Als Beamter in Sachsen zahlst Du für die private Krankenversicherung (PKV) ohne Kinder mit 50 % Beihilfe je nach Versicherer und Alter meist rund 325 € bis 420 € im Monat. Mit Kindern wird es deutlich günstiger, denn Sachsen zahlt seit 2024 die höchsten Beihilfesätze aller Dienstherren, schon mit einem Kind 70 % und ab zwei Kindern 90 %.
Dazu kommen zwei sächsische Besonderheiten. Der Freistaat erstattet einen Teil der PKV-Beiträge Deiner Angehörigen, und Du kannst Dich jederzeit für die pauschale Beihilfe entscheiden. Wir zeigen Dir, was Du zahlst, welche Regeln das Landesamt für Steuern und Finanzen anwendet und worauf Du als Anwärter, Lehrer oder Polizist achten musst.
- Als kinderloser Beamter in Sachsen zahlst Du mit 50 % Beihilfe für die PKV meist rund 325 € bis 420 € im Monat.
- Seit 2024 zahlt Sachsen Dir mit einem Kind 70 % und ab zwei Kindern 90 % Beihilfe, Ehepartner und Kinder erhalten ebenfalls 90 %.
- Nach § 80b SächsBG erstattet Dir der Freistaat zur PKV Deines Ehepartners bis zu 104 € und für jedes Kind bis zu 21,45 € im Monat.
- Die pauschale Beihilfe zur GKV kannst Du jederzeit beantragen, Deine Entscheidung dafür ist aber unwiderruflich.
Was kostet die PKV für Beamte in Sachsen?
Die PKV kostet Dich als kinderloser Beamter in Sachsen mit 50 % Beihilfe in einem leistungsstarken Tarif rund 325 € bis 420 € im Monat, inklusive Pflegepflichtversicherung. Ein 30-jähriger Kunde von uns zahlt zum Beispiel 324,56 € im Monat für einen Restkostentarif mit 50 % für ambulante Behandlung, Krankenhaus mit Einbettzimmer und Zahn, Pflegepflichtversicherung eingeschlossen.
Dein Beitrag hängt vor allem von Deinem Eintrittsalter, Deinem Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn und dem Prozentsatz ab, den Du versicherst. Für kinderlose Beamte entspricht der sächsische Satz von 50 % dem des Bundes, die Versicherer kalkulieren ihre Restkostentarife deshalb gleich.
Wie weit die Preise trotzdem auseinanderliegen, sehen wir in unseren internen Tarifvergleichen immer wieder. Wir rechnen dabei für einen 30-jährigen Beamten mit 50 % Beihilfe, Einbettzimmer und ohne Selbstbeteiligung, inklusive gesetzlichem Zuschlag und in der Regel inklusive Pflegepflichtversicherung, Stand März 2026.
Diese zehn Tarifkombinationen schneiden bei uns aktuell am besten ab:
| Versicherer | Monatsbeitrag mit 30 Jahren | Unsere Einordnung |
|---|---|---|
| Signal Iduna | 367,04 € | exzellent |
| Barmenia | 349,74 € | exzellent |
| ARAG | 324,56 € | exzellent |
| DBV | 398,90 € | exzellent |
| Hallesche | 404,25 € | exzellent |
| HanseMerkur | 354,16 € | sehr gut |
| Debeka | 366,98 € | sehr gut |
| uniVersa | 388,16 € | sehr gut |
| Münchener Verein | 411,95 € | sehr gut |
| UKV | 418,26 € | sehr gut |
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter liegen bei gleichem Profil fast 94 € im Monat. Diese Beiträge gelten für gesunde Antragsteller, mit Vorerkrankungen kann ein Risikozuschlag auf Deinen Beitrag dazukommen. Einen ersten Eindruck von Deinem persönlichen Beitrag bekommst Du mit unserem PKV-Rechner für Beamte.
Restkostentarif mit 10 % für sächsische Beamte mit zwei Kindern
Sobald Du in Sachsen zwei berücksichtigungsfähige Kinder hast, zahlt Dir die Beihilfe 90 %, und Du versicherst nur noch 10 % Restkosten. Das macht Deinen eigenen PKV-Beitrag zu einem Bruchteil des Beitrags eines kinderlosen Kollegen.
Der Satz bleibt auch dann, wenn Deine Kinder später aus dem Familienzuschlag fallen. Das Landesamt für Steuern und Finanzen (LSF) schreibt in seinen FAQ mit Stand Dezember 2025, dass der erhöhte Satz in der Regel lebenslang gilt, wenn nach dem 31. Dezember 2023 Kinder berücksichtigungsfähig waren. Diese Verstetigung gilt auch im Ruhestand.
Für Deine Pflegepflichtversicherung gilt das nicht. Dort zahlt die Beihilfe Dir als aktivem Beamten 50 %, ab zwei Kindern 70 %, und Dein Pflegetarif muss zu diesen Sätzen passen.
Wie viel Prozent übernimmt die Beihilfe für Beamte in Sachsen?
Die Beihilfe in Sachsen übernimmt für Dich als aktiven Beamten ohne Kinder 50 % Deiner beihilfefähigen Krankheitskosten, mit einem Kind 70 % und ab zwei Kindern 90 %. Die Sätze stehen in § 57 Abs. 2 der Sächsischen Beihilfeverordnung (SächsBhVO) in der Fassung vom 11. Dezember 2023, die seit dem 1. Januar 2024 gilt.
Seit einer Änderung der Verwaltungsvorschrift im August 2025 setzt der Satz von 90 % voraus, dass zwei Kinder im selben Monat berücksichtigungsfähig sind. Den erhöhten Satz bekommt außerdem nur ein Elternteil, wenn beide Beamte sind. Ihr bestimmt gemeinsam, wer ihn erhält, sonst bekommt ihn, wer den Familienzuschlag für die Kinder bezieht.
So verteilen sich die Sätze in Sachsen bei Krankheit:
| Person | Beihilfesatz in Sachsen | Restkosten für die PKV |
|---|---|---|
| Beamter ohne Kind | 50 % | 50 % |
| Beamter mit einem Kind | 70 % | 30 % |
| Beamter mit zwei oder mehr Kindern | 90 % | 10 % |
| berücksichtigungsfähiger Ehepartner | 90 % | 10 % |
| Kinder | 90 % | 10 % |
| Pensionär mit weniger als zwei Kindern | 70 % | 30 % |
| Pensionär mit zwei oder mehr Kindern | 90 % | 10 % |
Viele Versicherer nennen in ihren Übersichten für Ehepartner noch 70 % und für Kinder 80 %. Das ist seit 2024 überholt, der Verordnungstext sieht für beide 90 % vor. Pensionäre, die schon vor 2024 im Ruhestand waren und keine neuen Kinder bekommen haben, behalten ihre bisherigen 70 %.
Dein Ehepartner ist nur berücksichtigungsfähig, wenn seine Einkünfte im Durchschnitt der drei Vorjahre unter dem Ehegattengrenzbetrag liegen. Der beträgt laut LSF im Jahr 2026 20.180 € und steigt im Jahr 2027 auf 21.290 €. Andere Länder und der Bund legen die Einkommensgrenze für Ehepartner jeweils selbst fest, beim Bund liegt sie zum Beispiel bei 22.648 €.
Zuschuss des Freistaats Sachsen zur PKV der Angehörigen von Beamten
Sachsen zahlt Dir einen Zuschuss zu den PKV-Beiträgen Deiner Angehörigen, den es beim Bund nicht gibt. Nach § 80b des Sächsischen Beamtengesetzes (SächsBG) erstattet Dir der Freistaat für Deinen Ehepartner bis zu 104 € im Monat und für jedes Kind bis zu 21,45 € im Monat.
Den Zuschuss bekommst Du nur, wenn Dein Angehöriger einen Prozenttarif hat, der zum neuen Beihilfesatz passt, also einen Tarif über 10 % Restkosten. Beihilfeergänzungstarife, Tagegelder und Anwartschaften erstattet das LSF nicht, und wer die pauschale Beihilfe gewählt hat, bekommt den Zuschuss ebenfalls nicht. Für viele Familien ist die PKV von Ehepartner und Kindern damit fast kostenlos.
Eigenbeteiligungen in der sächsischen Beihilfe
Eine Kostendämpfungspauschale gibt es in Sachsen seit 2024 nicht mehr. Du zahlst stattdessen kleinere Eigenbeteiligungen nach § 59 SächsBhVO selbst.
Diese Abzüge macht das LSF von Deiner Beihilfe:
- 4 € je Arzneimittel bis 16 €, 4,50 € bis 26 € und 5 € darüber
- 14,50 € pro Tag für das Zweibettzimmer im Krankenhaus, ohne zeitliche Grenze
- kein Abzug für die Chefarztbehandlung
Die Arzneimittelabzüge und der Abzug für das Zweibettzimmer entfallen auf Antrag, sobald sie zusammen im Jahr 2 % Deines Gesamtbetrags der Einkünfte übersteigen, für chronisch Kranke 1 % (§ 61 SächsBhVO). Kinder und Schwangere zahlen sie nicht, Anwärter dagegen schon, was für Beamte in Bayern im Vorbereitungsdienst anders geregelt ist. Für Deine Beihilfeanträge hast Du zwei Jahre Zeit ab der Rechnung, das ist kürzer als beim Bund mit drei Jahren.
Lohnt sich für Beamte in Sachsen die PKV oder die GKV mit pauschaler Beihilfe?
Für die meisten Beamten in Sachsen lohnt sich die PKV, auch wenn der Freistaat seit dem 1. Januar 2024 eine pauschale Beihilfe zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zahlt. Mit Kindern wird der Abstand durch die 90 % Beihilfe sogar größer.
Die pauschale Beihilfe nach § 80a SächsBG beträgt die Hälfte Deines Krankenversicherungsbeitrags. Du kannst sie jederzeit beantragen, sie gilt ab dem Monat nach Eingang beim LSF, und Deine Entscheidung ist unwiderruflich. Für die Pflegeversicherung gibt es keine pauschale Beihilfe.
Ein Lehrer in A 13 bekommt in Sachsen seit April 2026 in der Einstiegsstufe ein Grundgehalt von 4.975,10 €. In der GKV zahlt er darauf den ermäßigten Beitragssatz von 14,0 %, dazu den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 % und als Kinderloser 2,4 % für die Pflegeversicherung.
So sieht der Vergleich für diesen Beamten aus:
| Kostenpunkt | GKV mit pauschaler Beihilfe | PKV mit 50 % Beihilfe |
|---|---|---|
| Krankenversicherung | 840,79 € minus 420,40 € Zuschuss | rund 290 € bis 380 € |
| Pflegeversicherung | 119,40 € | rund 35 € bis 40 € |
| Monatlich selbst zu zahlen | rund 539,80 € | rund 325 € bis 420 € |
In der GKV zahlt er also trotz Zuschuss rund 120 € bis 215 € im Monat mehr, ohne Chefarzt und Zweibettzimmer. Die GKV-Werte beziehen sich nur auf das Grundgehalt. Zulagen und Familienzuschlag erhöhen den Beitrag bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € noch.
Die pauschale Beihilfe kannst Du auch in der PKV wählen, dort ist sie auf den halben Beitrag des Basistarifs gedeckelt, im Jahr 2026 rechnerisch 508,59 € im Monat. Für junge Beamte lohnt das selten, weil die individuelle Beihilfe mit Restkostentarif günstiger ist und mit Kindern auf 90 % steigt. Wer pauschale Beihilfe wählt, kann außerdem die Öffnungsaktion der PKV nicht mehr nutzen.
Die GKV mit pauschaler Beihilfe kann für Dich trotzdem passen, wenn Du schwer vorerkrankt bist und keinen bezahlbaren PKV-Schutz bekommst. Selbst dann lohnt sich vorher ein Blick auf die Öffnungsaktion, bei der Dich die teilnehmenden Versicherer innerhalb von sechs Monaten nach der Verbeamtung ohne Ablehnung und mit höchstens 30 % Risikozuschlag aufnehmen. Die Öffnungsaktion hat allerdings auch Nachteile für Beamte mit Vorerkrankungen, deshalb gehört sie mit in Deine Abwägung zwischen PKV und GKV als Beamter.
In Sachsen springt Dein Beihilfesatz mit dem ersten Kind auf 70 % und mit dem zweiten auf 90 %, und Dein Tarif muss diese Wechsel ohne neue Gesundheitsprüfung mitgehen.
Welcher PKV-Tarif passt zu Beamten in Sachsen?
Zu Dir passt ein Tarif, der Deine Restkosten vollständig abdeckt, sich ohne neue Gesundheitsprüfung an Deinen wechselnden Beihilfesatz anpasst und die sächsischen Lücken der Beihilfe schließt. Den einen besten Tarif für alle gibt es nicht, weil Gesundheit, Familienplanung und Wünsche bei jedem anders liegen.
In Sachsen ist die Anpassung an den Beihilfesatz besonders wichtig, weil Dein Satz mit dem ersten Kind von 50 % auf 70 % und mit dem zweiten auf 90 % springt. Nach § 199 Abs. 2 VVG senkst Du Deinen Tarif dann ohne Prüfung. Steigt Dein Bedarf wieder, muss Dein Versicherer ohne Risikoprüfung aufstocken, wenn Du den Antrag innerhalb von sechs Monaten stellst.
Achte außerdem auf die Lücken, die sich aus der SächsBhVO selbst ergeben. Material- und Laborkosten beim Zahnersatz erkennt die Beihilfe nur zu 65 % an, für Brillengläser zahlt sie höchstens 110 € je Auge alle zwei Jahre, das Gestell gar nicht, und Implantate erstattet sie ohne besondere Indikation nur bis zu zwei je Kieferhälfte.
Diese Punkte entscheiden aus unserer Sicht über einen guten Tarif für sächsische Beamte:
- Restkostentarife in Stufen von 50 %, 30 % und 10 %, damit jeder Wechsel des Beihilfesatzes abgedeckt ist
- Erstattung über den Höchstsätzen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
- ein Ergänzungsbaustein für Zahnersatz, Brillengestelle und Sehhilfen
- ein kleines Krankenhaustagegeld von rund 15 € für den Abzug beim Zweibettzimmer, das empfehlen auch die Hallesche und die Alte Oldenburger
- ein offener Hilfsmittelkatalog und Psychotherapie ohne enge Sitzungsgrenzen
Chefarzt und Zweibettzimmer sind in Sachsen beihilfefähig, ohne dass Du dafür einen Monatsbeitrag an den Freistaat zahlst. Die Beihilfe zahlt aber nur ihren Satz und zieht 14,50 € pro Tag für das Zimmer ab, Deine Restkostenversicherung als Beamter muss die Wahlleistungen deshalb mit abdecken.
Was müssen Beamte im Vorbereitungsdienst in Sachsen bei der PKV beachten?
Als Beamtenanwärter oder Lehramtsreferendar in Sachsen bist Du Beamter auf Widerruf und bekommst Beihilfe wie ein aktiver Beamter, also 50 %, mit Kindern 70 % oder 90 %. Einen eigenen Anwärtersatz gibt es in Sachsen nicht.
Eine wichtige Lücke betrifft nur Dich als Anwärter. Nach § 15 SächsBhVO zahlt die Beihilfe Beamten auf Widerruf keinen Zahnersatz, keine Kronen und Inlays und keine Implantate, außer nach einem Unfall im Vorbereitungsdienst oder nach mindestens drei Jahren im öffentlichen Dienst. Dein Anwärtertarif sollte diese Leistungen deshalb zu 100 % übernehmen.
Für die Zeit des Vorbereitungsdienstes bieten fast alle Versicherer günstige Anwärtertarife an. Ein 19-jähriger Anwärter, den wir betreuen, zahlt zum Beispiel 72,34 € im Monat inklusive Pflegepflichtversicherung. Das passt zu Anwärtergrundbeträgen, die in Sachsen seit April 2026 bei 1.855,10 € für A 13 und 1.643,69 € für die Laufbahnen A 9 bis A 11 liegen.
Rechtsreferendare haben in Sachsen anders als in Bayern und Berlin ein Wahlrecht. Sie können den Vorbereitungsdienst im Beamtenverhältnis auf Widerruf mit Beihilfe machen, wenn sie unter 42 sind und gesundheitlich geeignet, oder im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis mit gesetzlicher Krankenversicherung. Entscheidest Du Dich für das Beamtenverhältnis, bist Du als Beamter auf Widerruf privat versichert und brauchst einen Anwärtertarif.
Wird aus dem Anwärter ein Beamter auf Probe, stellt der Versicherer den Anwärtertarif auf den normalen Beihilfetarif um, und der Beitrag steigt deutlich. Plane diesen Sprung schon ein, wenn Du die PKV-Kosten als Beamtenanwärter vergleichst.
Wie läuft die PKV für verbeamtete Lehrer in Sachsen?
Lehrer in Sachsen kannst Du seit 2019 verbeamten lassen, wenn Du bei der Einstellung jünger als 42 bist. Das Eingangsamt ist für alle Schularten A 13, auch an Grundschulen.
Die Verbeamtung ist nach § 144a SächsBG aber befristet, der Freistaat beruft Lehrkräfte nur bis zum 31. Dezember 2030 ins Beamtenverhältnis. Kultusminister Conrad Clemens (CDU) wirbt im Jahr 2026 sogar für eine bundesweite Abschaffung der Lehrerverbeamtung, einen sächsischen Alleingang plant er nach eigenen Angaben nicht. Von rund 34.000 Lehrkräften sind laut ZDF rund 14.000 verbeamtet.
Wer verbeamtet wird, profitiert von den hohen Beihilfesätzen und dem Zuschuss für die Familie wie jeder andere Landesbeamte. Ob sich die PKV als verbeamteter Lehrer für Dich rechnet, hängt vor allem von Deiner Familienplanung und Deiner Gesundheit ab.
Für welche Beamten in Sachsen gelten bei der Krankenversicherung Sonderregeln?
Polizeivollzugsbeamte in Sachsen bekommen nach § 135 SächsBG freie Heilfürsorge, solange sie Besoldung erhalten, und sind damit im aktiven Dienst vollständig abgesichert. Im Ruhestand fällt die Heilfürsorge weg, dann gilt die normale Beihilfe mit 70 % oder mit zwei Kindern 90 %.
Für den späteren Wechsel in die PKV schließt Du deshalb schon zu Beginn eine Anwartschaft ab. Über die Öffnungsaktion geht das nur als Anwartschaft, sie sichert Dir aber den Weg in die PKV ohne neue Gesundheitsprüfung. Deine Angehörigen bekommen auch als Familie eines Polizisten Beihilfe mit 90 %.
Für Bundesbeamte mit Dienstort in Sachsen gilt die Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) und nicht die SächsBhVO. Dort liegen die Sätze bei 50 %, ab zwei Kindern 70 %, für Ehepartner 70 % und für Kinder 80 %, und die Einkommensgrenze für Ehepartner beträgt 22.648 €. Den Zuschuss zur PKV der Angehörigen und die pauschale Beihilfe gibt es beim Bund nicht.
Wer ist für die Beihilfe der Beamten in Sachsen zuständig?
Für die Beamten, Richter und Versorgungsempfänger des Freistaats ist das Landesamt für Steuern und Finanzen zuständig, das die Beihilfe in Dresden und in seiner Außenstelle Chemnitz bearbeitet. Seit Ende Oktober 2025 gehen die Anträge allerdings an ein Postfach in Würzburg.
Der Grund ist eine Kooperation mit Bayern. Das bayerische Landesamt für Finanzen scannt die Belege für Sachsen, und das LSF arbeitet seit November 2025 papierlos mit dem Verfahren BayBAS SN. Deine Originalbelege bekommst Du nicht zurück, die Scanstelle vernichtet sie nach 14 Wochen, behalte deshalb Kopien.
Eine Beihilfe-App kündigt das LSF für das vierte Quartal 2026 an. Bis sie verfügbar ist, reichst Du Deine Anträge schriftlich oder elektronisch ein, eine eigenhändige Unterschrift ist seit August 2025 in der Regel nicht mehr nötig.
Wie hilft Dir unsere Beamtenberatung bei der PKV in Sachsen?
In unserer PKV-Beratung für Beamte planen wir Deine PKV so, dass sie zu den sächsischen Beihilfesätzen von heute und morgen passt, vom 50-%-Tarif als Berufsanfänger bis zum 10-%-Tarif mit zwei Kindern. Dein Ansprechpartner ist Lutz Gottschlich, der bei uns die Beamtenberatung betreut.
Wir vergleichen die Restkostentarife der Anbieter, prüfen Deine Vorerkrankungen mit einer anonymen Risikovoranfrage und sorgen dafür, dass Du den Zuschuss für Ehepartner und Kinder vom ersten Monat an bekommst. Welche Anbieter in unseren Vergleichen vorne liegen, siehst Du in der Tariftabelle oben. Einen Termin vereinbarst Du direkt über Termin mit Lutz buchen.
Häufige Fragen
Bekommt mein Ehepartner in Sachsen Beihilfe?
Dein Ehepartner bekommt in Sachsen 90 % Beihilfe, wenn er berücksichtigungsfähig ist. Dafür müssen seine Einkünfte im Durchschnitt der drei Vorjahre unter dem Ehegattengrenzbetrag liegen. Dieser beträgt laut LSF im Jahr 2026 20.180 € und im Jahr 2027 21.290 €.
Gibt es in Sachsen noch eine Kostendämpfungspauschale?
Nein, die Kostendämpfungspauschale hat Sachsen seit 2024 abgeschafft. Stattdessen zieht Dir das LSF kleinere Eigenbeteiligungen nach § 59 SächsBhVO ab, etwa 4 € bis 5 € je Arzneimittel und 14,50 € pro Tag für das Zweibettzimmer. Für die Chefarztbehandlung gibt es keinen Abzug.
Wie lange habe ich in Sachsen Zeit für meinen Beihilfeantrag?
Du hast in Sachsen zwei Jahre ab dem Datum der Rechnung Zeit, Deinen Beihilfeantrag zu stellen. Beim Bund sind es drei Jahre. Seit August 2025 brauchst Du in der Regel keine eigenhändige Unterschrift mehr.
Kann ich die pauschale Beihilfe in Sachsen später wieder abwählen?
Nein, Deine Entscheidung für die pauschale Beihilfe ist unwiderruflich. Sie gilt ab dem Monat nach Eingang Deines Antrags beim LSF. Wer sie wählt, verliert außerdem den Zuschuss für die PKV der Angehörigen und kann die Öffnungsaktion der PKV nicht mehr nutzen.
Werden Lehrer in Sachsen noch verbeamtet?
Ja, Sachsen verbeamtet Lehrkräfte, die bei der Einstellung jünger als 42 sind, allerdings nur bis zum 31. Dezember 2030. Das Eingangsamt ist für alle Schularten A 13, auch an Grundschulen. Laut ZDF sind von rund 34.000 Lehrkräften rund 14.000 verbeamtet.

