung liegt leicht unter dem Branchenschnitt. Die steigenden Gesundheitskosten, insbesondere ambulant, sowie der Anpassungsbedarf in einigen älteren Tarifen sind die Hauptgründe.

Die geplante Fusion mit der Barmenia könnte mittelfristig die Tariflandschaften verändern, hat aber kurzfristig keinen Einfluss auf die Beiträge 2026. Für 2026 bleibt festzuhalten: Gothaer-Versicherte erleben Erhöhungen im üblichen Rahmen.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei der HanseMerkur für 2026?

Die HanseMerkur hebt zum 1. Januar 2026 die Beiträge um durchschnittlich 13 Prozent an und liegt damit genau im Branchenschnitt. Die HanseMerkur hatte für viele Unisex-Neutarife bis Ende 2025 eine Beitragsgarantie ausgesprochen, sodass diese Tarife jetzt erstmals angepasst werden.

Der hohe allgemeine Kostenanstieg und die nötige Anpassung bisher unterkalkulierter Tarife sind die Gründe für diese Erhöhungen. Besonders im Beihilfesegment fallen deutliche Anpassungen auf, während auch die Angestellten-Tarife zweistellige Erhöhungen erfahren.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei AXA für 2026?

Die AXA-Gruppe gehört zu den stärker betroffenen großen PKVs mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 15,9 Prozent. Damit liegt AXA deutlich über dem Branchenschnitt von 13 Prozent. Besonders drastisch fallen die Beitragssprünge für Jugendliche aus, während Kinder oft nur einstellige Prozentsätze verkraften müssen.

Der Kostenanstieg für ambulante und stationäre Leistungen sowie das Überschreiten der gesetzlichen Schwellen sind die Hauptgründe. Auch zahlreiche geschlossene Alt-Tarife aus der Bisex-Serie werden mit zweistelligen Erhöhungen angepasst.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei der R+V für 2026?

Die R+V gehört 2026 zu den Top 3 mit den höchsten Erhöhungen im Markt. Durchschnittlich steigen die R+V-Beiträge um 16,8 Prozent. Insbesondere für Angestellte und Selbstständige sind Beitragssteigerungen um 20 bis 30 Prozent Realität, während Beamten-Tarife etwas moderater mit etwa 15 Prozent steigen.

Stark gestiegene Kosten vor allem in Angestellten-Kollektiven, der Zinsverfall der höhere Alterungsrückstellungen erfordert sowie die gesetzlich überschrittene Schwelle sind die Gründe. Für R+V-Kunden bedeutet das eine spürbare Mehrbelastung.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei BBKK und Union KV für 2026?

Die Bayerische Beamtenkrankenkasse und Union Krankenversicherung verzeichnen mit 22,8 Prozent die höchste durchschnittliche Erhöhung 2026 im gesamten PKV-Markt. Nach zwei Jahren Beitragsstillstand müssen viele Versicherte nun Sprünge von 30 bis 40 Prozent verkraften.

Besonders die gemeinsame GesundheitVARIO-Tarifserie wird kräftig angepasst. Kinder zahlen teilweise 41 bis 42 Prozent mehr, Erwachsene zwischen 31 und 40 Prozent mehr. Die hohen Kostensteigerungen im Leistungskollektiv, vor allem bei Angestellten-Tarifen, sowie die nötige Nachholung nach längerer Stabilität sind die Gründe für diese massiven Anpassungen.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei der ARAG für 2026?

Die ARAG zeigt 2026 eine ungewöhnliche Struktur: Während Angestellte und Selbstständige nur moderate 3 bis 5 Prozent mehr zahlen, sind Beamte mit 7 bis 9 Prozent und Beamtenanwärter mit 9 bis 11 Prozent deutlich stärker betroffen.

Damit trifft es bei der ARAG den öffentlichen Dienst überproportional – ein Phänomen, das auf spezielle Tarifkalkulationen und früher sehr günstige Beamtentarife zurückgeführt wird. In einzelnen sehr kleinen Kollektiven können die Erhöhungen sogar bis zu 49 Prozent erreichen.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung bei der Alte Oldenburger für 2026?

Die Alte Oldenburger, bekannt für traditionell stabile Prämien, muss zum Jahreswechsel 2026 ebenfalls deutlich anpassen. In bestimmten geschlossenen Bisex-Tarifen zeigen sich Anpassungen um bis zu 26 Prozent. Im Neugeschäft der Alten Oldenburger bewegen sich die Erhöhungen je nach Tarif und Altersgruppe meist im hohen einstelligen bis mittleren zweistelligen Bereich.

Dies verunsichert viele langjährige Kunden, zeigt aber, dass selbst sehr solide kalkulierte Versicherer den allgemeinen Kostenschub nicht vollständig abfangen können. Die gestiegenen Ausgaben im Gesundheitswesen und das Erreichen der gesetzlichen Anpassungsschwellen machen auch hier eine Beitragsanpassung notwendig.

Weitere PKV-Anbieter ohne veröffentlichte Durchschnittswerte

Einige PKV-Anbieter haben bis Redaktionsschluss keine offiziellen Durchschnittswerte für ihre Beitragsanpassungen 2026 veröffentlicht. Dazu gehören unter anderem die Continentale, DKV (passt traditionell zum 1. April an), Hallesche, HUK-Coburg, Inter, LVM, Mecklenburgische, Münchener Verein, Nürnberger, Ottonova, SDK, Signal Iduna, uniVersa und Württembergische.

Einzelne Versicherte berichten von Anpassungen, die im Rahmen des Branchendurchschnitts liegen. Konkrete belastbare Durchschnittswerte liegen jedoch nicht vor. Versicherte dieser Anbieter sollten ihre persönliche Beitragsanpassungsmitteilung abwarten und die dort genannten Erhöhungen mit dem Branchenschnitt von etwa 13 Prozent vergleichen.

Sonderkündigungsrecht und PKV-Wechsel bei Beitragserhöhung

Bei einer Beitragserhöhung in der privaten Krankenversicherung steht dir grundsätzlich ein Sonderkündigungsrecht zu, mit dem ein schneller und rechtssicherer Wechsel möglich wird. Die Kündigungsfrist beträgt dabei in der Regel zwei Monate ab Zugang der Änderungsmitteilung.

Voraussetzungen für das Sonderkündigungsrecht

Das Sonderkündigungsrecht nach § 205 Versicherungsvertragsgesetz greift in folgenden Situationen. Die Versicherung erhöht die Beiträge oder schränkt vertragliche Leistungen ein. Es genügt bereits, wenn einzelne Tarifbereiche wie das Krankentagegeld teurer werden, um eine außerordentliche Kündigung auszulösen.

Das Sonderkündigungsrecht gilt zusätzlich bei einem Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung durch Versicherungspflicht oder Eintritt eines Anspruchs auf Heilfürsorge, etwa bei Beamten. Diese Regelung gibt dir die nötige Flexibilität, um auf veränderte Lebensumstände zu reagieren.

Kündigungsfrist und Ablauf

Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate ab Erhalt des Schreibens zur Beitragsanpassung. Die Kündigung wird mit dem Tag wirksam, an dem die neue, höhere Beitragszahlung beginnt. Ein Warten bis zum Ende des Versicherungsjahres ist nicht erforderlich, anders als bei der regulären Kündigung.

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Eine Begründung wie „Beitragserhöhung“ sollte angegeben werden. Gleichzeitig musst du den Nachweis einer lückenlosen Krankenversicherung vorlegen. In Deutschland besteht seit 2009 eine Versicherungspflicht. Ohne Nachweis bleibt der alte Vertrag bestehen und es können doppelte Beiträge anfallen.

Optionen bei Beitragserhöhung

Nach Zugang der Erhöhungsmitteilung stehen dir mehrere Wege offen. Die Prüfung der Erhöhung ist der erste Schritt, denn nicht jede Beitragsanpassung ist rechtmäßig. Versicherer müssen die Erhöhung nachvollziehbar begründen und ein unabhängiger Treuhänder muss die Kalkulation genehmigen.

Bei formalen Fehlern und unzureichender Begründung können Beiträge sogar rückgefordert werden.

Der interne Tarifwechsel ist oft die beste Lösung, da deine Altersrückstellungen vollständig erhalten bleiben. Eine erneute Gesundheitsprüfung entfällt, und ein Wechsel zu einem günstigeren Tarif innerhalb deiner Versicherung ist häufig möglich. Viele Versicherte sparen durch einen internen Tarifwechsel 30 bis 50 Prozent, ohne die über Jahre aufgebauten Rückstellungen zu verlieren.

Ein Wechsel zu einer anderen PKV erfordert eine neue Gesundheitsprüfung und führt zum Verlust eines Großteils der Altersrückstellungen. Prüfe sorgfältig, ob dieser Schritt finanziell und leistungstechnisch sinnvoll ist.

Mit zunehmendem Alter wird eine neue Gesundheitsprüfung problematischer, denn Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen oder sogar zur Ablehnung führen.

Die Rückkehr in die GKV ist in der Regel nur bei Eintritt der Versicherungspflicht möglich, beispielsweise durch Unterschreiten der Versicherungspflichtgrenze oder im Rahmen einer Familienversicherung. Eine Rückforderung zu viel gezahlter Beiträge ist nach BGH-Urteilen bis zu drei Jahre rückwirkend möglich, wobei die absolute Höchstfrist bei zehn Jahren liegt.

Handlungsempfehlungen

Eine Kündigung bei Beitragserhöhung ist grundsätzlich möglich, die Zwei-Monats-Frist musst du jedoch strikt einhalten. Wähle deinen neuen Tarif oder Anbieter sorgfältig aus, bevor du kündigst, und stelle einen nahtlosen Versicherungsschutz sicher.

Prüfe die formale Begründung der Beitragserhöhung genau. Bei Unsicherheit solltest du juristische Hilfe in Anspruch nehmen, denn fehlerhafte Beitragsanpassungen können teuer werden. Ein interner Tarifwechsel bietet erhebliche Vorteile gegenüber einem vollständigen Anbieterwechsel, insbesondere für ältere Versicherte mit aufgebauten Altersrückstellungen.

Fazit zu den PKV-Beitragserhöhungen in 2026

„Die Beitragserhöhungen 2026 zeigen deutlich: Die PKV ist kein Sparmodell, sondern eine langfristige Investition in deine Gesundheitsversorgung. Wer jetzt die richtigen Weichen stellt und sein Sonderkündigungsrecht nutzt, kann trotz steigender Beiträge optimale Leistungen zu fairen Konditionen sichern.“

Die Unterschiede zwischen den Versicherern sind enorm. Während die LKH ihre Kunden mit Erhöhungen von nur 3,6 Prozent weitgehend verschont, müssen BBKK/UKV-Versicherte Beitragssprünge von durchschnittlich 22,8 Prozent verkraften. Die R+V folgt mit 16,8 Prozent auf Platz zwei der höchsten Erhöhungen, während die Generali mit nur 5,3 Prozent zu den moderatesten Anbietern gehört.

Dein Sonderkündigungsrecht ist ein wertvolles Instrument, das du strategisch nutzen solltest. Oft ist ein interner Tarifwechsel die beste Lösung, um Beiträge zu senken und gleichzeitig deine über Jahre aufgebauten Altersrückstellungen zu erhalten. Ein Wechsel zu einem anderen Versicherer sollte gut überlegt sein, denn die neue Gesundheitsprüfung kann zu unangenehmen Überraschungen führen.

Die Beitragserhöhungen 2026 sind keine Ausnahme, sondern Teil einer langfristigen Entwicklung. Die demografische Alterung, die medizinische Inflation und neue, teure Behandlungsmethoden werden die Beiträge auch in den kommenden Jahren weiter nach oben treiben. Wer seine PKV strategisch optimiert, kann jedoch auch bei steigenden Kosten eine erstklassige Gesundheitsversorgung zu vertretbaren Konditionen sichern.

Lutz Gottschlich
Experte für Versicherungen
Über den Autor
Lutz Gottschlich ist Sales Expert und Teamleiter Arbeitskraftsicherung bei der COVAGO Versicherungsmakler GmbH. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Beratung zu Berufsunfähigkeit, Lebens- und Krankenversicherung ist er interner Ansprechpartner für Kollegen und Kunden gleichermaßen. Bekannt ist er für seine ruhige, unaufgeregte Art und die Fähigkeit, auch komplexe Versicherungsthemen verständlich auf den Punkt zu bringen.
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