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Montage­versicherung im Vergleich [11/2026]

Anlagen und Maschinen während Montage und Probebetrieb. Hier findest Du die 5 wichtigsten Anbieter im Vergleich, mit Leistungen, Eckdaten und direktem Anbietervergleich.

Johannes Haumann
Johannes Haumann Sales Expert - Zuletzt aktualisiert: 31. Okt. 2026

Anbieter für Montage­versicherung im Überblick

Unsicher, welcher Schutz passt?

Wir vergleichen die Montageversicherung aller passenden Versicherer und holen Angebote für Deinen Betrieb ein.

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Eine Montageversicherung ersetzt Sachschäden und Verluste an Anlagen, Maschinen und Konstruktionen, die während der Montage und des Probebetriebs entstehen, etwa durch Montagefehler, Sturm, Brand oder Diebstahl. Sie schützt Hersteller, Montagefirmen und Besteller in der Zeit, in der eine Anlage zwar geliefert, aber noch nicht abgenommen ist.

Du erfährst hier, wer die Gefahr bis zur Abnahme hat, was die Musterbedingungen des Versicherungsverbands versichern, wo der Schutz endet und welche Zusätze Dein Projekt braucht. Die Angaben der Versicherer haben wir am 31. Oktober 2026 auf ihren eigenen Seiten geprüft.

Was ist eine Montageversicherung?

Die Montageversicherung ist eine technische Sachversicherung für ein bestimmtes Montageprojekt. Versichert sind alle Lieferungen und Leistungen für die Errichtung des Montageobjekts, also Konstruktionen, Maschinen, maschinelle und elektrische Einrichtungen samt Reserveteilen, sobald sie am Versicherungsort abgeladen sind.

Grundlage sind die Allgemeinen Bedingungen für die Montageversicherung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), kurz AMoB 2021, in der Version vom 1. Juli 2025. Der GDV veröffentlicht sie als unverbindliches Muster, jeder Versicherer kann davon abweichen. Den Kern des Schutzes beschreibt Ziffer A1-2.1.

Der Versicherer leistet Entschädigung für unvorhergesehen eintretende Beschädigungen oder Zerstörungen von versicherten Sachen (Sachschaden) und Abhandenkommen von versicherten Sachen.

A1-2.1 AMoB 2021 (GDV-Musterbedingungen)

Unvorhergesehen heißt, dass Du den Schaden weder rechtzeitig vorhergesehen hast noch mit dem nötigen Fachwissen hättest vorhersehen können. Dabei schadet nur grobe Fahrlässigkeit, und auch sie führt laut Muster zu einer Kürzung nach der Schwere des Verschuldens statt zum vollständigen Verlust des Schutzes.

Allianz und Mannheimer beschreiben ihre Montageversicherung als Allgefahrendeckung (Stand 31. Oktober 2026). Versichert ist damit jede Gefahr, die die Bedingungen nicht ausdrücklich ausschließen.

Ist eine Montageversicherung Pflicht?

Eine gesetzliche Pflicht zur Montageversicherung gibt es nicht. Weder das Versicherungsvertragsgesetz noch die Gewerbeordnung oder die Handwerksordnung schreiben sie Betrieben vor.

Wirtschaftlich zwingt Dich trotzdem oft das Werkvertragsrecht dazu. Bis zur Abnahme liegt die Gefahr beim Unternehmer (§ 644 Abs. 1 BGB). Wird Deine halb montierte Anlage zerstört, musst Du sie also auf eigene Kosten neu liefern und aufbauen, ohne mehr Geld vom Besteller zu bekommen.

Erst mit der Abnahme geht diese Gefahr auf den Besteller über, oder früher, wenn er mit der Abnahme in Verzug kommt. Der Besteller darf die Abnahme wegen unwesentlicher Mängel nicht verweigern (§ 640 Abs. 1 BGB).

Schuldet ein Hersteller vor allem die Lieferung einer beweglichen Maschine, die er erst herstellt, gilt dagegen Kaufrecht (§ 650 Abs. 1 BGB). Dann wandert die Gefahr mit der Übergabe zum Käufer (§ 446 BGB). Welche Regel für Dein Projekt gilt, steht im Liefer- oder Montagevertrag, und daran knüpft auch die Versicherung an. Versichert ist nach A1-3.3 AMoB das Interesse dessen, der beim Schaden die Gefahr hat.

Wer braucht eine Montageversicherung?

Eine Montageversicherung brauchst Du, wenn Dein Betrieb Maschinen, Anlagen oder Stahlkonstruktionen beim Kunden aufbaut und bis zur Abnahme für sie haftet. Das betrifft Montagefirmen, Maschinen- und Anlagenbauer und Hersteller, die ihre Produkte selbst in Betrieb nehmen. Die Mannheimer nennt als versicherbar zum Beispiel Lager- und Fördertechnik, Metall- und Holzbearbeitung, Druckmaschinen, Kompressoren sowie Schalt- und Klimaanlagen (Stand 31. Oktober 2026).

Auch Besteller können eine Montageversicherung abschließen, etwa für eine neue Produktionslinie mit mehreren Lieferanten. Das GDV-Muster sieht dafür eigene Klauseln vor (TK A 7150 und TK A 7151 der Klauseln vom 1. November 2024), Allianz, HDI und AXA nennen die Mitversicherung des Bestellers auf ihren Seiten.

Nach dem Muster ist das Interesse aller Unternehmer versichert, die am Vertrag mit dem Besteller beteiligt sind, einschließlich der Subunternehmer (A1-3.1). Ein einziger Vertrag kann so die ganze Montagekette abdecken.

Die Versicherer nennen auf ihren Seiten diese Schäden aus ihrer Regulierung (Stand 31. Oktober 2026):

Schaden laut VersichererVersichererSchadenhöhe
Sturm bringt Hochregallager kurz vor Fertigstellung zum EinsturzAXA1.250.000 €
Starkregen überschwemmt die MontagestelleAllianz Esa112.000 €
Falsche Bolzen, Kranausleger reißt im Probebetrieb ausAllianz120.000 €
Industriekran fällt umAllianz Esa74.000 €
Ventil vor dem Probelauf nicht geöffnet, Behälter explodiertAllianz50.000 €
Monteur vergisst Werkzeug in DruckmaschineAXA27.000 €

Beim Kranausleger verzögerte sich das Projekt laut Allianz um mehrere Wochen, beim explodierten Behälter um vier Monate. Diese Wartezeit ersetzt die Montageversicherung selbst nicht, dafür gibt es die Montage-Betriebsunterbrechung, auf die wir weiter unten eingehen. Welche Policen ein Betrieb neben der Montageversicherung prüfen sollte, haben wir im Beitrag über notwendige Versicherungen für Gewerbetreibende zusammengestellt.

Was ist in der Montageversicherung versichert?

Versichert ist das Montageobjekt mit allen Lieferungen und Leistungen, vom Abladen am Versicherungsort bis zum Ende des Schutzes. Viele Dinge auf der Montagestelle sind ohne Zusatz nicht dabei (A1-1.3 AMoB).

Am wichtigsten sind die Montageausrüstung und fremde Sachen. Zur Montageausrüstung zählen laut HDI Geräte, Werkzeuge, Gerüste und Krane. Fremde Sachen sind alles, was weder zum Montageobjekt noch zur Ausrüstung gehört, etwa die bestehende Halle des Kunden. Sachen des Bestellers gelten auch dann als fremd, wenn er selbst Versicherungsnehmer ist.

Daten zählen nach dem Muster nicht zu den Sachen. Die Kosten für die Wiederherstellung von Daten und Programmen ersetzt der Versicherer aber, wenn ein versicherter Schaden am Datenträger sie verursacht hat (A2-3.1).

So regelt das GDV-Muster die Sachen auf Deiner Montagestelle:

Sache auf der MontagestelleOhne Zusatz versichertEinschluss im GDV-Muster
Montageobjekt mit Reserveteilenja, ab dem AbladenGrunddeckung (A1-1.1)
Montageausrüstung wie Werkzeug und GerüsteneinKlausel TK A 7110
Autokrane und sonstige FahrzeugeneinKlausel TK A 7112
Eigentum des MontagepersonalsneinKlausel TK A 7114, nur im Ausland
Fremde Sachen, auch des BestellersneinKlausel TK A 7115
Transportwege zwischen getrennten MontagebereichenneinKlausel TK A 7170
Hilfs- und Betriebsstoffe, Verbrauchsmaterialneinkein Einschluss vorgesehen

Die Versicherer setzen dafür eigene Grenzen. HDI versichert fremde Sachen bis 5 % der Versicherungssumme, höchstens 50.000 €, und die Montageausrüstung bis 5 %, höchstens 15.000 € (Stand 31. Oktober 2026).

Den Weg vom Werk zur Baustelle deckt die Montageversicherung nach Angaben der Allianz Esa nicht, der Schutz beginnt mit dem Abladen. Das Abladerisiko lässt sich gesondert vereinbaren, die Fahrt selbst gehört in eine Transportversicherung, die wir unter Warentransport absichern erklären.

Gegen welche Gefahren schützt die Montageversicherung?

Die Montageversicherung schützt gegen alle unvorhergesehenen Sachschäden, die die Bedingungen nicht ausschließen. Dazu gehören Fehler bei der Arbeit, Naturereignisse und Eingriffe Dritter.

Diese Ursachen nennen Allianz, Allianz Esa, AXA, HDI und Mannheimer auf ihren Seiten, jeder Versicherer in eigener Auswahl (Stand 31. Oktober 2026):

  • Montagefehler, Ungeschicklichkeit und Fahrlässigkeit
  • Konstruktions-, Material- und Berechnungsfehler
  • Bedienungsfehler und unsachgemäße Handhabung
  • Brand, Blitzschlag und Explosion
  • Sturm, Erdbeben, Erdrutsch und Überschwemmung
  • Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Vandalismus

Bei den eigenen Fehlern lohnt ein zweiter Blick. Das GDV-Muster schließt Konstruktions-, Material- und Werkstättenfehler aus, soweit ein Dritter als Lieferant, Werkunternehmer oder aus einem Reparaturauftrag dafür einstehen muss (A1-2.2 o). Willst Du auch dieses Hersteller- oder Händlerrisiko versichern, brauchst Du die Klausel TK A 7137.

Für Prototypen und Erstausführungen gilt eine Sonderregel. Das Muster ersetzt Schäden an Lieferungen, die Du der Art nach zum ersten Mal ausführst, nur bei einer Einwirkung von außen (A1-2.1). Die Mannheimer versichert Prototypen in ihrer Montageversicherung gar nicht (Stand 31. Oktober 2026).

Wann zahlt die Montageversicherung nicht?

Die Montageversicherung zahlt nicht für Vorsatz, normale Witterung, Abnutzung und die Beseitigung von Mängeln Deiner eigenen Lieferung. Sie ersetzt Schäden an der Anlage und keine Nachbesserung, die Du dem Kunden ohnehin schuldest.

Den Unterschied regelt A1-2.3 AMoB. Ist ein Bauteil von Anfang an fehlerhaft, zahlt der Versicherer den Austausch dieses Teils nicht. Beschädigt das fehlerhafte Teil aber andere versicherte Teile der Anlage, ersetzt er diesen Folgeschaden.

Normale Witterung meint Wetter, mit dem Du am Montageort rechnen musst. Das Muster misst das an einem Dreimonatszeitraum aus Schadenmonat, Vormonat und Folgemonat und zählt Ereignisse dazu, die dort einmal in zehn Jahren aufgetreten sind (A1-2.2 b).

Das GDV-Muster nennt außerdem diese Ausschlüsse (A1-2.2):

  • Schäden nach Ablauf der Erprobungsfrist
  • Einsatz einer Sache, die erkennbar reparaturbedürftig war
  • Mängel, die beim Abschluss schon bekannt sein mussten
  • Krieg, innere Unruhen, Streik und Aussperrung
  • Kernenergie und radioaktive Strahlung
  • Gewässer und von Gewässern beeinflusstes Grundwasser
  • Verluste, die erst bei einer Bestandskontrolle auffallen

Innere Unruhen, Streik und Montagen im Bereich von Gewässern lassen sich per Klausel wieder einschließen (TK A 7130 bis TK A 7133). AXA nennt Streik, Aussperrung und Innere Unruhen auf ihrer Produktseite als mögliche Ergänzung.

Manche Anlagenarten versichern einzelne Gesellschaften gar nicht. Die Mannheimer nimmt etwa Windkraft- und Biogasanlagen, Bohrtürme, Offshore-Projekte und Zeltkonstruktionen aus (Stand 31. Oktober 2026).

Viele Lücken des Musters schließt Du mit Zusatzklauseln. Mehrkosten für Luftfracht, für Überstunden und für Erd- und Bauarbeiten nach einem Schaden ersetzt das Muster ohne Zusatz nicht (A2-3.3 und A3-1.2 AMoB).

Der GDV hat dafür einen eigenen Klauselkatalog veröffentlicht, die TK AMoB 2021 in der Version vom 1. November 2024. Die Höhe der einzelnen Grenzen legt jeder Versicherer selbst fest.

Diese Klauseln schließen die wichtigsten Lücken

  • Montageausrüstung und Autokrane (TK A 7110, 7112)
  • fremde Sachen des Bestellers (TK A 7115)
  • Hersteller- oder Händlerrisiko (TK A 7137)
  • längere Erprobung (TK A 7140)
  • Nachhaftung nach der Abnahme (TK A 7141, 7142)
  • Luftfracht und Überstunden (TK A 7311, 7312)
  • Erd- und Bauarbeiten nach Schaden (TK A 7220)

Welche Klauseln Dein Projekt braucht, hängt von der Anlage, dem Montageort und Deinem Vertrag mit dem Besteller ab.

Wie lange gilt der Schutz der Montageversicherung?

Der Schutz beginnt zu dem Zeitpunkt, den der Versicherungsschein nennt, und endet mit der Abnahme des Montageobjekts. Ist die Montage fertig und meldest Du dem Versicherer, dass Dein Interesse erloschen ist, endet er schon dann, maßgeblich ist der frühere Zeitpunkt (B1-2 AMoB).

Spätestens endet der Schutz zum Datum im Versicherungsschein. Dauert Dein Projekt länger, musst Du die Verlängerung vor diesem Datum beantragen. Ruht die Montage, kannst Du den Schutz auf Antrag aussetzen oder einschränken lassen.

Für den Probebetrieb setzt das Muster eine eigene Frist. Schäden, die später als die vereinbarte Zahl an Monaten nach Beginn der ersten Erprobung eintreten und mit ihr zusammenhängen, sind ausgeschlossen (A1-2.2 e). Als Erprobungsbeginn gilt je nach Anlage zum Beispiel bei Photovoltaikanlagen die erste Einspeisung und bei elektrischen Einrichtungen das erste Anlegen von Spannung.

Die Laufzeiten der Versicherer unterscheiden sich. Die Mannheimer versichert standardmäßig sechs Monate einschließlich eines Monats Probebetrieb, HDI und Allianz bis zur Abnahme (Stand 31. Oktober 2026).

Nachhaftung nach der Abnahme

Nach der Abnahme beginnt Deine Gewährleistung, und mit ihr kommen oft neue Arbeiten an der Anlage. Zwei Klauseln des GDV verlängern dafür den Schutz um eine vereinbarte Nachhaftungszeit.

Visit Maintenance deckt Schäden, die Deine Leute bei Nacherfüllungsarbeiten verursachen (TK A 7141). Extended Maintenance deckt zusätzlich Schäden, deren Ursache noch während der Montage auf dem Versicherungsort entstanden ist (TK A 7142). Konstruktions-, Material- und Planungsfehler bleiben dabei ausgeschlossen.

Was kostet eine Montageversicherung?

Was eine Montageversicherung kostet, rechnet der Versicherer für jedes Projekt einzeln aus, Preislisten veröffentlicht keiner der von uns geprüften Anbieter (Stand 31. Oktober 2026). Einen Online-Rechner für die Montageversicherung haben wir bei keinem Versicherer gefunden, eigene Beispielrechnungen waren deshalb nicht möglich.

Grundlage ist die Versicherungssumme. Sie soll dem endgültigen Kontraktpreis entsprechen, einschließlich Fracht-, Montage- und Zollkosten und Gewinn, mindestens aber Deinen Selbstkosten (A2-1.1 AMoB). Bist Du nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt, gehört die Umsatzsteuer dazu.

Zu Beginn vereinbarst Du eine vorläufige Summe, nach dem Projekt setzt der Versicherer die endgültige fest und rechnet den Beitrag nach (A2-1.2 und B1-3.2). Ist die Summe zu niedrig, kürzt er die Entschädigung im selben Verhältnis (A3-1.5).

Den Preis bestimmen viele Faktoren. Allianz und Allianz Esa nennen auf ihren Seiten diese:

  • Höhe der Versicherungssumme
  • Art des Montageobjekts
  • Umfang der Deckung und Zusatzklauseln
  • Höhe des Selbstbehalts
  • projektbezogene Vereinbarungen wie das Abladerisiko

Die Allianz berechnet laut ihrer Produktseite einen Einmalbeitrag für das Projekt, das GDV-Muster erlaubt auch laufende Zahlungen (B1-3.1).

Diese Eckdaten nennen die Versicherer auf ihren Produktseiten:

VersichererVersicherungssummeLaufzeit
Mannheimerkeine Angabe6 Monate inkl. 1 Monat Probebetrieb
HDIvoller Kontraktpreis, mindestens Selbstkostenbis zur Abnahme
AllianzKontraktpreis inkl. Fracht und Zoll, Neuwertbis zur Abnahme

Die Werte stammen von den Produktseiten der Versicherer am 31. Oktober 2026. Den Selbstbehalt nennt keiner der drei Anbieter öffentlich, er steht erst im Angebot.

Jahresvertrag für regelmäßige Montagen

Montiert Dein Betrieb laufend beim Kunden, ist ein Jahresvertrag meist einfacher als ein Einzelvertrag je Projekt. Die Mannheimer versichert darin alle Montagen im vereinbarten Tätigkeitsrahmen automatisch, Projekte über den Grenzen meldest Du gesondert an.

Einmal im Jahr gibst Du dann die Summe aller Montagen über einen Fragebogen an. Laut Mannheimer sparst Du damit den Aufwand für einzelne Anmeldungen und auch beim Beitrag.

Worin unterscheidet sich die Montageversicherung von anderen Versicherungen?

Die Montageversicherung deckt Sachschäden an der Anlage bis zur Abnahme, die Nachbarsparten decken Haftung, Transport, Bauwerke oder den späteren Betrieb. Bei größeren Projekten laufen deshalb oft mehrere Verträge nebeneinander, einen Überblick über alle Sparten für Betriebe findest Du in unseren Gewerbeversicherungen für Unternehmen.

Die Betriebshaftpflicht zahlt, wenn Du einem Dritten einen Schaden zufügst, etwa dem Kunden beim Abladen das Auto beschädigst. Die Montageversicherung zahlt für Schäden an der Anlage selbst und an der mitversicherten Ausrüstung, so beschreibt es die Allianz. Wie wir die Haftpflicht für Betriebe aufstellen, liest Du unter Betriebshaftpflicht und Firmenschutz.

Die Bauleistungsversicherung schützt Bauwerke während der Bauzeit, die Montageversicherung Maschinen und technische Anlagen. Der GDV führt beide mit eigenen Musterbedingungen. Die R+V versichert Montageprojekte über ihre Bauleistungsversicherung und hat keine eigene Montage-Seite (Stand Oktober 2026).

Diese Verträge greifen rund um eine Montage:

  • Transportversicherung für den Weg bis zur Baustelle
  • Montageversicherung vom Abladen bis zur Abnahme
  • Bauleistungsversicherung für das Gebäude um die Anlage
  • Betriebshaftpflicht für Schäden an Dritten
  • Maschinenversicherung ab dem Betrieb der Anlage

Nach der Abnahme übernimmt beim Betreiber die Maschinenversicherung, für die der GDV eigene Muster für stationäre und fahrbare Maschinen herausgibt. Was sie leistet, haben wir im Beitrag zur Maschinenversicherung zusammengefasst.

Die Montage-Betriebsunterbrechungsversicherung ergänzt den Schutz für Besteller. Verzögert ein versicherter Sachschaden die Inbetriebnahme über das geplante Ende des Probebetriebs hinaus, ersetzt sie laut AXA entgangenen Gewinn und laufende Kosten wie Löhne und Gehälter. Die Montageversicherung selbst ersetzt keine Vermögensschäden (A3-1.2 AMoB).

Was tust Du im Schadenfall mit der Montageversicherung?

Im Schadenfall meldest Du den Schaden unverzüglich Deinem Versicherer, auch telefonisch, sobald Du davon erfährst. Diese Pflicht steht im Gesetz und in den Musterbedingungen (B3-3.2 AMoB).

Der Versicherungsnehmer hat den Eintritt des Versicherungsfalles, nachdem er von ihm Kenntnis erlangt hat, dem Versicherer unverzüglich anzuzeigen.

§ 30 Abs. 1 VVG

Danach musst Du den Schaden nach Möglichkeit abwenden und mindern und die Weisungen des Versicherers befolgen (§ 82 VVG). Auf der Montagestelle heißt das oft, Teile zu sichern und die Arbeit am betroffenen Abschnitt zu stoppen.

Diese Schritte verlangt das Muster nach einem Schaden

  • Schaden sofort dem Versicherer melden
  • Diebstahl und Vandalismus bei der Polizei anzeigen
  • Liste der abhandengekommenen Teile einreichen
  • Schadenstelle bis zur Freigabe unverändert lassen
  • notwendige Änderungen mit Fotos dokumentieren
  • beschädigte Teile bis zur Besichtigung aufheben
  • Auskünfte und Belege vollständig liefern

Verletzt Du diese Pflichten vorsätzlich, kann der Versicherer die Leistung verweigern, bei grober Fahrlässigkeit kürzen (§ 28 VVG). Er bleibt aber zur Leistung verpflichtet, soweit Dein Fehler weder den Eintritt noch die Feststellung des Schadens oder die Höhe der Leistung beeinflusst hat. Bei Arglist gilt diese Ausnahme nicht.

Einen Monat nach Deiner Meldung kannst Du eine Abschlagszahlung in der Höhe verlangen, die mindestens fällig ist (A3-2.1 AMoB). Streitet Ihr über die Höhe, kannst Du ein Sachverständigenverfahren verlangen, in dem jede Seite einen Gutachter benennt (A4-1).

Schon vor einem Schaden gelten Pflichten. Eine komplette Unterbrechung der Arbeiten zeigst Du dem Versicherer unverzüglich an, und offene Gräben verfüllst Du nach dem Verlegen sofort (B3-3.1).

Kannst Du die Montageversicherung von der Steuer absetzen?

Ja, der Beitrag zur Montageversicherung ist eine Betriebsausgabe, wenn Du ein betriebliches Projekt versicherst (§ 4 Abs. 4 Einkommensteuergesetz). Er mindert damit Deinen Gewinn.

Auf den Beitrag fällt Versicherungsteuer an. Die Montageversicherung nennt § 6 Abs. 2 Versicherungsteuergesetz (VersStG) nicht gesondert, nach unserer Einordnung gilt deshalb der Regelsatz von 19 % (§ 6 Abs. 1 VersStG). Den Satz von 22 % sieht das Gesetz für die Feuer- und die Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung vor, und dort nur auf 60 % des Beitrags (§ 5 Abs. 1 Nr. 3 a VersStG).

Bei 19 % kommen auf 2.000 € Nettobeitrag 380 € Versicherungsteuer, auf der Rechnung stehen dann 2.380 €. Den Steuersatz muss Dein Versicherer auf der Rechnung angeben (§ 5 Abs. 3 VersStG). Umsatzsteuer enthält der Beitrag nicht (§ 4 Nr. 10 a Umsatzsteuergesetz), eine Vorsteuer kannst Du daraus deshalb nicht ziehen. Ob Du als Besteller den Beitrag den Anschaffungskosten der Anlage zurechnen musst, klärst Du am besten mit Deiner Steuerberatung.

Welche Fragen stellen Unternehmer zur Montageversicherung am häufigsten?

Diese Fragen tauchen in der Google-Suche zur Montageversicherung und zu ihren Nachbarsparten am häufigsten auf. Die Antworten fassen die wichtigsten Punkte aus den Abschnitten oben kurz zusammen.

Was ist eine Montageversicherung?

Eine Montageversicherung ist eine technische Sachversicherung für Maschinen, Anlagen und Konstruktionen während Montage und Probebetrieb. Sie ersetzt unvorhergesehene Sachschäden und Verluste vom Abladen am Montageort bis zur Abnahme. Als Muster dient die AMoB 2021 des GDV, von der jeder Versicherer abweichen kann.

Was deckt die Montageversicherung ab?

Sie deckt Sachschäden durch Montagefehler, Fahrlässigkeit, Konstruktions- und Materialfehler, Brand, Sturm, Überschwemmung, Diebstahl und Vandalismus. Im GDV-Muster sind Montageausrüstung, Autokrane und fremde Sachen nur per Zusatzklausel versichert. Mängel Deiner eigenen Lieferung ersetzt sie nicht.

Ist eine Montageversicherung Pflicht?

Nein, eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Im Werkvertrag liegt die Gefahr aber bis zur Abnahme beim Unternehmer (§ 644 Abs. 1 BGB). Geht die Anlage vorher kaputt, zahlst Du den Neuaufbau ohne Versicherung selbst.

Was kostet eine Montageversicherung?

Der Versicherer berechnet den Beitrag für jedes Projekt einzeln, öffentliche Preise oder Online-Rechner gab es am 31. Oktober 2026 bei keinem der geprüften Anbieter. Den Preis bestimmen laut Allianz und Allianz Esa vor allem die Versicherungssumme, die Art des Objekts, der Deckungsumfang und der Selbstbehalt.

Was ist der Unterschied zwischen Montageversicherung und Bauleistungsversicherung?

Die Bauleistungsversicherung schützt Bauwerke während der Bauzeit, die Montageversicherung Maschinen und technische Anlagen während Montage und Probebetrieb. Der GDV führt für beide eigene Musterbedingungen. Einzelne Versicherer wie die R+V versichern Montagen auch innerhalb der Bauleistungsversicherung.

Zahlt die Haftpflichtversicherung Schäden bei der Montage?

Die Betriebshaftpflicht zahlt Schäden, die Du Dritten zufügst, etwa am Auto des Kunden. Schäden an der Anlage, die Du gerade montierst, deckt die Montageversicherung. Für fremde Sachen auf der Montagestelle kann zusätzlich die Klausel TK A 7115 sinnvoll sein.

Wann endet die Montageversicherung?

Der Schutz endet mit der Abnahme des Montageobjekts oder früher, wenn die Montage beendet ist und Du das Interesse als erloschen meldest. Spätestens endet er zum Datum im Versicherungsschein. Mit Visit Maintenance oder Extended Maintenance lässt er sich um eine vereinbarte Nachhaftungszeit verlängern.

Was ist der Unterschied zwischen Montageversicherung und Maschinenversicherung?

Die Montageversicherung schützt eine Anlage bis zur Abnahme, die Maschinenversicherung danach im laufenden Betrieb. Für beide gibt es eigene GDV-Musterbedingungen. Nach der Abnahme versichert der Betreiber die Anlage in seiner Maschinenversicherung.

Zahlt die Montageversicherung bei Vandalismus?

Ja, Vandalismus gehört zu den Ursachen, die die Versicherer auf ihren Seiten ausdrücklich nennen, ebenso Diebstahl und Einbruchdiebstahl. Nach einem Diebstahl oder Vandalismus verlangt das GDV-Muster eine Anzeige bei der Polizei. Außerdem meldest Du den Schaden sofort Deinem Versicherer.

Lohnt sich ein Jahresvertrag für die Montageversicherung?

Ein Jahresvertrag passt, wenn Dein Betrieb regelmäßig beim Kunden montiert. Bei der Mannheimer sind dann alle Projekte im vereinbarten Rahmen automatisch versichert, und Du meldest einmal im Jahr die Gesamtsumme. Laut Mannheimer sparst Du so Aufwand und Beitrag, für eine einzelne Montage gibt es den Einzelvertrag.

Wie hilft Dir COVAGO bei der Wahl Deiner Montageversicherung?

In der Beratung klären wir, wer nach Deinem Liefer- oder Montagevertrag bis zur Abnahme die Gefahr hat, welche Versicherungssumme zu Deinem Kontraktpreis passt und ob ein Einzel- oder Jahresvertrag besser zu Deinen Projekten passt. Deine Ansprechpartner sind Johannes Haumann und Almedin Bacic.

Wir vergleichen die Bedingungen mehrerer Versicherer, prüfen Einschlüsse wie Montageausrüstung, fremde Sachen, Herstellerrisiko und Nachhaftung und stimmen die Montageversicherung mit Deiner Haftpflicht und Transportversicherung ab. Einen Termin vereinbarst Du direkt über Termin buchen. Wie wir Maschinen und Anlagen Deines Betriebs darüber hinaus absichern, zeigt unsere Seite zum Schutz Deiner Vermögenswerte.

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Johannes ist Sales Expert bei COVAGO und begleitet Dich als Ansprechpartner bei allen Fragen zu Deinem Versicherungsschutz. Er erklärt Dir komplexe Themen verständlich, vergleicht für Dich die passenden Optionen und sorgt dafür, dass Du eine Entscheidung triffst, hinter der Du wirklich stehst.

Welche Montageversicherung passt zu Deinem Unternehmen?

Wir vergleichen die Bedingungen für Dich und holen Angebote der passenden Versicherer ein.

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Thorsten Schiffgens, Geschäftsführer und Experte für Gewerbeversicherungen bei COVAGO

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