Als Beamter in Hessen zahlst Du für eine gute private Krankenversicherung (PKV) mit 50 % Beihilfe je nach Alter und Versicherer meist rund 300 € bis 420 € im Monat. Dazu kommen 18,90 € im Monat, wenn Du beim Land die Wahlleistungen für Chefarzt und Zweibettzimmer dazubuchst.
Hessen rechnet die Beihilfe anders als fast alle anderen Länder. Für Deine ganze Familie gilt ein gemeinsamer Prozentsatz, der mit jedem Kind steigt und im Krankenhaus höher liegt als beim Arzt. Das beeinflusst, welchen Tarif Du brauchst und was Deine Familie in der PKV kostet. Den passenden Schutz finden wir in unserer PKV-Beratung für Beamte.
- Rund 300 € bis 420 € im Monat plus 18,90 € für die Wahlleistungen beim Land.
- Familienbezogener Satz: 50 % plus 5 Punkte je Familienmitglied bis 70 %, im Krankenhaus bis 85 %.
- Keine pauschale Beihilfe, nur eine begrenzte Sachleistungsbeihilfe für gesetzlich Versicherte.
- Anwärter bekommen einheitlich 70 %, im Krankenhaus 85 %.
Was kostet die PKV für Beamte in Hessen?
Die PKV kostet Dich als lediger hessischer Beamter mit 30 Jahren in einem leistungsstarken Restkostentarif rund 300 € bis 420 € im Monat inklusive Pflegepflichtversicherung. Hinzu kommt der Wahlleistungsbeitrag von 18,90 €, den die Hessische Bezügestelle direkt von Deinen Bezügen einbehält, wenn Du Dich für die Wahlleistungen entscheidest.
Die Spanne kennen wir aus unseren internen Tarifvergleichen gut. Für einen 30-jährigen Beamten mit 50 % Beihilfe, Einbettzimmer und ohne Selbstbeteiligung liegen die stärksten Tarifkombinationen bei uns zwischen 324,56 € und 418,26 € im Monat, Stand März 2026. Günstigere Tarife mit schwächeren Leistungen beginnen schon bei rund 250 €.
Diese Vergleichswerte beziehen sich auf die Sätze des Bundes, also 50 % für ambulante Behandlung, Krankenhaus und Zahn. In Hessen sieht Dein Bedarf anders aus. Als lediger Beamter bekommst Du ambulant 50 % Beihilfe, im Krankenhaus aber 65 %, Deine PKV muss stationär also nur 35 % abdecken. Mehrere Versicherer bieten deshalb eigene Tarifstufen für Hessen an, bei der Bayerischen Beamtenkrankenkasse heißt eine solche Stufe zum Beispiel BC 50/35. Für solche Hessen-Stufen rechnen wir Deinen Beitrag individuell, die Bundeswerte geben Dir eine erste Orientierung.
Diese Kosten kommen in Hessen auf Dich zu, wenn Du Chefarzt und Zweibettzimmer über die Beihilfe absicherst:
| Kostenpunkt | Betrag | Wer kassiert |
|---|---|---|
| Restkostentarif für 50 % ambulant und 35 % stationär inklusive Pflege | rund 300 € bis 420 € im Monat | Deine PKV |
| Wahlleistungsbeitrag für Chefarzt und Zweibettzimmer | 18,90 € im Monat | das Land über Deine Bezüge |
| Eigenanteil je Arzneimittel | 4,50 € | Abzug von der Beihilfe |
| Eigenanteil je Fahrt | 10 € | Abzug von der Beihilfe |
| Zweibettzimmer im Krankenhaus | 16 € pro Tag | Abzug von der Beihilfe |
Die Eigenanteile für Arzneimittel und Fahrten sind auf 100 € im Monat begrenzt, danach zieht die Beihilfestelle in diesem Monat nichts mehr ab. Eine Kostendämpfungspauschale wie in Baden-Württemberg gibt es in Hessen nicht. Was die hessische Beihilfe im Einzelnen zahlt, steht im Leistungskatalog der Beihilfe in Hessen.
Wie viel Prozent übernimmt die Beihilfe in Hessen?
Die Beihilfe in Hessen übernimmt als Grundsatz 50 % Deiner Kosten und erhöht diesen Satz um 5 Prozentpunkte für jedes Familienmitglied, das im Familienzuschlag berücksichtigt ist, höchstens bis 70 %. Im Krankenhaus kommen noch einmal 15 Prozentpunkte dazu, höchstens bis 85 %. Das regelt § 15 der Hessischen Beihilfenverordnung (HBeihVO).
Der Satz gilt einheitlich für Dich, Deinen Ehepartner und Deine Kinder. Neben Bremen gehört Hessen zu den wenigen Ländern mit einem solchen familienbezogenen System, der Bund und die meisten Länder geben jeder Person einen eigenen Satz. Maßgeblich sind in Hessen außerdem die Verhältnisse am Tag Deines Antrags und nicht am Tag der Behandlung.
So entwickelt sich der Beihilfesatz in Hessen mit der Familie:
| Familiensituation | Beihilfe ambulant und Zahn | Beihilfe im Krankenhaus |
|---|---|---|
| ledig, keine Kinder | 50 % | 65 % |
| verheiratet, keine Kinder | 55 % | 70 % |
| verheiratet, ein Kind | 60 % | 75 % |
| verheiratet, zwei Kinder | 65 % | 80 % |
| verheiratet, drei oder mehr Kinder | 70 % | 85 % |
| Anwärter, unabhängig von der Familie | 70 % | 85 % |
Diese Werte gelten, wenn Dein Ehepartner berücksichtigungsfähig ist. Das ist er nur, wenn sein Gesamtbetrag der Einkünfte im vorletzten Kalenderjahr vor dem Antrag das Doppelte des steuerlichen Grundfreibetrags nicht übersteigt. Liegt Dein Partner darüber, braucht er einen eigenen Schutz, und ob Ehepartner von Beamten in die PKV können, hängt dann von seinem eigenen Status ab. Pensionäre bekommen 10 Prozentpunkte mehr als aktive Beamte, ein alleinstehender Ruheständler also 60 %. Was das für Deinen Beitrag nach der Pensionierung heißt, zeigen die PKV-Beiträge für Beamte im Alter.
Für die Wahlleistungen gilt eine strenge Frist. Du musst sie innerhalb von drei Monaten nach Deiner Verbeamtung oder Versetzung nach Hessen schriftlich wählen, sonst zahlt die Beihilfe Chefarzt und Zweibettzimmer nicht. Antrag, Fristen und Bearbeitung regelt die Beihilfe in Hessen im Detail.
Hessen rechnet die Beihilfe familienbezogen. Ein gemeinsamer Satz steigt mit jedem Kind und liegt im Krankenhaus höher als beim Arzt, das verändert, welchen Tarif Du brauchst.
PKV oder GKV: Was lohnt sich für Beamte in Hessen?
Für die meisten Beamten in Hessen lohnt sich die PKV, weil das Land keine pauschale Beihilfe zahlt und Du als gesetzlich Versicherter Deinen Kassenbeitrag selbst trägst. Hessen bietet gesetzlich versicherten Beamten nur die sogenannte Sachleistungsbeihilfe an. Sie erstattet Dir 50 % des Geldwerts der Kassenleistungen, die Du tatsächlich in Anspruch nimmst, und ist durch Deine Kassenbeiträge der letzten zwölf Monate begrenzt.
Seit dem 1. Januar 2026 gibt es in Hessen keine Erfahrungsstufe 1 mehr, der Einstieg in A 13, etwa für Lehrer, liegt seit Juli 2026 bei einem Grundgehalt von 5.353,60 €. In der GKV zahlst Du darauf den ermäßigten Satz von 14,0 % plus durchschnittlich 2,9 % Zusatzbeitrag und als Kinderloser 2,4 % für die Pflege.
So sieht der Vergleich für einen ledigen Lehrer ohne Kinder aus:
| Kostenpunkt | GKV ohne Zuschuss | PKV mit hessischer Beihilfe |
|---|---|---|
| Krankenversicherung | 904,76 € | rund 265 € bis 380 € |
| Pflegeversicherung | 128,49 € | rund 35 € bis 40 € |
| Wahlleistungsbeitrag an das Land | entfällt | 18,90 € |
| Monatlich gesamt | 1.033,25 € | rund 320 € bis 440 € |
Der Unterschied liegt bei rund 595 € bis 715 € im Monat. Die GKV-Werte beziehen sich nur auf das Grundgehalt, Zulagen und Familienzuschlag erhöhen den Kassenbeitrag noch.
Ob Hessen eine pauschale Beihilfe einführt, ist offen. Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD sieht vor, die Sachleistungsbeihilfe zu evaluieren. Die SPD-Abgeordnete Lisa Gnadl erwartete im März 2026 Eckpunkte im Laufe des Jahres und ein Gesetzgebungsverfahren 2027, die CDU-Abgeordnete Astrid Wallmann wollte sich im Oktober 2026 noch auf keinen Zeitplan festlegen.
Mit Familie fällt die Rechnung in Hessen enger aus als in anderen Ländern. Deine Kinder bekommen hier denselben Satz wie Du, also zum Beispiel 65 % bei zwei Kindern, und brauchen damit 35 % Restkosten statt 20 % wie beim Bund. Jedes Kind kostet Dich in der PKV deshalb mehr als in Ländern mit 80 % Kinderbeihilfe. Bei zwei Kindern und einem Ehepartner ohne Einkommen kann die GKV mit kostenloser Familienversicherung im Einzelfall aufholen. Wie hoch die Beihilfe für Kinder von Beamten in den anderen Ländern ausfällt, unterscheidet sich stark.
Welche PKV passt zu Beamten in Hessen?
Zu Dir passt eine PKV, die eigene Tarifstufen für Hessen anbietet und Deinen Schutz ohne neue Gesundheitsprüfung anpasst, sobald sich Dein Beihilfesatz ändert. Weil jedes Kind, jede Heirat und die Pensionierung Deinen Satz in Hessen verschiebt, passiert das hier häufiger als anderswo.
Das Recht auf Anpassung regelt § 199 Abs. 2 VVG. Steigt Dein Beihilfesatz, kannst Du Deinen Tarif ohnehin ohne Prüfung herabsetzen. Sinkt er, muss Dein Versicherer den Schutz ohne Risikoprüfung aufstocken, wenn Du den Antrag innerhalb von sechs Monaten stellst. Verpasst Du die Frist, prüft der Versicherer Deine Gesundheit neu, sobald Du mehr Prozent versichern musst, etwa wenn ein Kind aus dem Familienzuschlag fällt und Dein Satz sinkt.
Achte bei der Tarifwahl außerdem auf die Lücken, die die hessische Beihilfe selbst lässt. Material- und Laborkosten beim Zahnersatz erkennt sie nur zu 50 % an, Implantate ohne besondere Indikation höchstens zwei je Kieferhälfte, und Brillengestelle zahlt sie gar nicht.
Diese Punkte prüfen wir bei einem Tarif für hessische Beamte besonders sorgfältig:
- eigene Hessen-Tarifstufen mit getrenntem Prozentsatz für ambulant und stationär
- Anpassung an neue Beihilfesätze ohne Gesundheitsprüfung, auch nach unten und nach oben
- ein Ergänzungsbaustein für Zahnersatz, Implantate und Sehhilfen
- eine Lösung für Chefarzt und Zweibettzimmer, entweder über die 18,90 € beim Land oder über einen eigenen Wahlleistungstarif
- Erstattung über die Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) hinaus
Bei Gesundheitsproblemen hilft Dir die Öffnungsaktion der PKV. Innerhalb von sechs Monaten nach Deiner ersten Verbeamtung darf Dich kein teilnehmender Versicherer ablehnen, und der Risikozuschlag liegt bei höchstens 30 %. Was die PKV für Beamte mit Vorerkrankungen bedeutet, entscheidet über Deinen Zugang. Zwei große Beamtenversicherer treten direkt gegeneinander an: HUK oder Debeka.
PKV für Beamtenanwärter und Referendare in Hessen
Als Beamtenanwärter in Hessen bekommst Du einheitlich 70 % Beihilfe, im Krankenhaus 85 %, ganz unabhängig davon, ob Du verheiratet bist oder Kinder hast. Deine PKV muss also nur 30 % ambulant und 15 % stationär abdecken, entsprechend günstig sind die Anwärtertarife.
Das Land zahlt seit dem 1. Juli 2026 einen Anwärtergrundbetrag von 1.868,96 € für Laufbahnen mit dem Eingangsamt A 13 und 1.634,81 € für A 9 bis A 11. Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst beziehen in Hessen ebenfalls Anwärterbezüge. Ob Beamtenanwärter Anspruch auf Beihilfe haben, hängt von Deinem Status ab.
Rechtsreferendare haben in Hessen eine Wahl, die es in vielen Ländern nicht gibt. Sie können ihren Vorbereitungsdienst als Beamte auf Widerruf absolvieren und erhalten dann 70 % Beihilfe, im Krankenhaus 85 %. Alternativ stehen sie in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis und sind dann gesetzlich kranken- und pflegeversichert, ohne Beihilfe.
Bei der Polizei gibt es in Hessen seit 2014 keine freie Heilfürsorge mehr für neue Beamte, Polizeianwärter bekommen die normale Anwärterbeihilfe von 70 %. Eine Wiedereinführung plant die Landesregierung laut einer Antwort im Landtag aus dem Jahr 2022 nicht.
Den größten Fehler sehen wir beim Übergang nach dem Vorbereitungsdienst. Mit der Ernennung auf Probe fällt Dein Satz von 70 % je nach Familie auf 50 % bis 70 %, Deine PKV muss deutlich mehr Prozent abdecken, und der Beitrag springt. Weil in Hessen der Satz am Tag des Antrags zählt, lohnt es sich, offene Rechnungen noch vor dem Ende des Vorbereitungsdienstes einzureichen.
Häufige Fragen
Was kostet eine private Krankenversicherung für Beamte in Hessen?
Eine private Krankenversicherung kostet Dich als 30-jährigen ledigen Beamten in Hessen in einem guten Tarif rund 300 € bis 420 € im Monat inklusive Pflege, dazu 18,90 € für die Wahlleistungen der Beihilfe. Als Anwärter zahlst Du wegen der 70 % Beihilfe deutlich weniger.
Welche PKV ist für hessische Beamte die beste?
Für hessische Beamte ist die PKV die beste, die eigene Hessen-Tarifstufen anbietet, sich ohne Gesundheitsprüfung an jeden neuen Familiensatz anpasst und die Lücken bei Zahnersatz und Sehhilfen schließt. In unserem internen Vergleich liegen derzeit Signal Iduna, Barmenia, ARAG, DBV und Hallesche vorn, für Hessen prüfen wir zusätzlich, wer passende Hessen-Stufen anbietet.
Wie hoch ist die Beihilfe für Beamte in Hessen?
Die Beihilfe für Beamte in Hessen beträgt 50 % für Ledige und 55 % für Verheiratete, plus 5 Prozentpunkte je Kind bis höchstens 70 %. Im Krankenhaus kommen 15 Prozentpunkte dazu, bis höchstens 85 %. Anwärter erhalten einheitlich 70 %, im Krankenhaus 85 %.
Ist die PKV oder die GKV mit pauschaler Beihilfe günstiger?
In Hessen gibt es keine pauschale Beihilfe, Stand Oktober 2026. Als gesetzlich versicherter Beamter zahlst Du den Beitrag zunächst allein, bei einem Einstiegsgehalt nach A 13 rund 1.033 € im Monat. Über die Sachleistungsbeihilfe bekommst Du nur einen Teil zurück, wenn Du Kassenleistungen in Anspruch nimmst. Die PKV ist damit für die meisten deutlich günstiger.
Gelten für Bundesbeamte in Hessen andere Beihilferegeln?
Ja, Bundesbeamte in Hessen bekommen Beihilfe nach der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV). Dort hat jede Person ihren eigenen Satz, 50 % für Dich, 70 % für Ehepartner und Pensionäre und 80 % für Kinder. Wahlleistungen zahlt der Bund ohne Monatsbeitrag. Dafür zieht er bei Arzneimitteln 10 % ab, mindestens 5 € und höchstens 10 €. Die Einkommensgrenze für Ehepartner liegt beim Bund 2026 bei 22.648 € und steigt 2027 auf 23.608 €.
Die hessische Beihilfe belohnt Familien, macht Deine PKV aber auch beweglicher, als Du es aus anderen Ländern kennst. Wie sieht Deine Familie in fünf oder zehn Jahren aus, und passt Dein Tarif dann noch, ohne dass Du Dich erneut einer Gesundheitsprüfung stellen musst?

