Zum Inhalt springen
COVAGO
SUCHE
Erstgespräch buchen

BEAMTE

Ist Dir die PKV als Beamter zu teuer?

Lutz Gottschlich
Lutz Gottschlich
Zuletzt aktualisiert: 16. Okt. 2026

Wenn Dir die PKV als Beamter zu teuer geworden ist, hast Du mehr Möglichkeiten als einen Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung, der für die meisten Beamten ohnehin verschlossen ist. Ein Tarifwechsel beim eigenen Versicherer, das Streichen überflüssiger Bausteine oder ein überprüfter Risikozuschlag senken Deinen Beitrag oft spürbar, ohne dass Du Leistungen verlierst, die Du brauchst.

Dass sich viele Beamte über ihren Beitrag ärgern, ist nachvollziehbar. Zum 1. Januar 2027 steigen die Beiträge für Beihilfeberechtigte, die eine Erhöhung bekommen, laut PKV-Verband im Schnitt um 11,4 %. Gleichzeitig zahlen Beamte in der PKV im Schnitt immer noch deutlich weniger als in der GKV. Wir zeigen Dir, woher die Erhöhungen kommen und was Du tun kannst. Den ganzen Weg gehen wir mit Dir in unserer PKV-Beratung für Beamte.

Das Wichtigste in Kürze
  • Zum 1. Januar 2027 steigen die Beiträge für Beihilfeberechtigte laut PKV-Verband im Schnitt um 11,4 %.
  • Der stärkste Hebel liegt im eigenen Vertrag: Tarifwechsel nach § 204 VVG mit Mitnahme der Alterungsrückstellung.
  • Bausteine streichen, Risikozuschlag nach § 41 VVG prüfen, Tarif an einen höheren Beihilfesatz anpassen.
  • Ein Wechsel in die GKV ist für die meisten Beamten versperrt (§ 6 und § 9 SGB V).

Warum ist die PKV für Beamte teurer geworden?

Die PKV ist für Beamte teurer geworden, weil die Versicherer deutlich mehr für Behandlungen ausgeben als kalkuliert und diese Mehrkosten nach dem Gesetz an die Versicherten weitergeben müssen. Laut PKV-Verband stiegen die Leistungsausgaben der privaten Krankenversicherung im Jahr 2025 um 7,2 % auf 42,1 Mrd. €.

Die stärksten Treiber waren 2025 die Krankenhausleistungen mit rund 7,5 % mehr, Arzneimittel mit etwa 8 %, Heilmittel mit über 6,6 % und ambulante Arztbehandlungen mit 6 %. Der Versicherer vergleicht nach § 155 VAG mindestens einmal im Jahr die tatsächlichen mit den kalkulierten Leistungen. Weichen sie um mehr als 10 % ab, in manchen Tarifen schon ab 5 %, muss er die Beiträge überprüfen und, wenn die Abweichung nicht nur vorübergehend ist, mit Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders anpassen (§ 203 Abs. 2 VVG).

Deshalb steigen PKV-Beiträge selten gleichmäßig, sie springen. Zum 1. Januar 2026 traf es laut PKV-Verband rund 60 % der Privatversicherten mit durchschnittlich etwa 13 %, zum 1. Januar 2027 sind es rund 53 % mit im Schnitt 13,4 %, bei Beihilfeberechtigten 11,4 %. Auch die Pflegepflichtversicherung für Beihilfeberechtigte stieg zum 1. Januar 2026 im Schnitt um 6 % auf 56,50 € im Monat.

Wie stark einzelne Tarife springen können, zeigen drei Kunden von uns, die bei der DBV in der Tarifreihe Vision B versichert sind, mit ihren Beiträgen vor und nach der Anpassung zum 1. Januar 2026.

So hat sich ihr Tarifbeitrag verändert:

Kunde bei der DBVTarifBeitrag 2025Beitrag 2026Erhöhung
Beamter, 52 Jahre, 50 % BeihilfeVB50T254,34 €304,95 €19,9 %
Beamter, 39 Jahre, 50 % BeihilfeVB50TU235,22 €279,52 €18,8 %
Pensionär, 74 Jahre, 70 % BeihilfeVB30U178,04 €234,12 €31,5 %

Am stärksten trifft es hier den Pensionär, obwohl er wegen der höheren Beihilfe im Ruhestand nur noch 30 % versichert. Eine Erhöhung um 56,08 € im Monat bedeutet für ihn über 670 € mehr im Jahr. Die Beitragserhöhung bei der DBV fiel 2026 besonders deutlich aus, und auch die PKV-Beitragserhöhung 2027 ist bereits absehbar.

Risikozuschläge, Familie und Ergänzungstarife treiben den Beitrag zusätzlich

Neben den allgemeinen Erhöhungen machen oft Deine persönlichen Vertragsbestandteile den Unterschied. Ein Risikozuschlag aus dem Antrag, etwa aus der Öffnungsaktion mit bis zu 30 %, kann bei einer Beitragsanpassung mitsteigen, soweit Dein Vertrag das vorsieht (§ 203 Abs. 2 VVG).

In der Familie braucht jedes Mitglied einen eigenen Vertrag. Kinder versicherst Du mit 80 % Beihilfe zwar günstig, eine kostenlose Familienversicherung wie in der GKV gibt es in der PKV aber nicht. Verdient Dein Ehepartner mehr als die Einkommensgrenze der Beihilfe, braucht er einen Tarif über 100 % statt über 30 %.

Diese Bausteine erhöhen Deinen Beitrag außerdem häufig:

  • Beihilfeergänzungstarife für Zahnersatz, Sehhilfen und Leistungen über den Höchstsätzen
  • Wahlleistungstarife für Chefarzt und Ein- oder Zweibettzimmer
  • Krankenhaustagegeld und Kurtagegeld
  • Risikozuschläge, die Du nach einer ausgeheilten Erkrankung nie überprüft hast

Viele dieser Bausteine sind sinnvoll, manche hast Du aber vor Jahren abgeschlossen und nie wieder angesehen. Dort liegt oft das schnellste Sparpotenzial.

Wie viel zahlen Beamte im Durchschnitt für die PKV?

Beamte zahlen in der PKV laut PKV-Verband in jedem Alter durchschnittlich weniger als 350 € im Monat, so die Auswertung für das Jahr 2025. Nicht beihilfeberechtigte Erwachsene zahlten im Schnitt 536 € im Monat.

In unserem internen Vergleich liegen die zehn stärksten Tarifkombinationen für einen gesunden 30-jährigen Beamten mit 50 % Beihilfe bei Neuabschluss zwischen 324,56 € und 418,26 € im Monat, inklusive Pflege, gesetzlichem Zuschlag und Einbettzimmer, Stand März 2026. Über rund 20 Jahre bis 2026 stiegen die Beitragseinnahmen je Versichertem laut einer Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der PKV in der PKV um durchschnittlich 3,4 % im Jahr, in der GKV um 3,9 %. Das ist eine Verbandsquelle, zeigt aber, dass die GKV keineswegs stabiler verläuft.

In der GKV zahlst Du als Beamter ohne pauschale Beihilfe den vollen Beitrag allein. Seit 2026 liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei 5.812,50 € im Monat, für 2027 hat das Bundeskabinett am 7. Oktober 2026 eine Grenze von 6.375 € beschlossen, der Bundesrat muss noch zustimmen.

So viel kostet die GKV einen Beamten an der Beitragsbemessungsgrenze:

Kostenpunkt für Beamte in der GKVIm Jahr 2026Im Jahr 2027 nach Kabinettsbeschluss
Krankenversicherung mit 14,0 % und 2,9 % Zusatzbeitrag982,31 €1.077,38 €
Pflegeversicherung mit 1,8 %104,63 €114,75 €
Monatlich gesamt mit Kind1.086,94 €1.192,13 €
Monatlich gesamt kinderlos mit 2,4 % Pflege1.121,81 €1.230,38 €

Die Werte für 2027 rechnen mit dem heutigen Pflegebeitrag. Laut Kabinettsentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz soll der Zuschlag für Kinderlose 2027 von 0,6 auf 0,9 Punkte steigen, Kinderlose lägen dann höher. Beachte außerdem, dass die PKV für jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag verlangt, während Ehepartner ohne eigenes Einkommen und Kinder in der GKV oft beitragsfrei mitversichert sind.

Für 2027 hat der Schätzerkreis einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 % empfohlen, die Festlegung durch das Gesundheitsministerium stand Mitte Oktober 2026 noch aus. Selbst nach mehreren Erhöhungen liegt Dein PKV-Beitrag als Beamter also meist weit unter dem, was Dich die GKV kosten würde. Langfristig verläuft die PKV-vs-GKV-Beitragsentwicklung in beiden Systemen unterschiedlich.

Der schnellste Hebel liegt fast immer im eigenen Vertrag, nicht im Systemwechsel. Ein Tarifwechsel nach § 204 VVG senkt Deinen Beitrag, und Deine Alterungsrückstellung bleibt erhalten.

4,9 aus 703 Bewertungen
Als Beamter in die PKV? Lass uns starten.
  • Wir finden den Tarif zur Beihilfe
  • Wir prüfen die Öffnungsaktion mit
  • Wir übernehmen den ganzen Antrag
Kostenloses Erstgespräch buchen
100% kostenlos & unverbindlich
Lutz Gottschlich, Ansprechpartner bei COVAGOLutz GottschlichDein Ansprechpartner

Was kannst Du tun, wenn Dir die PKV als Beamter zu teuer ist?

Wenn Dir die PKV zu teuer ist, solltest Du zuerst beim eigenen Versicherer ansetzen, denn dort behältst Du Deine Alterungsrückstellung. Ein Wechsel zu einem anderen Versicherer lohnt sich für Beamte nach einigen Jahren nur selten, weil Du einen großen Teil der angesparten Rückstellung verlierst und neu eine Gesundheitsprüfung bestehen musst.

Bevor Du etwas kündigst, verschaff Dir einen Überblick über alle Bausteine Deines Vertrags und ihre Beiträge. Das Schreiben zur letzten Beitragsanpassung listet sie in der Regel einzeln auf.

Tarifwechsel nach § 204 VVG beim eigenen Versicherer

Du hast nach § 204 VVG das Recht, innerhalb Deines Versicherers in jeden Tarif mit gleichartigem Schutz zu wechseln und dabei Deine Alterungsrückstellung mitzunehmen. Auf dieses Recht kannst Du nicht einmal verzichten, es steht Dir also immer zu.

Eine Gesundheitsprüfung darf der Versicherer nur für Leistungen verlangen, die der neue Tarif zusätzlich bietet. Für diese Mehrleistungen darf er einen Risikozuschlag, einen Leistungsausschluss oder eine Wartezeit vereinbaren. Willst Du das vermeiden, schließt Du die Mehrleistung einfach aus. Wie Du bei einer Beitragsanpassung vorgehst und welche Rechte Du hast, wenn Du als Beamter die Krankenkasse wechseln willst, entscheidet über Deine Ersparnis.

Bausteine streichen und Selbstbeteiligung vereinbaren

Streichst Du Krankenhaustagegeld, Kurtagegeld oder einen Ergänzungstarif, sinkt Dein Beitrag sofort. Prüf vorher aber, ob Du den Schutz brauchst, denn später kommst Du nur mit neuer Gesundheitsprüfung zurück.

Auch eine Selbstbeteiligung senkt den Beitrag, wenn Dein Versicherer sie in Beihilfetarifen anbietet. Die Ersparnis fällt bei Restkostentarifen allerdings meist kleiner aus als bei Angestellten. Ob sich eine PKV mit oder ohne Selbstbeteiligung für Dich lohnt, hängt von Deinem Gesundheitsverhalten ab.

Risikozuschlag und Beihilfesatz überprüfen

Zahlst Du einen Risikozuschlag für eine Erkrankung, die längst ausgeheilt ist, kannst Du nach § 41 VVG verlangen, dass der Versicherer ihn herabsetzt. Er senkt den Beitrag ab dem Zeitpunkt, an dem Dein Antrag bei ihm eingeht. Von allein tut er das nicht.

Ändert sich Dein Beihilfesatz, muss Dein Tarif folgen. Bekommst Du das zweite Kind, steigt Deine Beihilfe beim Bund und in den meisten Ländern auf 70 %, im Ruhestand ebenso. Dann kannst Du Deinen Tarif ohne Gesundheitsprüfung auf 30 % Restkosten herabsetzen. Wer diese Anpassung versäumt, zahlt jahrelang für Prozente, die die Beihilfe längst übernimmt. Sinkt Deine Beihilfe später wieder, etwa wenn die Kinder aus dem Familienzuschlag fallen, muss Dein Versicherer den Schutz nach § 199 Abs. 2 VVG ohne Risikoprüfung und ohne Wartezeit aufstocken, wenn Du den Antrag innerhalb von sechs Monaten stellst.

Kannst Du als Beamter von der PKV in die GKV wechseln?

In die GKV kannst Du als Beamter in den meisten Fällen nicht mehr wechseln, wenn Du schon länger privat versichert bist. Beamte sind nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V versicherungsfrei, und für eine freiwillige Versicherung brauchst Du nach § 9 SGB V eine Vorversicherungszeit in der GKV.

Ein Beitrittsrecht hast Du nur, wenn Du gerade aus einer Versicherungspflicht ausscheidest, vorher in den letzten fünf Jahren mindestens 24 Monate oder unmittelbar davor zwölf Monate ununterbrochen gesetzlich versichert warst und den Beitritt innerhalb von drei Monaten erklärst. Nach Jahren in der PKV hast Du sie nicht mehr. Ab 55 kommt § 6 Abs. 3a SGB V dazu, der den Weg zurück in die GKV zusätzlich versperrt.

Die pauschale Beihilfe ändert daran nichts, sie schafft keinen eigenen Zugang zur GKV. Sie lohnt sich vor allem, wenn Du ohnehin gesetzlich versichert bist oder bei Deiner Verbeamtung noch in die GKV kannst. Laut PKV-Verband bieten sie inzwischen elf Länder an.

Diese Länder zahlen die pauschale Beihilfe, Stand Oktober 2026:

BundeslandPauschale Beihilfe seit
Hamburg1. August 2018
Bremen, Brandenburg, Thüringen2020
Berlin18. März 2020, neu geregelt zum 1. Oktober 2026
Baden-Württemberg1. Januar 2023
Sachsen1. Januar 2024
NiedersachsenAnträge seit 1. Februar 2024
Sachsen-Anhalt1. Januar 2026
Mecklenburg-Vorpommern1. Mai 2026
Schleswig-Holsteinnur für bestimmte Gruppen

Der Bund, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland zahlen keine pauschale Beihilfe. In den meisten Ländern ist die Wahl unwiderruflich, sie gilt dann auch im Ruhestand, in dem die normale Beihilfe auf 70 % steigen würde. Für eine private Vollversicherung zahlen die meisten dieser Länder höchstens die Hälfte des Basistarifs, im Jahr 2026 also 508,59 € im Monat, Sachsen-Anhalt zahlt die Pauschale nur an freiwillig gesetzlich Versicherte. Gegen Deinen jetzigen Restkostentarif rechnet sich das kaum.

Welche Notlösungen gibt es, wenn Du Deine PKV-Beiträge nicht mehr zahlen kannst?

Wenn Du Deine Beiträge dauerhaft nicht mehr zahlen kannst, bleiben Dir der Standardtarif, der Basistarif und im Ernstfall der Notlagentarif. Alle drei schützen Dich vor dem Verlust Deines Versicherungsschutzes, bieten aber deutlich weniger Leistung.

Der Standardtarif kommt für Dich nur infrage, wenn Du schon vor dem 1. Januar 2009 privat versichert warst und weitere Voraussetzungen erfüllst. Für Beihilfeberechtigte gibt es eine beihilfekonforme Variante. Sein Höchstbeitrag liegt im Jahr 2026 bei 848,62 € für den vollen Schutz, der Durchschnittsbeitrag im Standardtarif ohne Beihilfe nach der Anpassung im Juli 2026 bei rund 480 €. Der jährliche Selbstbehalt für Arznei-, Verband- und Heilmittel steigt im Standardtarif von 306 € auf 500 €, im Jahr 2026 gilt ein Übergangswert von 403 €.

Der Basistarif bietet Leistungen auf dem Niveau der GKV, ohne Chefarzt und Zweibettzimmer. Er darf höchstens den GKV-Höchstbeitrag kosten, im Jahr 2026 sind das 1.017,18 €. Als Beihilfeberechtigter zahlst Du davon nur den Anteil, den Du versicherst, mit 50 % Beihilfe also höchstens 508,59 € und mit 70 % Beihilfe höchstens 305,15 €. Der PKV-Verband selbst nennt den Basistarif nicht geeignet, um Beiträge zu senken.

Der Notlagentarif greift automatisch, wenn Du Deine Beiträge nicht mehr zahlst. Nach § 193 Abs. 6 VVG mahnt Dich der Versicherer, sobald Du mit zwei Monatsbeiträgen im Rückstand bist, und verlangt einen Säumniszuschlag von 1 % pro Monat. Nach der zweiten Mahnung und einem weiteren Monat Rückstand ruht Dein Vertrag, und Du bist nur noch im Notlagentarif für akute Erkrankungen und Schmerzzustände versichert. Für Beihilfeberechtigte gilt er in der Variante mit 20 %, 30 % oder 50 %. Zahlst Du alle Rückstände nach, kehrst Du in Deinen alten Tarif zurück.

Bevor es so weit kommt, solltest Du mit Deinem Versicherer oder mit uns sprechen. Wie Du Deine PKV-Beiträge im Alter reduzierst und mit welchen PKV-Beiträgen für Beamte im Alter Du als Pensionär rechnen musst, planst Du besser früh.

Lohnt es sich, als Beamter in der PKV zu bleiben?

Für die meisten Beamten lohnt es sich, in der PKV zu bleiben und den bestehenden Vertrag zu verbessern. Im Jahr 2025 lag der Durchschnittsbeitrag für Beamte laut PKV-Verband in jedem Alter unter 350 € im Monat, während Dich die GKV an der Beitragsbemessungsgrenze heute über 1.000 € kosten würde.

Was Dich teurer macht, liegt oft im eigenen Vertrag. Ein Tarifwechsel beim eigenen Versicherer, ein überprüfter Zuschlag, die Anpassung an einen höheren Beihilfesatz und der Verzicht auf überflüssige Bausteine bringen meist mehr als jeder Systemwechsel.

Hast Du Deinen Vertrag in den letzten Jahren einmal Baustein für Baustein geprüft, oder zahlst Du noch für einen Schutz, den Du beim Abschluss gebraucht hast und heute nicht mehr brauchst?

Häufige Fragen

Was kannst Du tun, wenn Dir die PKV als Beamter zu teuer ist?

Setz zuerst beim eigenen Versicherer an: ein Tarifwechsel nach § 204 VVG mit Mitnahme der Alterungsrückstellung, überflüssige Bausteine streichen, einen Risikozuschlag nach § 41 VVG prüfen und den Tarif an einen höheren Beihilfesatz anpassen.

Warum ist die PKV für Beamte teurer geworden?

Weil die Versicherer deutlich mehr für Behandlungen ausgeben als kalkuliert. 2025 stiegen die Leistungsausgaben laut PKV-Verband um 7,2 %. Weicht der Bedarf dauerhaft vom Kalkulierten ab, müssen die Beiträge angepasst werden (§ 203 Abs. 2 VVG).

Kannst Du als Beamter von der PKV in die GKV wechseln?

In den meisten Fällen nicht. Beamte sind nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V versicherungsfrei, und für die freiwillige Versicherung fehlt nach Jahren in der PKV die Vorversicherungszeit (§ 9 SGB V). Ab 55 versperrt § 6 Abs. 3a SGB V den Weg zusätzlich.

Wie viel zahlen Beamte im Durchschnitt für die PKV?

Laut PKV-Verband in jedem Alter durchschnittlich unter 350 € im Monat (Stand 2025). Die GKV würde Dich an der Beitragsbemessungsgrenze heute über 1.000 € im Monat kosten.

Was passiert, wenn Du Deine PKV-Beiträge nicht mehr zahlst?

Dann greifen der Standardtarif, der Basistarif oder im Ernstfall der Notlagentarif. Alle drei sichern Deinen Schutz, bieten aber deutlich weniger Leistung. Besser ist, vorher mit dem Versicherer oder uns über einen Tarifwechsel zu sprechen.

Lutz Gottschlich
Lutz Gottschlich
Sales Expert und Teamleiter Arbeitskraftsicherung

Lutz Gottschlich ist Sales Expert und Teamleiter Arbeitskraftsicherung bei COVAGO. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Beratung zu Berufsunfähigkeit, Lebens- und Krankenversicherung bringt er auch komplexe Themen ruhig und verständlich auf den Punkt.

Weitere Beiträge aus Beamte

Unser COVAGO Service­versprechen

Unsere Werte machen den Unterschied. Für jede Generation. Transparent. Persönlich. Verlässlich.

Kostenloses Erstgespräch buchen
Home / Blog / Beitrag
4,9 aus 703 Bewertungen