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Zahlt die PKV für meine Kontaktlinsen?

Du trägst täglich Kontaktlinsen und die Kosten für Monats- oder Jahreslinsen plus Pflegemittel summieren sich auf mehrere hundert Euro jährlich? Dann fragst du dich sicher, ob deine private Krankenversicherung diese Ausgaben übernimmt. Die Antwort ist ermutigend: PKV-Tarife behandeln Kontaktlinsen genauso großzügig wie Brillen und zahlen oft mehrere hundert bis über tausend Euro alle paar Jahre für Sehhilfen aller Art.

Das sehe ich bei Kunden immer wieder – die Freude, wenn sie erfahren, dass ihr PKV-Budget nicht nur für Brillen gilt, sondern auch vollständig für Kontaktlinsen genutzt werden kann. Besonders Vielträger von Tages- oder Monatslinsen sind oft überrascht, wie viel Geld sie durch die PKV-Erstattung sparen können, während GKV-Versicherte praktisch alles selbst zahlen müssen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • PKV behandelt Kontaktlinsen wie Brillen und zahlt aus dem gemeinsamen Sehhilfen-Budget
  • Typische Budgets: 200-1.000 Euro alle 24-36 Monate, je nach Tarifqualität
  • GKV zahlt Kontaktlinsen nur in seltenen medizinischen Ausnahmefällen
  • Auch Pflegemittel für Kontaktlinsen sind meist in der PKV-Erstattung enthalten
  • Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung oder dokumentierte Sehschärfenbestimmung

Übernimmt die PKV die Kosten für Kontaktlinsen?

Ja, die private Krankenversicherung übernimmt Kontaktlinsen-Kosten grundsätzlich genauso wie Brillenkosten – aber nur dann, wenn dein Tarif Sehhilfen vorsieht und eine medizinische Notwendigkeit dokumentiert ist. Kontaktlinsen und Brillen teilen sich dabei das gleiche Budget, du kannst also frei entscheiden, wofür du dein Sehhilfen-Kontingent nutzen möchtest.

Welche Kontaktlinsen zahlt die PKV?

Die PKV erstattet alle medizinisch verordneten Kontaktlinsen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Das umfasst sowohl weiche als auch harte Linsen, Tages-, Monats- und Jahreslinsen sowie Speziallinsen für Hornhautverkrümmung oder andere Augenerkrankungen.

Anders als die GKV stellt die PKV keine extremen medizinischen Anforderungen. Es reicht meist eine normale Fehlsichtigkeit mit ärztlicher Verordnung oder professioneller Anpassung durch den Optiker. Ob du Kontaktlinsen aus Komfortgründen oder aus medizinischen Gründen trägst, ist für die meisten PKV-Tarife irrelevant.

Auch die dazugehörigen Pflegemittel sind in vielen Tarifen ausdrücklich mitversichert. Reinigungslösungen, Aufbewahrungsbehälter und Nachbenetzungstropfen fallen damit ebenfalls unter das Sehhilfen-Budget.

Wie funktioniert das gemeinsame Budget mit Brillen?

Ein wichtiger Punkt: Kontaktlinsen und Brillen nutzen normalerweise das gleiche Budget. Hast du beispielsweise 500 Euro alle zwei Jahre für Sehhilfen und kaufst Kontaktlinsen für 300 Euro, bleiben dir noch 200 Euro für eine Brille oder weitere Linsen in diesem Zeitraum.

Das bietet maximale Flexibilität. Du kannst das komplette Budget für Jahreslinsen nutzen, aufteilen zwischen Tageslinsen und einer Ersatzbrille oder hauptsächlich für hochwertige Gleitsicht-Kontaktlinsen ausgeben. Die Entscheidung liegt bei dir, nicht bei der Versicherung.

Du möchtest in die PKV?

Dann bist du hier genau richtig. Auch mit Vorerkrankungen ist ein Weg in die PKV nicht ausgeschlossen. Wenn es einen gibt, finde ich diesen.

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Gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Linsentypen?

Die PKV unterscheidet normalerweise nicht zwischen verschiedenen Kontaktlinsen-Arten. Ob du günstige Monatslinsen für 150 Euro jährlich oder teure torische Tageslinsen für 600 Euro jährlich trägst – der Erstattungssatz ist derselbe.

Allerdings können Speziallinsen wie Nachtlinsen (Orthokeratologie) oder Sklerallinsen in manchen Tarifen gesondert behandelt werden, da sie eher therapeutischen als rein optischen Charakter haben. Hier lohnt sich eine Voranfrage bei der PKV.

Was zahlt die PKV für Kontaktlinsen?

Die PKV-Erstattung für Kontaktlinsen richtet sich nach deinem allgemeinen Sehhilfen-Budget und liegt typischerweise zwischen 200 Euro alle drei Jahre in Basis-Tarifen bis zu 1.000 Euro alle drei Jahre in Premium-Policen. Da Kontaktlinsen oft günstiger sind als teure Gleitsichtbrillen, können Linsenträger ihr Budget meist optimal ausschöpfen.

Wie hoch sind typische Sehhilfen-Budgets in der PKV?

Die Bandbreite der PKV-Leistungen für Sehhilfen ist erheblich und zeigt die Qualitätsunterschiede zwischen den Tarifen deutlich auf:

Basis-Tarife

Günstige PKV-Tarife bieten oft nur 100 bis 200 Euro alle 36 Monate für alle Sehhilfen zusammen. Das reicht gerade für günstige Jahreslinsen oder eine einfache Brille, aber nicht für beides.

Standard-Tarife

Normale Volltarife zahlen typischerweise 250 bis 400 Euro alle 24 bis 30 Monate. Das ermöglicht eine solide Kontaktlinsen-Versorgung oder eine gute Brille.

Premium-Tarife

Hochwertige PKV-Tarife bieten 500 bis 1.000 Euro alle 24 bis 36 Monate und decken damit auch intensive Kontaktlinsen-Nutzung großzügig ab.

Beispiel: Allianz MeinGesundheitsschutz Best

Der aktuelle Hochleistungstarif der Allianz zeigt, was bei Premium-PKV für Kontaktlinsenträger möglich ist:

  • Sehhilfen-Budget: 1.000 Euro alle 36 Monate für Brillen, Kontaktlinsen und Pflegemittel
  • Erstattung: 100 Prozent der Kosten bis zur Budgetgrenze
  • Flexibilität: Komplettes Budget kann für Kontaktlinsen genutzt werden
  • Inklusive: Auch Reparaturen und Pflegemittel sind abgedeckt

Trägst du beispielsweise Monatslinsen für 200 Euro jährlich plus Pflegemittel für 80 Euro, kostet dich das über drei Jahre 840 Euro. Im Allianz-Tarif würdest du die kompletten 840 Euro erstattet bekommen.

Beispiel: Jahreskosten verschiedener Kontaktlinsen-Typen mit PKV-Erstattung

Die folgende Übersicht zeigt, wie sich verschiedene PKV-Budgets bei typischen Kontaktlinsen-Kosten auswirken:

Günstige Monatslinsen (180 Euro jährlich)

PKV-Budget alle 24 MonateErstattung über 2 JahreEigenanteil gesamt
300 Euro300 €60 Euro
500 Euro360 €0 Euro
800 Euro360 €0 Euro

Bei günstigen Linsen profitierst du schon von mittleren PKV-Budgets vollständig.

Tageslinsen (450 Euro jährlich)

PKV-Budget alle 36 MonateErstattung über 3 JahreEigenanteil gesamt
500 Euro500 €850 Euro
800 Euro800 €550 Euro
1.000 Euro1.000 €350 Euro

Bei teureren Tageslinsen zeigen sich die Unterschiede zwischen den Tarifen deutlicher.

Speziallinsen torisch (650 Euro jährlich)

PKV-Budget alle 36 MonateErstattung über 3 JahreEigenanteil gesamt
500 Euro500 €1.450 Euro
800 Euro800 €1.150 Euro
1.000 Euro1.000 €950 Euro

Hier wird ein großzügiges Budget besonders wertvoll.

Werden auch Kontaktlinsen-Pflegemittel erstattet?

Die meisten guten PKV-Tarife schließen Pflegemittel für Kontaktlinsen ausdrücklich in das Sehhilfen-Budget ein. Reinigungslösungen, Proteinentferner und Aufbewahrungsbehälter kosten jährlich zusätzlich 50 bis 150 Euro und summieren sich über die Jahre erheblich.

Diese Pflegemittel-Erstattung ist ein klarer Vorteil gegenüber der GKV, die praktisch nie solche Nebenkosten übernimmt. Gerade bei harten Kontaktlinsen mit aufwändiger Pflege können die Nebenkosten beträchtlich werden.

Wie optimierst du die Ausschöpfung deines Budgets?

Da das Sehhilfen-Budget meist für einen festen Zeitraum gilt, solltest du strategisch planen. Sammel alle kontaktlinsen-bezogenen Rechnungen über den Erstattungszeitraum und reiche sie gesammelt ein, um das Budget optimal zu nutzen.

Falls du sowohl Kontaktlinsen als auch eine Brille brauchst, prüfe vor größeren Anschaffungen dein verfügbares Restbudget. Manchmal lohnt es sich, eine teure Brille an den Anfang eines neuen Erstattungszeitraums zu legen.

Vergleich: Welche Kosten übernimmt die GKV bei Kontaktlinsen?

Die gesetzliche Krankenversicherung zeigt bei Kontaktlinsen eine ihrer restriktivsten Seiten und übernimmt nur in sehr seltenen, eng definierten medizinischen Ausnahmefällen Kosten für Linsen. Für die allermeisten Kontaktlinsenträger bedeutet das komplette Eigenfinanzierung – ein krasser Gegensatz zur oft großzügigen PKV-Erstattung.

Wann zahlt die GKV überhaupt für Kontaktlinsen?

Die GKV behandelt Kontaktlinsen nicht als normale Sehhilfe, sondern als medizinisches Hilfsmittel, das nur verordnet werden kann, wenn eine Brille nicht ausreicht oder nicht geeignet ist. Die Hürden sind extrem hoch:

Anerkannte medizinische Indikationen

Die GKV zahlt Kontaktlinsen nur bei wenigen, sehr spezifischen Diagnosen:

  • Keratokonus: Fortschreitende Hornhautverkrümmung, bei der Brillen keine ausreichende Korrektur ermöglichen
  • Extreme Anisometropie: Wenn die Sehstärke beider Augen um mehr als 2 Dioptrien unterschiedlich ist
  • Sehr hohe Fehlsichtigkeit: Bei extremen Werten, wo Brillengläser zu dick oder schwer würden
  • Irreguläre Hornhaut: Nach Verletzungen oder Operationen, wenn die Hornhautoberfläche unregelmäßig ist
  • Therapeutische Kontaktlinsen: Als Verbandlinsen bei bestimmten Augenerkrankungen

Was zahlt die GKV konkret bei anerkannten Indikationen?

Selbst wenn eine der seltenen medizinischen Indikationen vorliegt, zahlt die GKV nur begrenzte Festbeträge, die oft weit unter den realen Kosten liegen:

Festbeträge für verschiedene Linsentypen

Die GKV arbeitet mit bundesweit einheitlichen Festbeträgen pro Kontaktlinsen-Kategorie. Diese decken Material, Anpassung und Nachkontrollen ab, reichen aber meist nicht für Premium-Linsen oder aufwändige Pflege:

  • Weiche Kontaktlinsen: Festbetrag meist zwischen 150 und 300 Euro pro Jahr und Auge
  • Harte Kontaktlinsen: Festbetrag oft zwischen 200 und 400 Euro pro Jahr und Auge
  • Speziallinsen: Bei besonderen Indikationen teilweise höhere Beträge

Zuzahlungen auch bei medizinischer Indikation

Selbst bei anerkannter medizinischer Notwendigkeit musst du die üblichen 10 Prozent Zuzahlung leisten, mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro pro Kontaktlinsen-Versorgung. Das ist zwar wenig, aber zeigt, dass die GKV auch hier nicht vollständig leistet.

Warum ist die GKV bei Kontaktlinsen so restriktiv?

Die gesetzliche Krankenversicherung geht davon aus, dass Brillen die Standardversorgung für Fehlsichtigkeiten sind. Kontaktlinsen werden als „Komfort-Upgrade“ betrachtet, das patients aus eigenen Wünschen heraus wählen, nicht aus medizinischer Notwendigkeit.

Diese Haltung ignoriert die praktischen Vorteile von Kontaktlinsen bei Sport, Beruf oder Lebensqualität und behandelt sie als reine Lifestyle-Entscheidung. Entsprechend restriktiv sind die Erstattungsregeln.

Vergleich der Kontaktlinsen-Kosten: GKV vs PKV bei verschiedenen Szenarien

Szenario 1: Monatslinsen für Kurzsichtigkeit (250 Euro jährlich)

VersicherungMedizinische VoraussetzungErstattungEigenanteil jährlich
GKVKeine Indikation erfüllt0 €250 Euro
PKV Standard (300€/24 Monate)Normale Fehlsichtigkeit reicht250 €0 Euro
PKV Premium (600€/36 Monate)Normale Fehlsichtigkeit reicht250 €0 Euro

Bei normalen Kontaktlinsen ist die PKV klar überlegen.

Szenario 2: Tageslinsen für Hornhautverkrümmung (480 Euro jährlich)

VersicherungMedizinische VoraussetzungErstattungEigenanteil jährlich
GKVKeine Indikation erfüllt0 €480 Euro
PKV Standard (400€/24 Monate)Normale Fehlsichtigkeit reicht400 € über 2 Jahre280 Euro
PKV Premium (800€/36 Monate)Normale Fehlsichtigkeit reicht480 €0 Euro

Auch bei teureren Linsen versagt die GKV komplett.

Szenario 3: Speziallinsen bei Keratokonus (800 Euro jährlich)

VersicherungMedizinische VoraussetzungErstattungEigenanteil jährlich
GKVIndikation erfülltca. 300-400 €400-500 Euro
PKV Standard (500€/36 Monate)Normale Fehlsichtigkeit reicht500 € über 3 Jahre1.900 Euro
PKV Premium (1.000€/36 Monate)Normale Fehlsichtigkeit reicht1.000 € über 3 Jahre1.400 Euro

Nur bei extremen medizinischen Indikationen kann die GKV konkurrenzfähig werden.

Warum ist die PKV bei Kontaktlinsen meist überlegen?

Keine medizinischen Hürden

Die PKV verlangt keine extremen Diagnosen für Kontaktlinsen-Erstattung. Jede dokumentierte Fehlsichtigkeit reicht meist aus, um in den Genuss des Sehhilfen-Budgets zu kommen.

Flexibilität bei der Linsenwahl

Während die GKV nur bestimmte Linsentypen zu Festbeträgen übernimmt, kannst du in der PKV frei zwischen allen Linsenarten wählen und bekommst deinen Tarifprozentsatz der realen Kosten erstattet.

Umfassende Kostendeckung

Die PKV berücksichtigt auch Pflegemittel, Anpassungskosten und Nachkontrollen, während die GKV diese oft separat abrechnet oder gar nicht übernimmt.

Langfristige Planbarkeit

Mit einem festen Budget über 2-3 Jahre kannst du deine Kontaktlinsen-Versorgung langfristig planen, während du bei der GKV nie sicher sein kannst, ob sich die Erstattungsregeln ändern.

Können GKV-Zusatzversicherungen helfen?

Einige Krankenkassen bieten über Satzungsleistungen kleine Zuschüsse für Sehhilfen an, die auch Kontaktlinsen einschließen können. Diese liegen meist bei 50 bis 200 Euro alle paar Jahre – deutlich weniger als gute PKV-Budgets.

Spezielle Brillen- und Kontaktlinsen-Zusatzversicherungen können größere Beträge abdecken, kosten aber oft 15 bis 40 Euro monatlich. Bei diesen Beiträgen über mehrere Jahre rechnest du meist schlechter, als wenn du die Linsen direkt selbst finanzierst.

PKV-Überlegenheit bei Kontaktlinsen ist erdrückend

Der Vergleich zeigt die fundamentalen Philosophie-Unterschiede zwischen beiden Systemen. Während die GKV Kontaktlinsen als Luxus betrachtet und nur in medizinischen Extremfällen minimal unterstützt, ermöglichen gute PKV-Tarife eine umfassende Kontaktlinsen-Versorgung für jeden mit normaler Fehlsichtigkeit.

Das gilt besonders für Menschen, die aus praktischen, beruflichen oder sportlichen Gründen auf Kontaktlinsen angewiesen sind. Die PKV erkennt an, dass moderne Sehhilfen mehr sind als nur Medizin – sie sind Lebensqualität. Bei Kontaktlinsen zeigt sich besonders deutlich, dass die PKV dem modernen Leben näher steht als die immer noch sehr konservative GKV.

Lutz Gottschlich
Experte für Versicherungen
Über den Autor
Lutz Gottschlich ist Sales Expert und Teamleiter Arbeitskraftsicherung bei der COVAGO Versicherungsmakler GmbH. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Beratung zu Berufsunfähigkeit, Lebens- und Krankenversicherung ist er interner Ansprechpartner für Kollegen und Kunden gleichermaßen. Bekannt ist er für seine ruhige, unaufgeregte Art und die Fähigkeit, auch komplexe Versicherungsthemen verständlich auf den Punkt zu bringen.
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