Was kostet ein Mitarbeiter wirklich? Zum Bruttogehalt kommen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, die Umlagen U1, U2 und U3 sowie der Beitrag zur Berufsgenossenschaft. Unser Arbeitgeberkosten-Rechner zeigt Dir das Arbeitgeberbrutto für 2027 pro Monat und pro Jahr.
Die Rechengrößen für 2027 sind noch voraussichtlich, weil der Bundesrat ihnen zustimmen muss. Die Umlagesätze Deiner Krankenkasse und Deinen Satz bei der Berufsgenossenschaft trägst Du als Annahme selbst ein.
Welche Kosten kommen zum Bruttogehalt hinzu?
Das Arbeitgeberbrutto ist im Rechner das Bruttogehalt plus Arbeitgeberanteile, Umlagen und Berufsgenossenschaft. Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung teilst Du Dir mit Deinem Mitarbeiter, das regeln § 249 SGB V, § 168 SGB VI und § 346 SGB III. Für die Pflegeversicherung gilt § 58 SGB XI mit der Sonderregel für Sachsen. Den Zuschlag für Kinderlose zahlt allein der Beschäftigte.
| Posten | Dein Anteil | Grenze im Monat | Stand |
|---|---|---|---|
| Krankenversicherung mit halbem Zusatzbeitrag | 7,3 % + 1,45 % | 6.375 € | 2027, voraussichtlich |
| Pflegeversicherung | 1,8 %, Sachsen 1,3 % | 6.075 € | geltendes Recht |
| Rentenversicherung | 9,3 % | 8.850 € | 2027, voraussichtlich |
| Arbeitslosenversicherung | 1,3 % | 8.850 € | 2027, voraussichtlich |
| Umlage U3 | 0,15 % | 8.850 € | § 360 SGB III |
| Umlagen U1 und U2 | Satz Deiner Kasse | 8.850 € | Annahme |
| Berufsgenossenschaft | Dein Bescheid | im Rechner keine | Annahme |
Die Grenzen stammen aus der Verordnung zu den Rechengrößen für 2027 in der Bundesrats-Drucksache 576/26. Die Zustimmung des Bundesrats steht aus. In der Pflege bemisst sich der Beitrag nach § 55 SGB XI bis 6.075 Euro im Monat. Den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 % für 2027 hat das Bundesgesundheitsministerium festgelegt. Die Sätze von 18,6 % in der Rentenversicherung und 2,6 % in der Arbeitslosenversicherung sind für 2027 geplant, ihre amtliche Festlegung steht ebenfalls aus. Das geplante Pflegeneuordnungsgesetz würde die Grenze in der Pflege auf 6.375 Euro anheben. Es ist noch nicht beschlossen, deshalb rechnet der Rechner mit dem geltenden Recht.
Wie hoch sind die Umlagen U1, U2 und U3?
Mit der U1 sicherst Du die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ab. Sie betrifft nach § 1 AAG Betriebe mit in der Regel bis zu 30 Beschäftigten. Die U2 deckt die Aufwendungen bei Mutterschaft und wird von den Kassen in vollem Umfang erstattet. Die Sätze legt jede Krankenkasse nach § 9 AAG in ihrer Satzung fest. Darum sind die vorbelegten 2 % und 0,4 % reine Beispielannahmen, die Du durch die Werte Deiner Kasse ersetzt. Berechnet werden beide Umlagen nach dem Rentenversicherungsentgelt. Einmalzahlungen bleiben bei der U1 laut § 7 AAG außen vor.
Die Insolvenzgeldumlage U3 beträgt nach § 360 SGB III 0,15 %. Die Grundlage regelt § 358 SGB III. Das Arbeitsministerium darf den Satz nach § 361 SGB III per Verordnung ändern. Eine abweichende Verordnung für 2027 haben wir bis zum 6. November 2026 nicht gefunden.
Beim Beitrag zur Berufsgenossenschaft hängt viel von Deiner Branche und Gefahrklasse ab. Vorbelegt ist der Durchschnitt von 1,08 Euro je 100 Euro Lohnsumme, den die DGUV für 2025 nennt. Deinen eigenen Wert entnimmst Du dem Beitragsbescheid.
Wie entwickelt sich der Aufschlag mit steigendem Gehalt?
Bis zur ersten Beitragsbemessungsgrenze bleibt der Aufschlag gleich, danach sinkt er Stufe für Stufe. Die Tabelle nutzt die Vorbelegung des Rechners ohne Sonderzahlung und ohne weitere Kosten.
| Monatsgehalt | Arbeitgeberanteile im Jahr | Gesamtkosten im Jahr | Aufschlag |
|---|---|---|---|
| 3.000 € | 7.614,00 € | 44.920,80 € | 24,8 % |
| 5.000 € | 12.690,00 € | 74.868,00 € | 24,8 % |
| 7.000 € | 16.909,95 € | 103.959,15 € | 23,8 % |
| 9.000 € | 19.263,15 € | 131.137,65 € | 21,4 % |
| 12.000 € | 19.263,15 € | 167.526,45 € | 16,3 % |
Sonderzahlungen rechnet das Modell über die Jahresgrenzen ab. Das passt für Beschäftigte, die das ganze Jahr bei Dir arbeiten. Für Minijobs bis 633 Euro und den Übergangsbereich bis 2.000 Euro nach § 20 SGB IV gelten eigene Regeln. Bei privat versicherten Mitarbeitern zahlst Du einen Zuschuss statt des Beitrags, den Betrag ermittelt unser Arbeitgeberzuschuss-Rechner für die PKV.
Welche Kosten zeigt der Rechner nicht von selbst?
Die Lohnnebenkosten sind nur ein Teil der Personalkosten. Arbeitsplatz, Weiterbildung, Recruiting und Benefits hängen allein von Deinem Betrieb ab. Dafür gibt es das Feld für weitere Kosten, das Du mit eigenen Annahmen füllst. Bezahlte Urlaubs- und Krankheitstage stecken bereits im Jahresgehalt. Was eine Entgeltumwandlung für Dich und Deine Beschäftigten bewirkt, prüfst Du mit dem bAV-Rechner.
Wie unterstützt COVAGO Dich als Arbeitgeber?
Gutes Personal bindest Du auch über Leistungen, die im Gehaltsvergleich auffallen. In unserer Beratung zu Benefits für Mitarbeiter klären wir, was zu Deinem Betrieb und Budget passt, von der betrieblichen Altersvorsorge bis zur betrieblichen Krankenversicherung. Weitere Werkzeuge findest Du in unserer Rechner-Übersicht.
Häufige Fragen
Was ist das Arbeitgeberbrutto?
Der Begriff beschreibt das Bruttogehalt plus alle Abgaben, die Du zusätzlich trägst. Im Rechner zählen dazu Arbeitgeberanteile, Umlagen und Berufsgenossenschaft.
Muss ich als größerer Betrieb die U1 zahlen?
Beschäftigst Du in der Regel mehr als 30 Personen, nimmst Du nicht am U1-Verfahren teil. Trag in diesem Fall 0 ein. Die U2 und die U3 bleiben.
Bekomme ich die U1 zurück?
Die Krankenkasse erstattet Dir nach § 1 AAG bis zu 80 % der Lohnfortzahlung. Die Satzung kann nach § 9 AAG niedrigere Erstattungssätze vorsehen, die 40 % nicht unterschreiten.
Warum sinkt der Aufschlag bei hohen Gehältern?
Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen fallen auf den übersteigenden Teil keine Beiträge mehr an. Das Gehalt wächst weiter, die Abgaben bleiben gleich.
Ändern sich die Werte im Jahr 2027 noch?
Das ist möglich. Offen sind die Zustimmung des Bundesrats, die amtliche Festlegung der Beitragssätze und die Zusatzbeiträge der einzelnen Kassen. Wir aktualisieren den Rechner, sobald die Werte feststehen.


