Unser ETF-Sparplan-Rechner zeigt Dir, was aus Deiner monatlichen Sparrate nach Kosten und Steuern werden kann. Du legst Sparrate, Laufzeit, ETF-Art und Renditeannahme fest und siehst Depotwert, Vorabpauschale und Verkaufssteuer auf einen Blick.
Die Rendite bleibt dabei Deine eigene Annahme. ETF-Kurse schwanken und Verluste sind möglich, deshalb liefert der Rechner eine Modellrechnung ohne Prognose.
Wie rechnet der ETF-Sparplan-Rechner?
Der Rechner kauft jeden Monat zum Monatsanfang und verzinst Dein Depot mit Deiner Rendite abzüglich der laufenden Kosten. Er nimmt einen thesaurierenden ETF an, der Erträge im Fonds lässt. Am Ende des letzten Jahres verkauft er alle Anteile auf einmal. Die Steuer auf Vorabpauschalen zahlst Du im Modell vom Verrechnungskonto, sie mindert also Dein Ergebnis und bleibt ohne Zinseffekt. Eine reine Zinsrechnung ohne Steuern und Kosten erledigst Du mit dem Zinseszinsrechner. Weitere Werkzeuge findest Du in unserer Übersicht aller Rechner.
| Wert | Höhe | Quelle |
|---|---|---|
| Abgeltungsteuer | 25 % | § 32d EStG |
| Solidaritätszuschlag | 5,5 % der Steuer | § 4 SolzG |
| Kirchensteuer | 8 % oder 9 % | BZSt |
| Sparer-Pauschbetrag | 1.000 €, zusammen veranlagt 2.000 € | § 20 Abs. 9 EStG |
| Teilfreistellung | 30 % Aktienfonds, 15 % Mischfonds | § 20 InvStG |
| Basiszins für 2026 | 3,20 % | BMF-Schreiben |
Wir haben diese Werte am 6. November 2026 geprüft. Den Basiszins für 2027 veröffentlicht das Bundesfinanzministerium erst im neuen Jahr, deshalb kannst Du ihn im Rechner selbst ändern.
Wie wirken Teilfreistellung und Abgeltungsteuer zusammen?
Von Deinem Gewinn bleibt je nach ETF-Art ein Teil steuerfrei. Als Aktienfonds gilt ein Fonds, der laut Anlagebedingungen fortlaufend mehr als 50 Prozent in Kapitalbeteiligungen anlegt, als Mischfonds einer mit mindestens 25 Prozent (§ 2 InvStG). Auf den Rest zieht der Rechner den Sparer-Pauschbetrag ab und setzt 26,375 Prozent an, mit Kirchensteuer rund 27,8 oder 28 Prozent. Die folgende Tabelle rechnet mit 200 Euro im Monat, 25 Jahren und frei gewählten 5 Prozent Rendite vor 0,2 Prozent Kosten.
| ETF-Art | Teilfreistellung | Steuern gesamt | Ergebnis nach Steuern |
|---|---|---|---|
| Aktien-ETF | 30 % | 6.311 € | 108.003 € |
| Misch-ETF | 15 % | 8.095 € | 106.219 € |
| Anderer ETF | 0 % | 9.967 € | 104.346 € |
Was ist die Vorabpauschale?
Die Vorabpauschale sorgt dafür, dass auch thesaurierende ETFs jedes Jahr einen Mindestertrag versteuern. Nach § 18 InvStG multiplizierst Du den Wert zu Jahresbeginn mit 70 Prozent des Basiszinses. Für das Jahr 2026 ergibt das 2,24 Prozent. Bei 10.000 Euro Depotwert sind das 224 Euro, im Aktien-ETF davon 156,80 Euro steuerpflichtig. Das bleibt im Pauschbetrag. Mehr als der tatsächliche Wertzuwachs des Jahres kann die Pauschale nie betragen. Anteile, die Du im laufenden Jahr kaufst, zählen nur anteilig für die Monate ab dem Kauf.
Bezahlte Vorabpauschalen gehen nicht verloren. Beim Verkauf ziehst Du sie nach § 19 InvStG in voller Höhe vom Gewinn ab.
Wie stark wirken Sparrate, Laufzeit und Kosten?
Die Laufzeit schlägt die Sparrate oft. Die Werte unten gelten für einen Aktien-ETF mit denselben Annahmen wie oben.
| Sparrate | Nach 15 Jahren | Nach 30 Jahren |
|---|---|---|
| 100 € | 25.433 € | 74.447 € |
| 200 € | 50.602 € | 147.208 € |
| 500 € | 125.758 € | 361.851 € |
Auch kleine Kostenunterschiede summieren sich. Bei 200 Euro über 25 Jahre kosten 0,2 Prozent im Modell 3.311 Euro Depotwert, 0,5 Prozent bereits 8.078 Euro.
Rechne mehrere Renditen durch und plane mit der Spanne. Die Grafik im Rechner zeigt Dir das Ergebnis für alle Annahmen von 0 bis 12 Prozent. Einen Kursrückgang kurz vor dem Verkauf bildet sie allerdings nicht ab.
Wie passt ein ETF-Sparplan in Deine Vorsorge?
Ein Sparplan bleibt flexibel, bringt aber keine staatliche Förderung. Dafür gibt es ab 2027 das Altersvorsorgedepot, das Du im Altersvorsorgedepot-Rechner durchspielen kannst. Bist Du freiwillig gesetzlich versichert, kann zusätzlich ein Krankenversicherungsbeitrag auf Kapitalerträge anfallen, den der Rechner außen vor lässt. Welche Sparrate und welcher ETF zu Deinen Zielen passen, klären wir in unserer ETF-Beratung. Renditezusagen machen wir dabei keine.
Häufige Fragen
Welche Rendite soll ich eingeben?
Das entscheidest Du selbst. Niemand kennt die künftige Rendite eines ETF, deshalb ist der Startwert im Rechner ein frei gewählter Rechenwert. Spiele am besten eine vorsichtige und eine optimistische Variante durch.
Wann zahle ich die Steuer auf die Vorabpauschale?
Die Pauschale gilt am ersten Werktag des folgenden Kalenderjahres als zugeflossen. Liegt sie über Deinem restlichen Pauschbetrag, führt Deine Bank die Steuer ab. Die Pauschale für das Jahr 2026 fließt also zu Beginn des Jahres 2027 zu.
Rechnet der Rechner auch ausschüttende ETFs?
Nein. Er nimmt an, dass alle Erträge im Fonds bleiben. Ausschüttungen mindern nach § 18 InvStG die Vorabpauschale, sind aber im Jahr der Zahlung steuerpflichtig.
Was passiert steuerlich bei einem Verlust?
Liegt der Depotwert beim Verkauf unter Einzahlungen und Vorabpauschalen, setzt der Rechner keine Verkaufssteuer an. Eine Verrechnung des Verlusts mit anderen Kapitalerträgen bildet er nicht ab.
Worin unterscheidet sich der Rechner vom Zinseszinsrechner?
Der Zinseszinsrechner arbeitet mit einem festen Zinssatz und frei wählbarem Zinsintervall vor Steuern. Hier kommen laufende Kosten, Teilfreistellung, Vorabpauschale und Verkaufssteuer dazu, und das Ergebnis steht nach Steuern.

