Deine BU-Rente sollte zu dem passen, was Du zum Leben brauchst und was der Staat im Ernstfall zahlt. Unser BU-Bedarfsrechner stellt Dein Netto, Deine Fixkosten und die gesetzliche Erwerbsminderungsrente gegenüber und zeigt Dir die Lücke.
Du trägst Deine eigenen Werte und Annahmen ein. Tarifpreise findest Du hier bewusst keine, denn sie hängen von Beruf, Gesundheit und Vertrag ab.
Wie berechnest Du die passende BU-Rente?
Du startest mit Deinem Bedarf. Der Rechner nimmt den höheren Wert aus Zielanteil vom Netto und Fixkosten. Davon zieht er die Erwerbsminderungsrente nach Abzügen und Deine weiteren Einkünfte ab. Was übrig bleibt, ist die Lücke. Teilt er sie durch den Anteil, den Dir nach Abzügen von der BU-Rente bleibt, kennst Du die nötige BU-Rente.
Mit den Vorbelegungen sieht das so aus. Von 3.000 Euro Netto ergeben 80 % einen Bedarf von 2.400 Euro. Eine volle EM-Rente von 1.220 Euro bringt nach 12,35 % Abzügen 1.069,33 Euro. Die Lücke beträgt 1.330,67 Euro. Bei 10 % Abzügen auf die BU-Rente brauchst Du 1.478,52 Euro im Monat. Zielanteil, Fixkosten und alle Abzüge auf die BU-Rente sind Deine Annahmen, die Du jederzeit ändern kannst.
Was zahlt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente?
Die gesetzliche Rente fragt, wie viele Stunden Du auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch arbeiten kannst. Dein bisheriger Beruf spielt dabei keine Rolle. Das regelt § 43 SGB VI, den Rentenartfaktor nennt § 67 SGB VI.
| Arbeitsfähigkeit am Tag | Rente | Rentenartfaktor |
|---|---|---|
| unter 3 Stunden | volle Erwerbsminderung | 1,0 |
| 3 bis unter 6 Stunden | teilweise Erwerbsminderung | 0,5 |
| ab 6 Stunden | keine Rente | 0 |
Voraussetzung sind in der Regel drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren und die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren aus § 50 SGB VI. Die alte Rente wegen Berufsunfähigkeit aus § 240 SGB VI erhält nur, wer vor dem 2. Januar 1961 geboren ist.
Deinen persönlichen Wert findest Du in der Renteninformation, die nach § 109 SGB VI die Rente bei voller Erwerbsminderung ausweist. Zur Einordnung nennt die Deutsche Rentenversicherung für neue Erwerbsminderungsrenten im Jahr 2025 einen durchschnittlichen Zahlbetrag von rund 1.067 Euro. Die Vorbelegung von 1.220 Euro entspricht nach Abzügen ungefähr diesem Wert. Sie ersetzt nicht Deine eigene Zahl.
Welche Abzüge gehen von EM-Rente und BU-Rente ab?
Pflichtversicherte Rentner tragen den Krankenversicherungsbeitrag nach § 249a SGB V zur Hälfte, den Pflegebeitrag nach § 59 SGB XI allein. Mit 14,6 % und dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 % für 2027 ergeben sich 8,75 % für die Kasse und 3,6 % für die Pflege, zusammen also 12,35 %. Kinderlos sind es 12,95 %. Das geplante Pflegeneuordnungsgesetz sieht für Kinderlose 4,5 % vor, ist aber noch nicht beschlossen.
Die gesetzliche Rente unterliegt außerdem der Einkommensteuer mit dem Besteuerungsanteil aus § 22 EStG, bei Rentenbeginn im Jahr 2027 mit 84,5 %. Eine private BU-Rente versteuerst Du meist nur mit dem Ertragsanteil nach § 55 EStDV. Der liegt bei 20 Jahren Laufzeit bei 21 % und bei 30 Jahren bei 30 %. Wie viel Steuer tatsächlich anfällt, hängt von Deinen übrigen Einkünften ab, deshalb gibst Du die Abzüge als Annahme ein.
Warum zeigt der Rechner drei Szenarien?
Eine private BU-Versicherung knüpft an Deinen zuletzt ausgeübten Beruf an, wie es § 172 VVG beschreibt. Musst Du diesen Beruf aufgeben und kannst trotzdem sechs Stunden täglich eine andere Tätigkeit ausüben, bekommst Du vom Staat womöglich nichts. Deshalb solltest Du auch das Szenario ohne EM-Rente betrachten. In diesem Fall trägt die BU-Rente Deinen gesamten Bedarf. Einen Hinzuverdienst bei teilweiser Erwerbsminderung kannst Du unter den weiteren Einkünften eintragen.
Der Fehlbetrag bis zur Rente summiert die Lücke für jedes Jahr bis zum gewählten Endalter. Teuerung und Rentenanpassung sind Deine Annahmen ohne Prognose. Für die Lücke im Alter eignet sich unser Rentenlückenrechner.
Wie unterstützt COVAGO Dich bei der Absicherung?
Mit der Summe aus dem Rechner kannst Du gezielt in die BU-Beratung gehen. Wir prüfen mit Dir Bedingungen, Laufzeit und Gesundheitsfragen und holen passende Angebote ein. Kommt eine BU für Dich nicht infrage, schauen wir auf Alternativen beim Einkommensschutz wie die Grundfähigkeitsversicherung. Weitere Werkzeuge findest Du in unserer Rechner-Übersicht.
Häufige Fragen
Wie hoch sollte eine BU-Rente sein?
Sie sollte mindestens Deine Fixkosten decken und im besten Fall Deinen gewohnten Lebensstandard halten. Eine pauschale Summe passt selten, deshalb rechnest Du mit Deinem Netto und Deinen Kosten.
Bekomme ich bei Berufsunfähigkeit automatisch die EM-Rente?
Nein. Die gesetzliche Rente richtet sich nach Deiner Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Wer ab 6 Stunden täglich arbeiten kann, gilt nach § 43 SGB VI nicht als erwerbsgemindert.
Muss ich auf die BU-Rente Steuern zahlen?
Eine private BU-Rente unterliegt in der Regel dem Ertragsanteil. Bei einer BU über die betriebliche Altersvorsorge oder eine Basisrente können andere Regeln gelten. Das klärst Du im Einzelfall mit Deiner Steuerberatung.
Wie wirkt sich die Krankenversicherung auf die Rente aus?
Aus der EM-Rente zahlst Du als Pflichtversicherter Kranken- und Pflegebeiträge, die der Rechner als Abzug berücksichtigt. Prüfe im Ernstfall auch, ob ein Kassenwechsel bei Erwerbsminderungsrente für Dich sinnvoll ist.
Warum nennt der Rechner keine Beiträge?
Der Preis einer BU hängt von Beruf, Alter, Gesundheit, Laufzeit und Tarif ab. Eine seriöse Zahl gibt es erst nach Prüfung Deiner Angaben. Der Rechner konzentriert sich deshalb auf die Höhe Deines Bedarfs.


