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Welche Versicherungen brauche ich mit 25 Jahren?

Mit 25 Jahren läuft vieles aus, was Du bisher als selbstverständlich hattest. Die Familienversicherung der Eltern in der GKV endet, der Mitversicherungsschutz in der Haftpflicht fällt weg, Sondertarife für Schüler und Studenten laufen ab. Wer das verschläft, steht plötzlich mit Lücken da – manchmal ohne es zu merken, bis es zu spät ist.

Gleichzeitig ist das Alter Mitte 20 der beste Moment, um Versicherungen aufzubauen, die Dich Jahrzehnte begleiten. Du bist gesund, Dein Eintrittsalter ist niedrig, und Du hast noch keine Vorerkrankungen, die spätere Verträge teuer oder unmöglich machen.

Was ändert sich versicherungstechnisch mit 25 Jahren?

Mit 25 Jahren endet für die meisten der Schutz durch die Eltern. Die beitragsfreie Familienversicherung in der GKV ist an klare Alters- und Einkommensgrenzen geknüpft und läuft in der Regel mit dem 25. Geburtstag oder dem Ende der ersten Ausbildung aus. Gleichzeitig enden viele Mitversicherungsschutzklauseln in Haftpflicht-, Hausrat- und Auslandsreisekrankenversicherungen der Eltern.

Das bedeutet in der Praxis: Was bis gestern kostenlos lief, kostet ab heute Dein eigenes Geld. Wer das nicht aktiv prüft und nachholt, hat möglicherweise für Wochen oder Monate gar keinen Schutz – ohne es zu wissen.

Welche Versicherungen sind mit 25 Jahren gesetzlich Pflicht?

Zwei Versicherungen schreibt der Gesetzgeber vor. Alles andere ist freiwillig – aber wie freiwillig es wirklich ist, erfährst Du in den nächsten Abschnitten.

Krankenversicherung: Jetzt auf eigene Rechnung

Die Krankenversicherungspflicht gilt ohne Ausnahme für jeden in Deutschland. Mit 25 Jahren hast Du drei realistische Optionen: die gesetzliche Krankenversicherung als Pflichtmitglied über den Arbeitgeber, die freiwillige GKV als Selbstständiger oder Student jenseits der Familienversicherung, oder die private Krankenversicherung für alle, die die Voraussetzungen erfüllen.

Als Angestellter mit einem Gehalt unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze bist Du automatisch GKV-pflichtig. Dein Arbeitgeber übernimmt rund die Hälfte des Beitrags, Du zahlst den Rest – bei 2.500 Euro brutto sind das grob 200 bis 225 Euro monatlich für Kranken- und Pflegeversicherung zusammen.

Für Selbstständige und Gutverdienende öffnet sich die Frage GKV oder PKV. Mit 25 Jahren und guter Gesundheit ist der Eintritt in eine leistungsstarke PKV günstig – je nach Tarif und Selbstbehalt zahlst Du für solide Vollversicherungen zwischen 250 und 400 Euro monatlich, für premium Tarife deutlich mehr. Wer hier langfristig plant und die PKV wirklich dauerhaft tragen kann, ist mit dem richtigen Tarif oft besser versorgt als in der GKV.

Kfz-Haftpflicht: Kein Auto ohne Schutz

Wer ein Fahrzeug auf sich anmeldet, kommt an der Kfz-Haftpflicht nicht vorbei. Das ist schlicht Zulassungsvoraussetzung. Mit 25 Jahren und einer ersten eigenen Schadenfreiheitsklasse zahlst Du für einen normalen Pkw in der Regel zwischen 40 und 100 Euro monatlich – deutlich weniger als mit 18, aber noch weit entfernt von den Konditionen erfahrener Fahrer.

Welche Versicherungen sind mit 25 Jahren unverzichtbar?

Zwei Versicherungen sind zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber in der Praxis genauso wichtig wie die Pflichtpolicen. Wer sie nicht hat, riskiert im Ernstfall seine finanzielle Existenz.

Private Haftpflicht: Dein günstigster Existenzschutz

Die private Haftpflichtversicherung schützt Dich, wenn Du jemand anderen schädigst – bei einem Fahrradunfall mit Körperverletzung, einem zerstörten Möbelstück beim Umzug, einem Wasserschaden in der Mietwohnung. Ohne Haftpflichtversicherung haftest Du unbeschränkt mit Deinem gesamten Vermögen, auch dem zukünftigen.

Das ist kein theoretisches Risiko. Ein schwerer Personenschaden kann schnell Schadensersatzforderungen in sechsstelliger Höhe auslösen – ein Betrag, der ein ganzes Berufsleben überschattet. Gute Single-Tarife gibt es bereits ab 3 bis 7 Euro monatlich. Es gibt kaum eine günstigere Absicherung gegen so ein gravierendes Risiko.

Falls Du noch über die Eltern mitversichert bist: Prüfe das jetzt aktiv. Viele Familientarife enden mit Ende der Erstausbildung oder spätestens mit 25. Wer das nicht prüft, hat möglicherweise seit Monaten keinen Schutz.

Berufsunfähigkeit: Das Fenster schließt sich

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist mit 25 Jahren keine Selbstverständlichkeit im Budget – aber sie ist die Versicherung, die Du zu keinem späteren Zeitpunkt so günstig und so unkompliziert bekommst wie jetzt. Mit 25 Jahren bist Du jung, gesund und wirst von Versicherern in aller Regel ohne Ausschlüsse und ohne Zuschläge angenommen.

Wartest Du bis 35, können ein behandelter Rücken, eine psychische Diagnose, erhöhte Blutfettwerte oder ein altes Sportverletzungsprotokoll dazu führen, dass Du höhere Beiträge zahlst, bestimmte Erkrankungen ausgeschlossen bekommst oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr aufgenommen wirst.

Was leistet die BU konkret? Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn Du Deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist für Berufseinsteiger mit wenigen Beitragsjahren minimal – sie reicht im Ernstfall nicht zum Leben.

Für einen risikoarmen akademischen Beruf mit einer BU-Rente von 1.500 bis 2.000 Euro monatlich liegen die Beiträge bei einem Eintrittsalter von 25 Jahren grob zwischen 40 und 90 Euro monatlich – stark abhängig von Tarif, Berufsgruppe und Gesundheitszustand. Körperlich belastende Berufe zahlen deutlich mehr.

Welche Versicherungen sind mit 25 Jahren sinnvoll?

Neben den unverzichtbaren Bausteinen gibt es einige Versicherungen, die je nach Lebenssituation sehr viel Sinn ergeben – aber nicht für jeden in gleichem Maße relevant sind.

Hausrat: Erst relevant, wenn eigene Wohnung

Wer mit 25 Jahren in einer eigenen Wohnung lebt und nennenswertes Eigentum hat – Laptop, Möbel, Elektrogeräte, Fahrrad – sollte eine Hausratversicherung haben. Sie schützt gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Einbruch, Sturm und Vandalismus. Solange Du noch im Elternhaus wohnst, bist Du über deren Police mitversichert.

Für eine Wohnung bis 50 Quadratmeter zahlst Du je nach Stadt und Deckungsumfang zwischen 5 und 15 Euro monatlich – eine überschaubare Ausgabe für den Schutz von oft mehreren Tausend Euro Besitz.

Auslandsreisekrankenversicherung: Klein im Preis, groß im Nutzen

Die GKV zahlt im Ausland nur sehr begrenzt – Rücktransporte nach Deutschland zum Beispiel fast nie. Eine Auslandsreisekrankenversicherung kostet für eine Einzelperson als Jahrespolice zwischen 10 und 30 Euro und deckt Dich bei jeder Reise ab. Wer auch nur einmal im Jahr ins Ausland fährt, sollte sie haben.

Rechtsschutz: Sobald Du Mieter, Fahrer oder Arbeitnehmer bist

Sobald Du eine eigene Wohnung mietest, ein Auto fährst und in einem Arbeitsverhältnis stehst, bist Du in drei Bereichen einem echten Streitrisiko ausgesetzt. Ein Kombitarif aus Privat-, Verkehrs- und Berufsrechtsschutz kostet zwischen 10 und 30 Euro monatlich und übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten, wenn es darauf ankommt.

Zahnzusatz und Krankenhausversicherung: Sinnvoll, aber keine Priorität

Die GKV übernimmt Zahnersatz nur in der Basisversorgung – wer hochwertigen Zahnersatz oder gute Prothetik möchte, zahlt sonst aus eigener Tasche. Gute Zahnzusatztarife für 25-Jährige kosten zwischen 15 und 35 Euro monatlich und amortisieren sich spätestens bei der ersten größeren Behandlung.

Eine stationäre Zusatzversicherung für Chefarztbehandlung und Einbettzimmer im Krankenhaus kostet ähnlich viel, ist aber eher Komfort als Notwendigkeit. Wer hier Prioritäten setzen muss, sichert zuerst Haftpflicht und BU – der Rest kommt danach.

Private Unfallversicherung: Nur bei konkretem Risikoprofil

Die private Unfallversicherung ergänzt die gesetzliche Unfallversicherung um Freizeitrisiken – sie zahlt bei Unfallfolgen außerhalb der Arbeit und der versicherten Wege. Wer risikoreiche Hobbys hat, wenig finanzielle Rücklagen besitzt oder keinen lückenlosen BU-Schutz hat, sollte sie in Betracht ziehen. Sie ist aber kein Ersatz für eine solide Berufsunfähigkeitsversicherung, die auch bei Krankheit leistet.

Risikolebensversicherung: Erst bei Familie oder Kredit

Wer mit 25 Jahren Kinder hat, eine Immobilie finanziert oder einen Partner absichern möchte, braucht eine Risikolebensversicherung. Sie ist eine reine Todesfallabsicherung ohne Sparkomponente – für eine Versicherungssumme von 200.000 Euro, 20 Jahre Laufzeit, nichtrauchende Person mit 25 Jahren zahlt man grob 5 bis 15 Euro monatlich. Als Single ohne Verpflichtungen ist sie kein Thema.

Was kostet ein solides Versicherungspaket mit 25 Jahren?

Wer die Basisabsicherung zusammenstellt, kommt auf überschaubare Kosten. Die Tabelle zeigt realistische Orientierungswerte – ohne Krankenversicherung, da die stark von Einkommen und Situation abhängt:

VersicherungPflicht?Monatliche Kosten (ca.)
Kranken- und PflegeversicherungJa200–225 Euro (Angestellte, GKV)
Kfz-Haftpflicht (bei eigenem Auto)Ja40–100 Euro
Private HaftpflichtFaktisch ja3–7 Euro
BerufsunfähigkeitNein, aber unverzichtbar40–90 Euro je nach Beruf und BU-Rente
HausratNein, bei eigener Wohnung sinnvoll5–15 Euro
Auslandsreise-KVNein, aber günstig1–3 Euro
RechtsschutzNein, bei Wohnung, Auto, Job sinnvoll10–30 Euro
ZahnzusatzNein, Vorsorge/Komfort15–35 Euro
Private UnfallversicherungNein, je nach Risiko5–20 Euro
RisikolebensversicherungNein, bei Familie oder Kredit5–15 Euro

Wer mit 25 Jahren berufstätig ist, eine eigene Wohnung hat und kein Auto fährt, sollte realistisch mit 60 bis 150 Euro monatlich für eine solide Grundabsicherung rechnen – Haftpflicht, BU und Hausrat eingeschlossen. Mit Auto, Rechtsschutz und Zahnzusatz kommt schnell das Doppelte zusammen.

Das klingt nach viel. Aber wer jetzt die richtigen Entscheidungen trifft, zahlt in den nächsten Jahrzehnten weniger als jemand, der mit 35 von vorne anfängt – mit schlechteren Konditionen, höheren Beiträgen und möglicherweise Vorerkrankungen, die manche Versicherungen dann ausschließen. Fang mit Haftpflicht und BU an, baue den Rest Schritt für Schritt auf.

Lutz Gottschlich
Experte für Versicherungen
Über den Autor
Lutz Gottschlich ist Sales Expert und Teamleiter Arbeitskraftsicherung bei der COVAGO Versicherungsmakler GmbH. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Beratung zu Berufsunfähigkeit, Lebens- und Krankenversicherung ist er interner Ansprechpartner für Kollegen und Kunden gleichermaßen. Bekannt ist er für seine ruhige, unaufgeregte Art und die Fähigkeit, auch komplexe Versicherungsthemen verständlich auf den Punkt zu bringen.
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